Livestream

Der ORF bietet bei den Spielen die Chance, die Partie aus verschiedenen Blickwinkeln zu verfolgen. Auf vier Streams in der tvthek gibt es die Partien aus taktischer Sicht, mit dem jeweiligen Fokus auf die beiden Mannschaften sowie „pur“ mit Stadionatmosphäre.

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Fußball-WM

Roberto Martinez hat umgehend nach dem Aus in der Gruppenphase seinen Rücktritt als belgischer Teamchef erklärt. „Das war heute mein letztes Spiel als Nationaltrainer. Das ist natürlich sehr emotional“, sagte der Spanier nach dem 0:0 am Freitag in Katar gegen Kroatien. Belgien verpasste damit erstmals seit 1998 bei einer WM-Endrunde die K.-o.-Runde.

Roberto Martinez
APA/AFP/Jack Guez

Der 49-jährige Martinez erklärte weiter, bereits vor der WM die Entscheidung getroffen zu haben, nach dem Turnier aufzuhören. „Sie können sich vorstellen, dass ich nach dem dritten Platz 2018 viele Angebote hatte, aber ich wollte loyal sein und meinen Vertrag erfüllen. Jetzt ist unsere Reise vorbei. Meine Entscheidung hat aber nichts mit dem Ausscheiden in der Vorrunde zu tun“, sagte Martinez.

Martinez war seit 2016 belgischer Coach. Bei der WM 2018 und der EM im vergangenen Jahr scheiterte er mit Belgien jeweils gegen die späteren Titelträger Frankreich und Italien.

Frankreichs 0:1-Niederlage im letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Tunesien könnte noch ein Nachspiel haben. Wie der französische Fußballverband (FFF) am Donnerstag mitteilte, habe man gegen die Wertung der Partie Berufung eingelegt, da die Aberkennung von Antoine Griezmanns Ausgleich „falsch“ war.

Der Atletico-Madrid-Stürmer hatte in der achten Minute der Nachspielzeit das vermeintliche 1:1 erzielt. Schiedsrichter Matt Conger pfiff in der Folge das Spiel ab, ehe sich danach der Videoschiedsrichter einschaltete und der Treffer wegen einer Abseitsstellung von Griezmann zurückgenommen wurde.

Die Argumentation des FFF beruft sich darauf, dass eine Entscheidung nach erfolgtem Schlusspfiff nicht mehr hätte revidiert werden dürfen. „Wir schreiben eine Beschwerde, weil Antoine Griezmanns Tor unserer Meinung nach falsch aberkannt wurde“, teilte der FFF mit. Eine etwaige Revision hätte jedoch nur statistischen Charakter. Tunesien wäre so oder so ausgeschieden und Frankreich in jedem Fall Sieger der Gruppe D.

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Teamchef Gerardo Martino hat nach dem ersten Vorrunden-Aus Mexikos bei einer WM seit 1978 seinen Abschied angekündigt. „Mein Vertrag ist mit dem Schlusspfiff abgelaufen. Mehr muss nicht unternommen werden“, sagte der 60-Jährige am Mittwochabend nach dem 2:1-Sieg in Lusail gegen Saudi-Arabien. „Ich bin der Hauptverantwortliche für diesen Frust und diese Enttäuschung. Das macht mich sehr traurig“, sagte Martino.

Gerardo Martino
Reuters/Matthew Childs

Mexiko war bei der WM in Katar nach zuletzt sieben Achtelfinal-Teilnahmen in Serie in der Vorrunde gescheitert. „Ich übernehme alle Verantwortung für dieses Scheitern. So etwas ist lange nicht passiert“, sagte Martino. Mexikanische Medien berichteten, der Verband habe den Vertrag mit seinem Trainer eigentlich bis zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko verlängern wollen, Martino habe jedoch abgelehnt.

Der Argentinier Martino hatte die Nationalmannschaft 2019 übernommen. Sein größter Erfolg war der Gewinn des Gold Cups 2019. Der 60-Jährige stand in Mexiko bereits seit einigen Monaten in der Kritik.

Der englische Verteidiger Ben White ist aus persönlichen Gründen von der Fußball-WM in Katar abgereist. Das teilte der englische Verband (FA) am Mittwoch mit. Eine Rückkehr des 25-jährigen Arsenal-Profis wird nicht erwartet.

Ben White
Reuters/Hannah Mckay

White war von Teamchef Gareth Southgate etwas überraschend für die WM nominiert worden und spielte keine einzige Minute. Am Montag hatte er das Training verpasst und war laut FA krank.

