Fußball

Juventus Turin hat nach Patzern von Torhüter Wojciech Szczesny die erste Saisonniederlage in der Serie A kassiert. Der Pole ließ beim 2:4 gegen Sassuolo am Samstagabend einen Fernschuss zum 0:1 passieren und legte Andrea Pinamont mit einer unglücklichen Abwehr auch das 2:3 aus Sicht der Turiner in der 82. Minute auf. Ein Eigentor von Federico Gatti in der Nachspielzeit beendete die Hoffnungen von Juve auf einen Punktegewinn.

Die Lombarden sind vorerst Vierter, auf Platz zwei kämpfte sich Milan vor. Die Mailänder gewannen dank eines frühen Treffers von Rafael Leao mit 1:0 gegen Hellas Verona. An der Spitze liegt Inter mit dem Maximum von zwölf Zählern. Am Sonntag wollen Marko Arnautovic und Co. den fünften Saisonsieg bei Empoli anschreiben.

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Der FC Barcelona hat dank eines starken Finishs den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel der spanischen Meisterschaft eingefahren. Bis zur 81. Minute lagen die Katalanen am Samstagabend im Heimspiel gegen Celta Vigo mit 0:2 in Rückstand, ehe Robert Lewandowski per Doppelschlag (81., 85.) und Joao Cancelo (89.) noch für eine Wende sorgten.

Jubel von Robert Lewandowski (Barcelona)
Reuters/Albert Gea

Barcelona setzte sich damit vorerst wieder an die Tabellenspitze. Real könnte diese am Sonntag im Madrid-Derby gegen Atletico zurückerobern. Zweiter ist überraschend Girona, der Club aus Katalonien hält nach einem 5:3 gegen Mallorca wie Barcelona bei 16 Punkten aus sechs Spielen.

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Champions-League-Sieger Manchester City hat in der Premier League auch das sechste Saisonspiel in Serie gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Josep Guardiola setzte sich am Samstag nach einer Hälfte in Unterzahl mit 2:0 (2:0) hochverdient gegen Nottingham Forest durch. Phil Foden (7.) und Erling Haaland (14.) trafen vor eigenem Publikum im Etihad-Stadion für die klar überlegenen Gastgeber, die in dieser Spielzeit bisher eine makellose Bilanz haben.

Erling Braut Haaland (ManCity)
Reuters/Ed Sykes

Gegen Nottingham schwächte sich ManCity dabei selbst, als Rodri kurz nach dem Wiederanpfiff die Fassung verlor. Nach einem Zweikampf packte der Spanier seinen Gegenspieler Morgan Gibbs-White am Hals und kassierte dafür die Rote Karte. Zwar agierten der Titelverteidiger daraufhin nicht mehr ganz so ruhig und überlegen, doch Nottingham konnte seine Überzahl nicht nutzen.

Luton Town schrieb unterdessen den ersten Punktegewinn in der Premier League an. Der am Tabellenende liegende Aufsteiger holte ein 1:1 gegen Wolverhampton, wobei die „Wolves“ über eine Halbzeit lang nur zu zehnt spielten. Pedro Neto (50.) brachte die Gäste dennoch voran, Carlton Morris (65.) traf für Luton aber noch per Handelfmeter. Sasa Kalajdzic kam bei Wolverhampton zu keinen Spielminuten.

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Mit dem neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann am Ruder soll das schlingernde deutsche Schiff namens Nationalmannschaft für die Heim-EM im kommenden Jahr wieder auf Kurs gebracht werden. Der mit 36 Jahren zweitjüngste Teamchef in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach Otto Nerz 1928 stellte sich jedenfalls mit einem großen Versprechen ein: „Wir werden im kommenden Jahr ein eingeschworener Haufen sein.“

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Triathlon

Der Franzose Dorian Coninx hat mit seinem Sieg beim Triathlonserienfinale im spanischen Pontevedra erstmals den WM-Titel davongetragen. Der 29-Jährige war als Gesamtfünfter in den letzten Wettkampf der Saison gegangen, überholte aber noch alle Konkurrenten wie den durch eine Strafe zurückgeworfenen Neuseeländer Hayden Wilde und den schwächelnden Briten Alex Yee. Der Tiroler Tjebbe Kaindl wurde 33., sein Landsmann Alois Knabl kam nicht ins Ziel. Coninx folgte als Weltmeister seinem Landsmann Leo Bergere nach.

