Fußball

Raphael Holzhauser bleibt in der belgischen Eerste Klasse weiter in Topform. Der österreichische Teamspieler erzielte am Samstag für Beerschot seinen achten Saisontreffer in der laufenden Meisterschaft. Der ÖFB-Teamspieler traf in der elften Runde beim 4:2-Erfolg gegen Leuven in der 65. Minute zum 4:1.

Holzhauser ist damit aktuell zweitbester Torschütze der Liga und mit acht Toren und sechs Assists bester Scorer. Beerschot hat sich damit weiter in der Spitzengruppe etabliert. Holzhauser und Co. liegen vorerst mit einem Punkt Rückstand auf Sporting de Charleroi auf dem zweiten Platz. Letztgenannte haben aber ein Spiel weniger ausgetragen.

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Der FC Liverpool hat mit einem mühsam erkämpften Heimsieg vorerst die Tabellenspitze in der englischen Premier League erobert. Der Titelverteidiger wies am Samstagabend West Ham United mit 2:1 (1:1) in die Schranken und übernahm damit vorerst mit 16 Punkten die Tabellenspitze.

Der Spanier Pablo Fornals hatte die Gäste in der zehnten Minute in Führung gebracht. Liverpools Toptorjäger Mohamed Salah glich in Anfield noch vor der Pause per Foulelfmeter aus (42.), der Portugiese Diogo Jota erzielte den Siegestreffer (85.). Liverpools Stadtrivale FC Everton könnte aber bereits am Sonntag kontern und an den „Reds“ vorbeiziehen – einen Sieg bei Newcastle United vorausgesetzt

Manchester City setzte sich mit 1:0 (1:0) bei Sheffield United durch. Den Siegestreffer erzielte Kyle Walker (28.). Für die „Citizens“, die bisher eine durchwachsene Saison spielen, war es der dritte Sieg im sechsten Spiel. Das Team von Trainer Pep Guardiola hat eine Partie weniger absolviert als die Konkurrenten.

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Real Madrid hat vorerst die Tabellenführung in der spanischen Liga übernommen. Das Team von Trainer Zinedine Zidane feierte am Samstagnachmittag mit einem 4:1 (2:0) einen Pflichtsieg gegen Aufsteiger SD Huesca. Eden Hazard (40.), Karim Benzema (45., 90.) und Federico Valverde (54.) erzielten die Tore für Real. David Ferreiro (74.) traf für den Abstiegskandidaten.

Jubel bei Real Madrid
Reuters/Javier Barbancho

Real zog in der Tabelle an Real Sociedad San Sebastian vorbei, das aber mit einem Sieg am Sonntag bei Celta Vigo wieder die Spitzenposition übernehmen kann.

Wieder Doppelpack von Joao Felix bei Atletico-Sieg

Mit einer Galavorstellung und einem Doppelpack (43., 69.) hat Jungstar Joao Felix am Samstag Atletico Madrid zu einem 3:1-Erfolg bei Osasuna geführt. Der 20-jährige hatte erst am Dienstag beim 3:2 über Salzburg in der Champions League zweimal getroffen.

Lucas Torreira (88.) gelang das dritte Tor für Atletico, davor hatte Ante Budimir (80.) mit dem Anschlusstreffer noch für Spannung gesorgt. Atletico ist nach dem dritten Ligasieg en suite mit 14 Punkten Dritter, hat aber ein Spiel weniger absolviert als Leader Real Madrid (16 Punkte) und Real Sociedad (14).

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Dem FC Barcelona droht laut spanischen Medienberichten bereits im Jänner die Zahlungsunfähigkeit, wenn die Spieler um Superstar Lionel Messi nicht auf Teile ihre Gehälter verzichten.

Das berichten am Samstag „Marca“ und „AS“ unter Berufung auf eine Meldung des Radiosenders RAC1. Die Verhandlungen zwischen den Clubanwälten und denen der Fußballprofis hätten am Freitag begonnen.

Spieler lehnen Einbußen bisher ab

Bis spätestens 5. November müssten Kürzungen von 30 Prozent vereinbart werden, damit sollen rund 190 Millionen Euro eingespart werden. Zuletzt hatten die Spieler das nach Angaben der Zeitungen abgelehnt. Durch die Coronavirus-Pandemie und die fehlenden Zuschauereinnahmen sind die Einnahmen von Barca dramatisch gesunden.