Ski alpin

Nach seinem schlimmen Sturz im Super-G von Lake Louise hat sich das zunächst diagnostizierte Schädel-Hirn-Trauma bei Mauro Caviezel bestätigt. „Der Rest des Körpers blieb nebst Schrammen, Prellungen und Zerrungen zum Glück weitgehend unverletzt“, teilte der Schweizer Skiverband am Donnerstag mit.

Caviezel, der erst am vergangenen Wochenende nach fast zwei Jahren Rennpause in den Weltcup zurückgekehrt war, meldete sich bereits am Mittwoch in den sozialen Netzwerken mit einem Foto, das ihn mit geschwollenem Gesicht zeigt. „Das ist nicht das Comebackgesicht, das ich mir erhofft hatte“, schrieb der 34-Jährige, bedankte sich für die Genesungswünsche und versprach: „Ich werde wieder hübsch sein.“

Fußball

Cristiano Ronaldo dürfte sich einem Medienbericht zufolge doch noch nicht mit dem saudischen Club al-Nassr auf einen Transfer verständigt haben. Der 37-Jährige wolle weiter in der Champions League spielen und habe deshalb dem Vertragsangebot nicht zugestimmt, berichtete die englische Zeitung „The Sun“.

Christiano Ronaldo
IMAGO/Joaquim Ferreira

Zuvor hatte die spanische „Marca“ gemeldet, der Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft stehe kurz vor der Unterschrift. Al-Nassr habe Ronaldo einen Vertrag über zweieinhalb Jahre mit einem Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro pro Saison inklusive Werbeeinnahmen angeboten.

Bei Sturm Graz ist Vesel Demaku nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen, nun wird der 22-jährige defensive Mittelfeldspieler bis Saisonende an Bundesliga-Konkurrent Austria Klagenfurt verliehen. Das gaben am Donnerstag beide Clubs bekannt. Demaku war im Sommer ablösefrei von der Wiener Austria nach Graz gewechselt. Sein Vertrag läuft bis 2026.

Golf

Lukas Nemecz hat den ersten Tag seiner neuen Saison auf der DP World Tour verpatzt. Der Steirer spielte bei dem mit 1,5 Mio. Dollar dotierten South African Open Championship in Johannesburg am Donnerstag eine 73er-Runde und lag mit eins über Par nur auf Platz 102.

Nemecz fabrizierte auf den Bahnen vier und fünf ein Bogey, jeweils nach einem Birdie auf den Löchern zehn und 15 musste er neuerlich einen Schlagverlust hinnehmen.

Basketball

Ohne den verletzten Center Jakob Pöltl haben die San Antonio Spurs am Mittwoch (Ortszeit) in der National Basketball Association (NBA) bei Oklahoma City Thunder die nächste Niederlage erlitten. Mit 111:119 verloren die Texaner zum neunten Mal hintereinander. Sie gaben dabei einen 80:60-Vorsprung aus der Hand, den sie zu Beginn des dritten Viertels herausgeholt hatten.

Nach 77 Punkten vor der Pause gelangen den Spurs nach dem Seitenwechsel nur noch 34. Sechseinhalb Minuten vor Schluss war die Führung dahin. Pöltl fehlte beim Vorletzten der Western Conference nach seinem vorzeitigen Out gegen die Los Angeles Lakers am Sonntag wegen Knieproblemen. Auch Rookie Jeremy Sochan war noch nicht wieder fit. Devin Vassell erzielte 25 Punkte für die Texaner, die am Freitag die New Orleans Pelicans empfangen.

Tatum und Booker in Wurflaune

Jayson Tatum verbuchte beim 134:121 von NBA-Leader Boston Celtics gegen Miami Heat 49 Punkte und elf Rebounds. Noch mehr krachen ließ es Devin Booker mit 51 Zählern beim 132:113 der Phoenix Suns gegen die Chicago Bulls.

Die Milwaukee Bucks wurden beim 109:103 in New York gegen die Knicks einmal mehr von Giannis Antetokounmpo angeführt. Der „Greek Freak“ bilanzierte mit 37 Punkten und 13 Rebounds, ehe er eine Minute vor Schluss nach seinem sechsten Foul vorzeitig vom Parkett musste.

Die Los Angeles Lakers feierten mit einem 128:109-Heimerfolg gegen die Portland Trail Blazers ihren achten Saisonsieg. Superstar LeBron James war mit 31 Punkten bester Werfer der Partie, Anthony Davis kam auf 27 Punkte und zwölf Rebounds.