Das Rennen der Frauen mit Julia Hauser, Lisa Perterer und Tanja Stroschneider wird am Sonntag ausgetragen. Im Para-Bewerb sicherte sich der Oberösterreicher Florian Brungraber WM-Bronze in der Kategorie PTWC.

Handball

Schwaz hat den Schlager der Handball Liga Austria gewonnen und nach vier Runden die Tabellenführung übernommen. Die Tiroler feierten am Samstag einen 33:27-(14:13)-Heimsieg über Vizemeister HC Linz und sind damit die einzig noch ungeschlagene Mannschaft. Denn neben Linz mussten sich auch die Fivers Margareten erstmals beugen, die Wiener verloren in Bregenz mit 26:33 (11:20).

Schwaz sorgte zwischen der 34. und 38. Minute für die Vorentscheidung, als das Team in der bis dahin knappen Partie mit fünf Toren in Folge auf 22:16 davonzog und diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand gab. In Bregenz lagen die Heimischen gegen die Fivers von Beginn weg in Führung und nach einer dominanten ersten Halbzeit zur Pause bereits mit neun Treffern voran.

Die BT Füchse aus Bruck/Trofaiach halten nach einem 34:33 (16:16)-Auswärtssieg in Krems weiter bei einer Niederlage. Der SC Ferlach feierte mit einem 27:26 (14:13) den ersten Saisonsieg.

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Kitesurfen

Kitesurferin Alina Kornelli hat bei der EM vor Portsmouth (GBR) die Medal Series, die am Sonntag stattfindet, erreicht und weiterhin die Chance auf ein Olympiaticket. In der Gesamtwertung fiel die 23-Jährige nach den Samstag-Rennen von Platz fünf auf sieben zurück.

„Vor allem in den ersten beiden Rennen waren die Bedingungen sehr herausfordernd. Der Wind war ‚up and down‘, und es gab krasse Dreher – man konnte kein Muster erkennen, dem man folgt. Mit den beiden weiteren Rennen bin ich aber sehr zufrieden“, resümierte Kornelli.

Der WM-Vierte und schon mit einem Paris-Ticket ausgestattete Valentin Bontus verpasste als Elfter die Medaillenentscheidung knapp. „Natürlich bin ich enttäuscht, die Medal Series hier war mein Ziel – und das habe ich knapp nicht erreicht. Entscheidend waren definitiv nicht meine Ergebnisse heute, sondern zu Beginn der Regatta“, sagte Bontus.

Judo

Der Olympiadritte Shamil Borchashvili hat beim Grand-Slam-Turnier in Baku erst im Finale verloren. In der Klasse bis 81 kg musste sich der Oberösterreicher am Samstag Zelim Tckaev aus Aserbaidschan nach einem Konter mit Waza-ari geschlagen geben. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden auf der World Tour. Der 28-Jährige setzte sich auf seinem Weg ins Finale gegen Eetu Ihanamaki (FIN), Aurelien Bonferri (SUI), Antonio Esposito (ITA) und Fernando Joao (POR) durch.

„Ich war klarer Favorit, hätte das Finale gewinnen müssen, habe aber taktische Fehler gemacht“, stellte der Oberösterreicher selbstkritisch fest. „Shamil hatte keinen guten Tag, hat sich aber über den Kampf bis ins Finale durchgeschlagen. Das gebührt Respekt, zeigt, dass Shamil ein Klassemann ist“, sagte ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch.

Borchashvili bei Grand Slam in Baku Zweiter

Piovesana verliert Kampf um Bronze

Lubjana Piovesana wurde nach drei Siegen in der Kategorie bis 63 kg letztlich Fünfte. Die Oberösterreicherin unterlag im Finalkampf um Bronze der Israelin Gili Shahir mit Waza-ari. „Ehrlich gesagt hätten beide ihre Finalkämpfe gewinnen können“, urteilte Snir-Bönisch. „Aber wir freuen uns über die Punkte für die Weltrangliste und die Olympiaqualifikation.“

Eishockey

Die TIWAG Innsbruck Haie haben am Samstag in der win2day ICE Hockey League einen 2:1-Sieg bei Olimpija Ljubljana gefeiert. Trevor Gooch (26.) brachte Ljubliana zunächst in Führung, die Braeden Shaw (40.) zehn Sekunden vor Ende des zweiten Drittels egalisierte. Den Tirolern gelang im Schlussdrittel ein Blitzstart mit dem 2:1 durch Lukas Bär (41.) nach nur 29 Sekunden.

