Fußball

Der italienische Erstligist Udinese hat Fabio Cannavaro als neuen Trainer verpflichtet. Das gab der Verein am Montag bekannt. Der 50-Jährige tritt die Nachfolge von Gabriele Coffi an, der den Club nach drei Niederlagen aus den vergangenen vier Spielen verlassen musste. Der Kapitän der Weltmeistermannschaft von 2006 bekam vorerst einen Vertrag bis Ende Juni.

Fabio Cannavaro
APA/AFP

Für Cannavaro ist es die erste Station in der Serie A, zuvor coachte er Vereine in China und Saudi-Arabien, die chinesische Nationalmannschaft und zuletzt den Serie-B-Club Benevento. Udinese liegt zurzeit auf Tabellenplatz 17, punktegleich mit dem 18. Frosinone. Damit trennt das Team aus dem Friaul nur die bessere Tordifferenz von einem Abstiegsplatz.

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Auszeichnung

Spaniens Fußballerinnen haben bei den Laureus World Sports Awards am Montag in Madrid abgeräumt. Die Weltmeisterinnen wurden als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet, Aitana Bonmati vom FC Barcelona wurde als Sportlerin des Jahres geehrt. Bei den Männern erhielt Tennis-Ass Novak Djokovic den Award.

„Unsere Nationalmannschaft ist eine Gruppe wie keine andere – unsere Stärke kommt von jeder Herausforderung, der wir uns gestellt haben, sowohl auf als auch außerhalb des Spielfelds“, erklärte Bonmati.

Laureus-Awards an Djokovic und Bonmati

„Ich glaube, wir haben sie alle gemeistert“, sagte die 26-Jährige. Die Spanierinnen waren in Australien und Neuseeland Weltmeisterinnen geworden – der Titelgewinn war durch den Kussskandal um den damaligen spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales überschattet worden.

Aitana Bonmatí
AP/A. Pérez Meca

Bonmati ist die erste Fußballerin, die mit dem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet wurde. Die Spanierinnen sind außerdem die erste Frauen-Mannschaft, die die Trophäe erhalten hat. „Als erstes Frauen-Team, das den Laureus-Preis gewonnen hat, sind wir stolz auf unseren Status als Pionierinnen, und als Gruppe setzen wir uns genauso für Gleichberechtigung und Repräsentation ein wie für das, was wir auf dem Fußballplatz tun“, sagte Bonmati, die vom ehemaligen Sprintstar Usain Bolt geehrt wurde.

Djokovic gewinnt zum fünften Mal

Bei der 25. Ausgabe der globalen Sportauszeichnung gewann Djokovic bereits zum fünften Mal die Trophäe als Sportler des Jahres. „Die Laureus-Awards sind etwas ganz Besonderes, weil sie eine Anerkennung der 69 Weltklasseathleten darstellen, die die Laureus World Sports Academy bilden. Die Stimmen meiner Sporthelden zu erhalten macht diese Auszeichnungen im gesamten Sport so begehrt“, sagte der Serbe.

Novak Djokovic
AP/Manu Fernandez

Weitere Laureus-Preise erhielten auch noch Fußballspieler Jude Bellingham von Real Madrid, Turnstar Simone Biles aus den USA, Skateboarderin Arisa Trew aus Australien und die niederländische Rollstuhltennisspielerin Diede de Groot. Die Auszeichnungen wurden von einer Jury aus 69 Sportlerinnen und Sportlern der Laureus Academy vergeben, darunter mit Franz Klammer auch ein Österreicher.

Billard

Zwei Tage nach dem Aus von Titelverteidiger Luca Brecel hat sich in Mark Selby der nächste Favorit bei der Snooker-WM in Sheffield aus dem Turnier verabschiedet. Der 40-jährige Engländer verlor am Montag überraschend seine Erstrundenpartie gegen Landsmann Joe O’Connor mit 6:10. Selby hat das Turnier im Crucible Theatre 2014, 2016, 2017 und 2021 gewonnen.

Am Samstag war der belgische Weltmeister Brecel mit 9:10 gegen den Engländer David Gilbert ausgeschieden. Sowohl Brecel als auch Selby kommen damit nicht mehr für den vakanten Nummer-eins-Status in der Weltrangliste infrage.

Die besten Chancen dafür haben der Nordire Mark Allen sowie der Engländer Judd Trump, der sein Erstrundenmatch bereits gewonnen hat. Der aktuelle Weltranglistenerste und siebenfache Weltmeister Ronnie O’Sullivan greift erst am Mittwoch ins Turnier ein.

Basketball

Jordi Fernandez ist als erster Spanier Chefcoach in der National Basketball Association. Die Brooklyn Nets meldeten am Montag die Verpflichtung des vormaligen Assistenztrainers der Sacramento Kings. Der 41-Jährige ersetzt Interimstrainer Kevin Ollie.

Die Nets haben heuer erstmals seit 2018 das Play-off verpasst, in den vergangenen beiden Saisonen war für das Team aus New York jeweils in der ersten Play-off-Runde Endstation. Fernandez ist auch Trainer von Kanadas Nationalteam.

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Leichtathletik

Speerwerferin Victoria Hudson wird voraussichtlich nicht am Diamond-League-Meeting am Samstag in Suzhou teilnehmen. Die Rekordlerin des Österreichischen Leichtathletikverbands (ÖLV) laboriert an einer leichten Nebenhöhlenentzündung. Ob der lange Flug nach China negative Auswirkungen haben könnte, wird letztlich der HNO-Arzt entscheiden. Bei Nichtantreten startet die WM-Fünfte und Weltranglistenvierte mit den österreichischen Meetings ab 12. Mai in Graz, St. Pölten und Eisenstadt in die Saison.