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Die Basketballer der Swans Gmunden haben ihr Heimspiel im Europe Cup gegen Royal Hali Gaziantep am Mittwoch mit 83:75 (38:33) gewonnen. Bester Werfer der Gastgeber gegen die Türken zum Abschluss der Gruppenphase war Daniel Friedrich mit 24 Punkten.

Es war der zweite Sieg der Oberösterreicher in diesem Bewerb bei vier Niederlagen, das Ausscheiden war schon davor fix gewesen.

Handball

Meister Krems hat am Mittwoch in der zwölften Runde der Handballliga Austria (HLA) einen 32:28-Sieg bei HSG Bärnbach/Köflach gefeiert. Die Niederösterreicher bleiben damit auch nach dem Auftakt der Rückrunde an der Tabellenspitze.

Am Dienstag hatten die hinter Hard nun drittplatzierten Fivers Margareten HSG Graz 34:32 besiegt. Die restlichen vier Partien der Runde werden am Freitag und Samstag ausgetragen.

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Volleyball

Die ATSC Wildcats Klagenfurt sind in der ersten Runde des CEV-Challenge-Cups am tschechischen Vertreter VK Prostejov gescheitert. Nach einem 1:3 im Heimspiel vor einer Woche verloren die Kärntnerinnen am Donnerstag auch das Rückspiel mit 0:3 (-22, -23, -16).

Im Sechzehntelfinale sind damit noch zwei österreichische Vereine vertreten. Meister Steelvolleys Linz-Steg kam gegen RSR Walfer aus Luxemburg weiter, UVC Graz hatte in der ersten Runde ein Freilos.

Triathlon

Das Männer-Rennen um die Ironman-Weltmeisterschaft wird 2023 nicht auf Hawaii stattfinden. Das kündigte der Veranstalter in der Nacht auf Donnerstag an und begründete den Entschluss mit den Erfahrungen aus der WM in diesem Jahr.

Die Rennserie bricht damit mit einer weiteren Tradition, nachdem bereits in diesem Jahr erstmals die Rennen der Männer und der Frauen getrennt an zwei Tagen gestartet worden waren. Grund dafür waren die hohen Teilnehmerzahlen gewesen, nachdem es wegen der Coronavirus-Pandemie 2020 und 2021 auf Hawaii keine WM gegeben hatte. Die WM von 2021 war im Mai dieses Jahres in St. George im US-Bundesstaat Utah nachgeholt worden.

„Wir haben gelernt, dass mehr als ein Renntag während der Ironman-Woche für die Gemeinde zu viel ist“, sagte Bürgermeister Mitch Roth. 2024 sollen die Männer auf Hawaii starten und die Frauen an einem anderen Ort.

Chronik

Nach dem tödlichen Unfall des ehemaligen Radprofis Davide Rebellin sucht die Polizei nach dem Fahrer des involvierten Lastwagens. Dieser hatte bisherigen Erkenntnissen zufolge am Mittwochvormittag den 51-Jährigen überfahren – Rebellin starb noch an der Unfallstelle in der norditalienischen Gemeinde Montebello Vicentino.

Wie Medien am Donnerstag berichteten, wurde der frühere Klassiker-Spezialist von seinem Bruder identifiziert. Dieser habe im Radio von einem Unfall mit einem Radsportler gehört und sei herbeigeeilt. Dann habe er sofort das Rad seines Bruders erkannt – auf Fotos ist zu sehen, wie dieses komplett demoliert und praktisch in der Mitte auseinandergerissen wurde.

Zunächst wurde spekuliert, dass der Fahrer des Lastwagens den Unfall nicht bemerkt habe. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete aber, dass auf Videoaufnahmen der Überwachungskamera eines Restaurants gleich neben der Unfallstelle zu sehen sei, wie der Lkw nach der Kollision auf den Parkplatz fuhr und diesen über dieselbe Einfahrt wieder verließ. Die Behörden gingen deshalb davon aus, dass der Lenker des Lasters den am Boden liegenden Rebellin oder dessen zerstörtes Fahrrad gesehen haben müsste.

Die Welt des Radsports war erschüttert über den Tod Rebellins, der 2004 innerhalb einer Woche die drei Klassiker Amstel Gold Race, Fleche Wallonne und Lüttich – Bastogne – Lüttich gewonnen hatte. Später sorgte er dann aber auch für negative Schlagzeilen, als er 2009 wegen Dopings gesperrt wurde. Der Italiener blieb auch im hohen Radsportleralter Profi in unterklassigen Teams und beendete erst vor wenigen Wochen seine Laufbahn.