Die Haie verbesserten sich mit ihrem zweiten Saisonsieg vorerst auf den vierten Tabellenplatz, Ljubljana liegt auf Rang sechs.

Win2day ICE Hockey League, Woche zwei

Samstag:

Ljubljana – Innsbruck 1:2

(0:0 1:1 0:1)

Tore: Gooch (26.) bzw. Shaw (40.), Bär (41.)

Strafminuten: 4 bzw. 8

Tabelle Grunddurchgang

1. EC iDM VSV 3 3 0* 0** 0 13:5 9
2. Red Bull Salzburg 3 2 1* 0** 0 12:5 8
3. Pustertal Wölfe 3 2 1* 0** 0 14:8 8
4. TIWAG Innsbruck Haie 4 2 0* 1** 1 14:13 7
5. Pioneers Vorarlberg 3 2 0* 0** 1 7:4 6
6. Olimpija Ljubljana 4 1 1* 1** 1 11:9 6
7. Hydro Fehervar 3 2 0* 0** 1 7:5 6
8. KAC 2 1 0* 0** 1 5:6 3
9. spusu Vienna Capitals 2 1 0* 0** 1 5:7 3
10. Moser Medical Graz 99ers 3 0 0* 2** 1 7:10 2
11. Steinbach Black Wings Linz 3 0 1* 0** 2 6:10 2
12. Migross Asiago 3 0 0* 0** 3 2:10 0
13. Bozen Südtirol Alperia 4 0 0* 0** 4 5:16 0

* Sieg nach Verlängerung/Penaltyschießen (zwei Punkte)
** Niederlage nach Verlängerung/Penaltyschießen (ein Punkt)

Modus: Plätze 1 - 6 im Viertelfinale (Best of seven), Plätze 7 - 10 im Pre-Play-off (Best of three)

Mehr dazu in ICE Hockey League

Die Arizona Coyotes haben sich als erster Sieger eines Gastspieles der National Hockey League (NHL) in Australien in die Statistik eingetragen. Die Coyotes setzten sich am Samstag in einem Vorbereitungsspiel gegen die Los Angeles Kings in Melbourne mit 5:3 durch. Am Sonntag steht ein weiteres Testduell der beiden Teams auf dem Programm.

Das Spiel in der Rod Laver Arena, normalerweise Schauplatz der Australian Open im Tennis, war jedoch im Vorfeld von Problemen mit der Eisauflage überschattet. So tauchten Fotos von Pfützen und schiefen Linien in sozialen Netzwerken auf.

Radsport

Der Oberösterreicher Felix Großschartner hat seine Zeitfahrqualitäten bei der Luxemburg-Radrundfahrt mit Platz vier ausgespielt. Der Ex-Staatsmeister aus dem UAE-Team lag am Samstag auf der vorletzten Etappe mit 24 Kilometern 22 Sekunden hinter Etappensieger Victor Campenaerts (BEL/Lotto).

Im Gesamtklassement verbesserte sich Großschartner nach vier Teilstücken auf die sechste Stelle. Der Rückstand auf seinen führenden Teamkollegen Marc Hirschi (SUI) beträgt 37 Sekunden.

Felix Gall wurde im Kampf gegen die Uhr lediglich 50., in der Gesamtwertung rangiert der Tour-de-France-Etappensieger vor dem Finale am Sonntag auf Platz 25.

Die chancenreiche Tirolerin Christina Schweinberger ist im Straßenrennen der Rad-EM in Drenthe (NED) nach einem Sturz leer ausgegangen. Die an der Spitze mitmischende Bronzemedaillengewinnerin des Zeitfahrens wurde rund zehn Kilometer vor dem Ziel aller Chancen beraubt und letztlich 50.

Der Sieg auf dem weitgehend flachen 130-km-Kurs mit einem mehrmals zu befahrenden Hügel einer ehemaligen Mülldeponie ging an Lokalmatadorin Mischa Bredewold.

Schweinberger war froh, glimpflich davongekommen zu sein, haderte aber mit dem unglücklichen Ausgang. „Ich habe mich wohlgefühlt, und die Gruppe war schon richtig klein, und ich war lange noch nicht am Limit. Das tut momentan auch am meisten weh, denn ich hätte gerne gewusst, wie ich im Finale abgeschnitten hätte“, sagte die WM-Dritte im Zeitfahren.