Laut den Berichten steht Messi, der nach der Vorsaison die Katalanen eigentlich verlassen wollte, offenbar eine hohe Bonuszahlung zu, da er sich in seinem letzten Vertragsjahr befindet.

Nach dem Rücktritt von Präsident Josep Bartomeu hatte Vorstandschef Carles Tusquets gesagt: „Unser Hauptaugenmerk sind die Finanzen. Die Pandemie hat Barcelona besonders hart getroffen. Der Verein ist von den Zuschauern abhängig, und diese ganzen Einnahmen sind verloren.“

Coronavirus

Die Bundesliga darf wegen ihres bewährten Coronavirus-Präventionskonzeptes auch im Lockdown weiterspielen. Allerdings kehren die „Geisterspiele“ aus dem Frühjahr zurück, ab Dienstag sind keine Zuschauer in den Stadien mehr erlaubt. Die Liga kann mit dieser Maßnahme dank des Profiligen-Förderprogramms der Regierung vorerst leben. Ligavorstand Christian Ebenbauer fürchtet laut APA aber schon jetzt unabschätzbare Folgewirkungen.

Hilfsfonds kurzfristig wichtig

Die Bundesliga ist nun noch mehr auf den Profiligen-Hilfsfonds angewiesen. Mit insgesamt 35 Millionen Euro für acht Ligen in Mannschaftssportarten ist dieser für 2020 dotiert, für 2021 stünden weitere 35 Mio. parat. Bisher flossen – wohlgemerkt ohne Kurzarbeitsgelder – 3,1 Millionen Euro an die Clubs der ersten und zweiten Fußballliga. „Da ist bis jetzt noch genug drin. Die Frage ist, wie schnell der Topf an seine Grenzen stößt“, meinte Ebenbauer über das Förderprogramm, mit dem Einnahmeausfälle wie Ticketing, Gastronomie und Merchandising (bis 75 Prozent) abgedeckt werden sollen.

Laut Ebenbauer sind die Hilfsgelder der Politik „kurzfristig wichtig fürs Überleben, aber mittel- bis langfristig absolut keine Lösung“, denn Folgeschäden seien noch nicht absehbar. „Wir haben im Frühjahr schon zwei Monate ohne Fans im Stadion durchgehalten, alle waren dann schon sehr müde. Ohne Fans im Stadion ist es nicht dasselbe. Der Fußball lebt von der Bindung zwischen Spielern, Club, den Fans auf den Rängen.“ Diesen Kitt sieht er akut gefährdet. „Das ist ein Riesenthema, das mit jedem Tag schwieriger wird, wenn man weiß, wie viel Vertrauensarbeit und Zusammenarbeit hier notwendig ist, aber derzeit kein unmittelbarer Kontakt da ist.“

Während der Spitzensport, wenn auch ohne Zuschauer, weiterlaufen darf, wird der Amateursport mit Inkrafttreten der neuen Pandemieverordnung stillstehen. Damit werden unter anderem die Fußballligen von der Regionalliga abwärts gestoppt. Auch der Hallenbereich ist für alle Hobbysportler tabu, Freiluftsportstätten wie Golf- und Tennisplätze dürfen jedoch offen bleiben. Erlaubt sind aber nur noch individuelle Sportaktivitäten, bei denen man nicht mit anderen in Kontakt kommt.

Innenminister Karl Nehammer, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Finanzminister Gernot Blümel
APA/Hans Punz

Die Freizeitsportler sind damit in einer ähnlichen Situation, in der sie ab 1. Mai waren, als verschiedene Sportstätten im Freien für den Breitensport wieder geöffnet wurden, darunter neben den oben erwähntem auch Leichtathletikanlagen sowie Pferdesport- und Schießanlagen. Davor hatte seit 16. März der Sport zur Eindämmung der Pandemie komplett geruht, Sportstätten waren geschlossen, der Vereinsbetrieb eingestellt.

„Nützen wir die Zeit, um in Bewegung zu bleiben. Das ist gut und gesund für Herz und Hirn“, sagte Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) am späten Samstagnachmittag auf der Regierungspressekonferenz, bei der der zweite Lockdown verkündet wurde. „Die Sportstätten im Freien sind für den Einzelsport weiter geöffnet“, versicherte er. Man kann also seine Golfrunde drehen, auf der Laufbahn Kilometer abspulen und ein Einzel-Match im Tennis spielen. Das Kickerl mit Freunden ist dagegen untersagt.