Hudson startet Countdown für Paris

Eine Saison, die mit den Europameisterschaften im Juni in Rom und den Olympischen Spielen im Hochsommer in Paris zwei Höhepunkte bringen wird. Und aus diesem Grund soll auch nicht das Antreten bei den rasch kommenden Kontinentalmeisterschaften gefährdet werden. „Für die Athletin ist es hart, wenn sie jetzt nicht werfen kann. Wäre es ein Großereignis, würden wir fliegen, aber wir wollen nichts riskieren“, sagte Trainer und ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler am Montag bei einem Pressetermin in der Südstadt.

Doping

In der Affäre um eine Reihe von Positivtests bei chinesischen Topschwimmern hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ihren Verzicht auf Sanktionen verteidigt. „Die Agentur steht weiter fest zu den Ergebnissen ihrer wissenschaftlichen Untersuchung und den rechtlichen Entscheidungen in diesem Fall“, teilte die WADA in der Nacht auf Montag mit.

Die Vorwürfe seien geprüft worden, es lägen nicht genügend Beweise vor, um neuerliche Ermittlungen einleiten zu können, ergänzte die Behörde. Zuvor hatten Medienberichte Zweifel an der Rolle der WADA und der chinesischen Anti-Doping-Agentur im Kampf gegen den Sportbetrug geweckt.

Nach Berichten von internationalen Medien waren 23 Topschwimmerinnen und -schwimmer bei einem nationalen Wettkampf in China Anfang 2021 positiv auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin getestet worden. Bei Olympia in Tokio gewann das 30-köpfige chinesische Team im Juli/August 2021 sechs Medaillen, darunter dreimal Gold.

Die WADA versicherte nach Prüfung der ARD-Dokumentation erneut, es habe keinen Grund gegeben, die Ergebnisse der chinesischen Behörden anzugreifen. Pandemiebedingt nahm die WADA jedoch keine Prüfung der Daten in China selbst vor. Die chinesischen Ermittler hatten festgestellt, dass die positiven Dopingtests auf Verunreinigungen in einer Hotelküche zurückzuführen seien. Daher blieben die Schwimmerinnen und Schwimmer unbestraft.

WADA-Präsident Witold Banka betonte am Montag bei einer Pressekonferenz noch einmal: „Es sind keine glaubwürdigen Beweise für ein Fehlverhalten vorgelegt worden.“ Der Pole meinte weiter: „Wir würden genau dasselbe tun, wenn wir es jetzt noch einmal machen müssten.“

Schach

Der 17-jährige Inder Dommaraju Gukesh hat das FIDE Kandidatenturnier in Toronto gewonnen und sich damit einen Platz im Finale der Schach-WM erspielt. Das „Wunderkind“ Gukesh setzte sich gegen Routiniers wie Jan Nepomnjaschtschi, Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura durch und spielt noch in diesem Jahr als jüngster Spieler der Geschichte gegen den Chinesen Ding Liren um den Weltmeistertitel.

Wann und wo Gukesh gegen Ding Liren um den WM-Titel spielt, steht noch nicht fest. Es ist das erste WM-Duell ohne europäische Beteiligung und das erste zwischen zwei Asiaten. Gukesh ist der jüngste Spieler, der um die Weltmeisterschaft spielen darf. Garry Kasparow war vor 40 Jahren, als er das Kandidatenturnier gewann (und anschließend auch den WM-Titel holte), mit 20 Jahren und elf Monaten drei Jahre älter als Gukesh derzeit. Der Ukrainer Ruslan Ponomarjow gewann zwar 2002 als 18-Jähriger eine WM, damals wurde der Titel aber geteilt und die stärksten Akteure – Wladimir Kramnik und Kasparow – nahmen nicht teil.

WM 2013 als Initialzündung

Gukesh fand über eine WM zum Schach: 2013, als der norwegische Dominator Magnus Carlsen (der heuer erneut aus freien Stücken auf die Teilnahme am Kandidatenturnier verzichtet hat) erstmals den Titel holte, wurde in Chennai gespielt, in Gukeshs Heimatstadt. „Ich besuchte den Saal für eine der Partien. Es war etwas Riesiges. Ich hatte gerade erst angefangen, Schach zu spielen. Danach ließ mich das Spiel nicht wieder los.“

Eishockey

In der nordamerikanischen Eishockeyprofiliga NHL hat es in der ersten Play-off-Runde ein 13-Tore-Spektakel gegeben. Die Winnipeg Jets schlugen Colorado Avalanche vor heimischer Kulisse in Spiel eins der Serie mit 7:6. Für den Einzug in die nächste Runde sind vier Siege notwendig.

Spielszene der NHL-Partie Winnipeg Jets – Colorado Avalanche
AP/The Canadian Press/Fred Greenslade

Die beste Defensive der Hauptrunde um den derzeit vielleicht besten Keeper der Liga, Winnipegs Connor Hellebuyck, kassierte bereits im ersten Drittel drei Gegentore – erzielte aber selbst ebenfalls drei Treffer.

Auch in der Folge bot sich den Zuschauerinnen und Zuschauern ein echter Schlagabtausch, in dem sich die Jets im dritten Drittel zwischenzeitlich auf 6:3 und 7:4 absetzen konnten. Adam Lowry und Kyle Connor trafen jeweils doppelt.

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