Auch Sturz von Schrempf

Wie Schweinberger kam auch Carina Schrempf zu Sturz. Die Steirerin blieb 55 km vor dem Ende an einem Absperrgitter hängen, ging spektakulär zu Boden und musste aufgeben. Schrempf erlitt eine Schulterluxation und verletzte sich am Bein, weshalb sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.

„Ich wollte eigentlich gleich zurück auf das Rad springen, aber dann habe ich Schmerzen im Bein gespürt, und meine Schulter war rausgesprungen. Es war ein blöder Sturz auf den engen Straßen, ich hatte einfach keine Zeit mehr zu reagieren und knallte dann gegen die Absperrungsgitter“, erläuterte Schrempf.

Das Straßenrennen der Männer – wie jenes der weiblichen Elite erst seit 2016 im EM-Programm – findet am Sonntag statt.

Klettern

Die Niederösterreicherin Jessica Pilz hat am Samstag beim Saisonfinale in China mit dem Finaleinzug die Chance auf den Gewinn der Weltcup-Gesamtwertung im Vorstieg gewahrt. Die 26-Jährige zog in Wujiang als Vierte in die Entscheidung der besten acht ein, die am Sonntag (13.00 Uhr) in Szene geht.

„Jessy ist heute im Halbfinale richtig stark geklettert und erst einen Zug vor dem Top geflogen. Sie hat unglaublich selbstsicher und motiviert gewirkt“, sagte der Coach des Kletterverbands Österreich (KVÖ), Fabian Leu. „Im Finale am Sonntag wird sie sicherlich noch einmal voll angreifen, da es nicht nur um den nächsten Weltcup-Spitzenplatz geht, sondern der Kampf um die Lead-Gesamtwertung ebenfalls bis zum Schluss spannend bleibt.“

Mattea Pötzi schied als 14. ebenso aus wie Stefan Scherz an der 18. Stelle. Weltmeister Jakob Schubert war nicht am Start.

Tennis

Dennis Novak kann beim Challenger in Bad Waltersdorf sein Halbfinale gegen den Tschechen Vit Kopriva erst am Sonntag bestreiten. Intensiver Regen seit den Morgenstunden hatte einen Spielbetrieb unmöglich gemacht. Am Samstag-Nachmittag wurden die Einzel-Halbfinale auf Sonntag (ab 10.25 Uhr, live in ORF Sport +) verschoben.

Dominic Thiem wird kommende Woche erstmals seit seiner Zweitrundenaufgabe bei den US Open am 30. August wieder auf der ATP-Tour spielen. Der 30-jährige Niederösterreicher, aktuell Nummer 80 in der Weltrangliste, hat seine Typ-C-Gastritis so weit überwunden, dass er beim ATP-250-Turnier in Astana (KAZ) aufschlagen kann.

„Dominic kann in Astana spielen“, wurde sein Bruder und Manager Moritz Thiem in der APA zitiert. Die medikamentöse Behandlung ist aber noch nicht überstanden. „Medikamente nimmt er noch, aber es geht ihm gut, und er hat auch gut trainiert.“

Ofner angeschlagen

Sein zweiter Schützling, Österreichs Nummer eins Sebastian Ofner, hatte am Vortag im Viertelfinale des Challenger in Saint-Tropez verletzt aufgeben müssen. „Ofner ist etwas angeschlagen an der Ferse und am Rücken. Beides geht Hand in Hand“, meinte der Manager dazu.

Das Team Welt von Kapitän John McEnroe ist am Freitag zum Auftakt der sechsten Auflage des Laver Cup in Vancouver seiner Favoritenrolle vorerst gerecht geworden. Die Gastgeber führen nach den ersten drei Singles und einem Doppel mit 4:0, Team Europa gelang dabei nur im Doppel ein Satzgewinn.

Ben Shelton
IMAGO/Xinhua/Andrew Soong

US-Open-Halbfinalist Ben Shelton (USA) eröffnete mit 7:6 (7/4) 6:1 gegen Arthur Fils (FRA). Danach setzte sich auch der Argentinier Francisco Cerundolo gegen Alejandro Davidovich Fokina aus Spanien mit 6:3 7:5 durch.