Kritik von Sport Austria

Sport-Austria-Präsident Hans Niessl kritisierte in einer Aussendung die Einschränkungen. „Wir haben nun die paradoxe Situation, dass eine Gesundheitskrise u. a. dadurch bekämpft wird, indem der österreichische Gesundheitsmotor schlechthin, der organisierte Vereinssport, abgebremst wird! Deshalb möchte ich nochmals festhalten, dass es bei der Sportausübung – dank guter Konzepte – zu keinen problembehafteten Clusterbildungen gekommen ist.“

Gefordert wird daher u. a. die Umsetzung eines sechs Punkte umfassenden Pakets. „Mit diesem 6-Punkte-Programm haben wir die Chance, unsere Vereine durch diese sich nun nochmals verschärfende Krise zu bringen und unsere vielfältige österreichische Sportkultur aufrechterhalten zu können. (…) Unsere 15.000 Sportvereine mit ihren 576.000 Ehrenamtlichen und 2,1 Millionen Mitgliedern sind ein systemrelevanter – auch volkswirtschaftlich bedeutsamer – Faktor! Nur einen Teil von ihnen zu verlieren, wäre in vielerlei Hinsicht fatal“, so Niessl.

Handball

Der HC Linz hat am Samstag in Bregenz den ersten Saisonsieg gefeiert. Die Oberösterreicher kamen in der neunten Runde der spusu-Handballliga zu einem 30:26 (15:14)-Erfolg. Vor der Pause hatten die Gäste einen Viertorevorsprung (15:11) noch aus der Hand gegeben, nach dem 27:23 in der 54. Minuten zeigten sie aber keine Schwäche mehr.

Handball Tirol musste hingegen den ersten Punkteverlust hinnehmen, SC Ferlach erkämpfte in Schwaz ein 27:27. Die Tiroler führen mit fünf Punkten Vorsprung auf die Fivers Margareten, die ein Match weniger ausgetragen haben. Die Wiener hatten am Freitag in Hard mit 28:32 verloren. Krems liegt als Dritter ebenso wie Hard sieben Punkte zurück.

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Radsport

Der Franzose David Gaudu hat am Samstag auf der elften Etappe der Vuelta a Espana seinen ersten Tagessieg bei einer Grand Tour gefeiert. Der 24-Jährige vom Team Groupama – FDJ überquerte nach 170 km von Villaviciosa mit Bergankunft in Alto de La Farrapona als Erster die Ziellinie. Gaudu setzte rund 200 Meter vor dem Ziel die entscheidende Attacke und verwies damit seinen spanischen Fluchtgefährten Marc Soler auf den zweiten Platz.

Der Gesamtführende Primoz Roglic verteidigte das Rote Trikot dahinter souverän. Der slowenische Titelverteidiger kam als Zehnter zeitgleich unmittelbar hinter seinem ersten Verfolger Richard Carapaz ins Ziel und liegt damit weiter aufgrund der höheren Anzahl an Etappensiegen vor dem Mann aus Ecuador an der Spitze des Klassements. Felix Großschartner, am Freitag hinter Roglich noch Etappenzweiter, kam diesmal als 15. mit 1:15 Min. Rückstand auf Tagessieger Gaudu ins Ziel und verlor in der Gesamtwertung einen Platz.

Der Profi vom deutschen Bora-Team ist 3:31 Minuten hinter Roglic Siebenter. Großschartner sprach von einem harten Tag, er habe sich aber „ganz gut“ gefühlt. „Ich konnte mit den Besten mithalten und blicke zuversichtlich auf die kommenden Bergetappen. Ich bin Siebenter in der Gesamtwertung und glaube, dass ich mit meinen bisherigen Leistungen zufrieden sein kann. Wir nehmen jeden Tag, wie er kommt, und wir werden weiterkämpfen“, sagte der 26-Jährige.

75. Vuelta a Espana, elfte Etappe

Villaviciosa - Alto de La Farrapona (170 km, BAK):
1. David Gaudu FRA 4:54:13
2. Marc Soler ESP + 0:04
3. Michael Storer AUS 0:52
4. Marc Donovan GBR -"-
5. Guillaume Martin FRA 0:55
6. Aleksandr Wlasow RUS 0:58
7. Daniel Martin IRL 1:03
8. Enric Mas ESP -"-
9. Richard Carapaz ECU -"-
10. Primoz Roglic SLO -"-
15. Felix Großschartner AUT 1:15