Team Welt startet furios in Laver Cup

Im dritten Einzel des ersten von drei Tagen in der Rogers Arena ließ auch der kanadische Lokalmatador Felix Auger-Aliassime dem Franzosen Gael Monfils beim 6:4 6:3 keine Chance. Schließlich setzte sich das US-Doppel Frances Tiafoe/Tommy Paul gegen den Russen Andrej Rublew und Fils mit 6:3 4:6 10:6 durch.

Europa ohne Topstars

Team Europa spielt nicht nur ohne den zurückgetretenen Schweizer Mitbegründer des Bewerbs Rogers Federer, sondern auch ohne den verletzten Rafael Nadal und Novak Djokovic. Zudem fehlen auch Carlos Alcaraz, Daniil Medwedew, Holger Rune, Stefanos Tsitsipas und Jannik Sinner. Rublew ist der einzige Top-Ten-Spieler am Start.

Dennoch bedeutet im Laver Cup ein 0:4-Rückstand noch keine Entscheidung, denn es gewinnt jenes Team, das zuerst 13 Punkte hat. Am ersten Tag gibt es pro Sieg einen Punkt, am Samstag zwei und am Sonntag drei. Im Vorjahr hatte das Welt-Team mit drei Siegen u. a. über Djokovic und Tsitispas den ersten Sieg geschafft.

Mit der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka aus Belarus, der vierfachen polnischen Major-Siegerin Iga Swiatek, US-Open-Champion Coco Gauff aus den Vereinigten Staaten und der Kasachin Jelena Rybakina steht die Hälfte des Feldes für die WTA-Finals fest. Beim „Masters“ vom 29. Oktober bis 5. November im mexikanischen Cancun sind die besten acht Tennis-Frauen des Jahres am Start. Sabalenka hat nach den US Open erstmals den Platz als Nummer eins im Ranking übernommen.

Die Spielerin aus Belarus ist zum dritten Mal im Folge bei den Finals dabei und stand im Vorjahr in Fort Worth (USA) im Endspiel. Auch French-Open-Siegerin Swiatek spielt ihr drittes „Masters“ und kam bisher nie über das Halbfinale hinaus. Gauff, die im Vorjahr bei ihrem Debüt in der Gruppenphase ausschied, hat ihren Platz sogar im Einzel und Doppel sicher. Die 19-jährige US-Amerikanerin spielt mit Landsfrau Jessica Pegula, die im Einzel ebenfalls gute Chancen auf eine Teilnahme hat. Rybakina ist hingegen die erste Kasachin, die sich für die WTA-Finals qualifizieren konnte.

Chronik

Der „Tag des Sports“ hat am Samstag in Wien wieder ein sehr großes Publikum angezogen. Zur 22. Auflage kamen laut Veranstalterangaben trotz bescheidenen Wetters 250.000 Besucherinnen und Besucher auf das Gelände um das Ernst-Happel-Stadion.

Viele nutzten die Gelegenheit für Autogramme und Selfies von und mit den zahlreich anwesenden Stars wie Anna Gasser, Eva Pinkelnig, Nicole Billa, Stefan Kraft und Felix Auböck. Auch die Mitmachstationen der Sportverbände waren bestens besucht.

„Wahnsinn, es ist richtig cool hier, eine tolle Stimmung und so viele Leute, die sichtlich eine Gaudi haben“, betonte Snowboardolympiasiegerin Gasser. Auch Skisprung-Ass Kraft zeigte sich begeistert: „Diese Veranstaltung ist einmalig für uns.“

Golf

Der Steirer Lukas Nemecz geht mit der Aussicht auf ein Spitzenergebnis in den Schlusstag der Golf-Open-de-France. Der 34-Jährige verbesserte sich am Samstag in der Nähe von Paris dank einer 67er-Runde von vier unter Par von der 20. auf die zehnte Position. Mit insgesamt sieben unter Par fehlen ihm zwei Schläge auf den fünftplatzierten Japaner Ryo Hisatsune, die Spitzenreiter Jordan Smith und Ewen Ferguson liegen sechs Schläge vor Nemecz.

Kanu

Österreichs beide am Samstag im Einsatz befindliche Kanuten haben bei der WM in Lee Valley im Kajak-Einer jeweils das Finale deutlich verpasst. Corinna Kuhnle landete im Halbfinale auf Platz 21 (+9,32 Sek.), Mario Leitner an 32. Stelle (+9,51).

Beide verfehlten damit die für den Aufstieg nötigen Top Ten klar. Die gute Nachricht für den Österreichischen Kanuverband (OKV) ist aber, dass Österreich nun zwei Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2024 in Paris hat.

Kuhnle hatte in ihrem Lauf eine Torberührung, doch Rang 21 bedeutete dann trotzdem den Quotenplatz für die Sommerspiele. Auch Leitner touchierte beim dritten Tor. Das Ergebnis des Semifinales sorgte dafür, dass das Resultat von Felix Oschmautz bei den European Games 2023 (vierter Platz, Anm.) Österreich den zweiten Olympiaquotenplatz bescherte.

Wolffhardt hofft auf dritten Quotenplatz

Für den dritten Quotenplatz im Canadier-Einer der Damen kann sich Viktoria Wolffhardt (32. Platz) ebenfalls noch Hoffnungen auf einen Nachrückerplatz machen. Beim Weltcup-Rennen in Prag werden 2024 ebenso noch drei weitere Quotenplätze im Kajak Cross ausgefahren.

Wer in Paris Österreich vertritt, wird erst im kommenden Jahr in einer internen Ausscheidung entschieden. Am WM-Schlusstag ist Österreich im Kajak Cross dabei. Mit von der Partie sind alle fünf OKV-Athleten, Kuhnle und Wolffhardt sowie die Männer Oschmautz, Leitner und Moritz Kremslehner.

Formel 1

Der Australier Daniel Ricciardo und Yuki Tsunoda aus Japan sind auch in der kommenden Saison die Stammpiloten bei AlphaTauri. Das teilte das Schwesterteam von Red Bull am Samstag am Rande des Grand Prix von Japan in Suzuka mit. Der 21-jährige Neuseeländer Liam Lawson, der Ricciardo nach dessen Handbruch vorübergehend ersetzt, wird dann wieder die Rolle als Ersatzfahrer bei beiden Rennställen übernehmen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, die Yuki in den vergangenen zweieinhalb Jahren in unserem Team gezeigt hat, und mit Daniels großer Erfahrung als Rennsieger werden wir 2024 eine der konkurrenzfähigsten Fahrerpaarungen in der Startaufstellung haben“, sagte der scheidende Teamchef Franz Tost. Bei Lawson sei er davon überzeugt, dass dieser „bald eine Zukunft in der Formel 1“ haben werde.

„Großartige globale Botschafter“

„Sowohl Daniel als auch Yuki haben nicht nur fantastisches Rennhandwerk gezeigt, sondern sie sind auch großartige globale Botschafter für unser Team und unseren Sport“, befand AlphaTauri-Geschäftsführer Peter Bayer. „Liam hat sich in nur drei Rennen ins Rampenlicht der Formel 1 gefahren, und ich bin sehr froh, dass wir ihn weiter auf seine Zukunft vorbereiten können.“

Der 23-jährige Tsunoda fährt seit 2021 für AlphaTauri. Der 34-jährige Ricciardo war nach zwei Jahren bei McLaren erst in dieser Saison als Ersatzmann zu Red Bull zurückgekehrt. Er löste vor der Sommerpause bei AlphaTauri den enttäuschenden Nyck de Vries als Stammfahrer ab. Da sich der achtmalige Grand-Prix-Gewinner aber in Zandvoort die Hand brach, ersetzt ihn Lawson seitdem. Wann Ricciardo zurückkehrt, ist noch unklar.

Ringen

Als letzter Österreicher ist am Samstag WM-Debütant Lukas Staudacher bei den Ringerweltmeisterschaften in Belgrad am Start gewesen. Für ihn gab es allerdings in der Klasse bis 87 kg im griechisch-römischen Stil gleich zum Auftakt eine 2:4-Niederlage gegen den Venezolaner Luis Avendano Rojas, womit er ausschied.

Der Österreichische Ringsportverband (ÖRSV) bilanziert damit mit zwei Top-Ten-Plätzen durch Michael Wagner (griech.-röm./bis 82 kg/7.) und Benjamin Greil (Freistil/bis 86 kg/8.). Die erhofften Olympiaquotenplätze blieben aber aus.

„Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir den einen oder anderen Kampf mehr gewinnen können. Unser ganzer Fokus liegt nun auf den Olympiaqualifikationsturnieren im Frühjahr 2024“, sagte ÖRSV-Sportdirektor Benedikt Ernst.