Gesamtwertung

Stand nach elf von 18 Etappen:
1. Primoz Roglic SLO 45:20:31
2. Richard Carapaz ECU -"-
3. Daniel Martin IRL 0:25
4. Hugh John Carthy GBR 0:58
5. Enric Mas ESP 1:54
6. Marc Soler ESP 2:44
7. Felix Großschartner AUT 3:31
8. Alejandro Valverde ESP 3:44
9. Wouter Poels NED 3:54
10. Mikel Nieve ESP 4:43

Golf

Sepp Straka nimmt nach seiner bisher besten Runde in der Bermuda Championship (4 Mio. Dollar, Par 71) der PGA-Tour den 24. Rang ein. Der in den USA lebende Wiener benötigte am Samstag 69 Schläge und hielt vor dem Schlusstag beim Gesamtscore von vier unter Par. Von den Top Ten trennten ihn drei Schläge. Doc Redman (USA) führte mit zehn Schlägen unter Par.

Matthias Schwab hat sich beim Turnier der Europatour in Paphos in Zypern (1 Mio. Euro) vor dem Schlusstag auf Platz zwölf gehalten.

Golf: Schwab kratzt in Zypern weiter an Top Ten

Matthias Schwab hat sich beim Turnier der Europatour in Paphos in Zypern im Vorderfeld gehalten.

Der Steirer spielte am Samstag eine 68er-Runde von drei unter Par, insgesamt hält er bei elf unter. Sein Rückstand auf den zweiten Platz beträgt nur zwei Schläge, Spitzenreiter Jamie Donaldson aus Wales liegt drei Schläge vor ihm.

Volleyball

Tabellenführer VCA Amstetten NÖ hat am Samstag im einzigen Spiel des Tages der DenizBank AG Volley League Men mit einem Kraftakt eine Niederlage abgewendet. Die Niederösterreicher setzten sich bei den VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt nach 0:2-Rückstand in Sätzen am Ende noch mit 3:2 (25:23, 25:23, 18:25, 18:25, 13:15) durch und festigten damit ihre Spitzenposition.

Amstetten-Sportdirektor Michael Henschke analysierte den Sieg „mit einem weinenden, aber auch lachenden Auge. Weinend, weil wir uns viel schwerer getan haben als gedacht. Lachend, da die Jungs sich zurückgekämpft und das Spiel noch gedreht haben.“ Nach dem fünften Sieg im siebenten Spiel liegt Amstetten in der Tabelle zwei Punkte vor UVC Weberzeile Ried. Die Innviertler haben allerdings ein Spiel weniger ausgetragen.

Innsbruckerinnen übernehmen Spitze

Bei den Damen gibt es mit TI abc-Fliesen Innsbruck ein neues Team an der Spitze. Die Tirolerinnen fügten PSV VBG Salzburg in der sechsten Runde der DenizBank AG Volley League Women mit 3:1 (25:23, 19:25, 25:23, 25:20) die erste Saisonniederlage zu und liegen nach ihrem fünften Sieg vorerst an der Spitze.

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Motorsport

Der Niederösterreicher Max Hofer hat am Samstag auf dem Lausitzring seinen zweiten Tourenwagen-Sieg im ADAC GT Masters gefeiert. Der 21-Jährige gewann zweieinhalb Jahre nach dem Premierenerfolg mit seinem deutschen Partner Christopher Haase in einem Audi R8. Der Steirer Klaus Bachler und der Deutsche Robert Renauer wurden im Regen in einem Porsche 911 GT3-R Dritte.

Tennis

Die Weltranglistenzweite Simona Halep ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 29-jährige Rumänin erklärte auf Twitter, dass sie milde Symptome habe und sich daheim in der Selbstisolation gut erhole. „Ich fühle mich gut. Wir werden das gemeinsam durchstehen.“

Simona Halep
AP/Michel Euler

Halep hatte wegen Sicherheitsbedenken auf eine Reise zu den US Open nach New York verzichtet, bei den French Open in Paris schied sie im Achtelfinale gegen die spätere Überraschungssiegerin Iga Swiatek aus Polen aus. Danach hatte Halep ihre Saison für beendet erklärt.

Basketball

Stephen Silas ist der neue Cheftrainer der Houston Rockets. Das teilte der Club der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA mit. Angaben über die Vertragslaufzeit machten die Rockets nicht, laut Medienberichten soll der Ex-Profi einen Vierjahresvertrag erhalten haben.

Der 47-Jährige wird Nachfolger von Mike D’Antoni, der seinen Vertrag nach vier Jahren nicht verlängerte. Bisher war Silas bei den Dallas Mavericks als Kotrainer von Rick Carlisle tätig.