Fußball

Die englische Premier League darf wie erwartet unter strengen Auflagen ihre Saison fortsetzen. Das kündigte der britische Minister für Sport und Kultur, Oliver Dowden am Samstag an. „Der Fußball kommt zurück“, sagte er bei einer Pressekonferenz im Londoner Regierungssitz Downing Street. Zuschauer werden nicht zugelassen. Dafür werde eine Reihe von Spielen im britischen Free-TV gezeigt, sagte Dowden.

Richard Masters, Geschäftsführer der Premier League, begrüßte die Entscheidung der Regierung. Gespielt werden solle voraussichtlich ab 17. Juni, sagte er laut einer Mitteilung. Bis dahin sei aber noch viel Arbeit zu tun, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. „Wenn alles gut geht, sind wir begeistert, die Saison 2019/20 schon in zwei Wochen wieder aufzunehmen“, so Masters.

Auch andere Sportarten wie Cricket, Tennis, Formel 1, Golf und Rugby sollen bald schon wieder stattfinden können. Die neue Regelung in England gilt bereits ab 1. Juni.

Der Neustart der Saison in der Ukraine wird von Coronavirus-Fällen beim Club Karpaty Lwiw im Westen des Landes überschattet. Die ukrainische Premier Liga habe das für diesen Sonntag geplante Spiel in Lwiw gegen den FC Mariupol abgesagt, teilten die beiden Clubs am Samstag mit.

Weitere Spiele wie geplant

Die ukrainische Liga wurde am Wochenende trotz der Pandemie und ohne Zuschauer fortgesetzt, nach mehr als zwei Monaten Zwangspause seit Mitte März. Die anderen Spiele sollten am Wochenende wie geplant stattfinden, am Sonntag war das Spitzenspiel Schachtar Donezk gegen Dynamo Kiew in Charkiw geplant.

Die Infizierten – Spieler und Personal – hätten keine Symptome gezeigt, seien aber umgehend in Quarantäne gekommen, teilte Karpaty Lwiw mit. In der Ukraine gab es mit Stand Samstag 23.204 Coronavirus-Infektionen. Mit dem Virus starben nach offiziellen Angaben bisher etwa 700 Menschen.

Arminia Bielefeld liegt in der deutschen 2. Bundesliga weiterhin souverän auf Aufstiegskurs. Die seit zehn Spielen unbesiegten Bielefelder um den Österreicher Manuel Prietl kamen am Samstag bei Holstein Kiel in der Nachspielzeit zu einem 2:1-Sieg und haben vor den Spielen der Konkurrenten am Sonntag acht Punkte Vorsprung auf Rang drei. Im Abstiegskampf verpasste der seit fünf Spielen sieglose 1. FC Nürnberg beim 0:0 gegen den VfL Bochum einen Sprung nach vorn.

Bereits am Freitag erhielten die Aufstiegsträume des SV Darmstadt 98 mit einem 1:1 im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth einen Dämpfer. Der eingewechselte Marvin Stefaniak (87.) erzielte am Freitagabend den späten Ausgleich für die Gäste. Darmstadt war durch Fabian Schnellhardt (56.) nach Vorarbeit des Österreichers Mathias Honsak in Führung gegangen.

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Deutschlands Teamchef Joachim Löw empfindet das Niveau der gegenwärtigen „Geisterspiele“ in der deutschen Bundesliga als hoch. Löw zeigte sich „positiv überrascht über die hohe Motivation, die die Spieler und Mannschaften an den Tag legen, über die Einstellung und auch über die Art und Weise, wie gespielt wird“.

Löw meinte, man spüre die Lust der Spieler auf den Wettkampf. „Das hat einen positiven Effekt auch auf mich gehabt, dass die Spieler topmotiviert aus dieser langen Pause kamen und das Gleiche an den Tag legen, als ob 80.000 in den Stadien wären.“

Der Langzeit-Bundestrainer sprach aber auch von einer anderen Art Fußball und des Zuschauens. „Man muss sich auch ein bisschen daran gewöhnen, Fußball ohne Emotionen auf den Rängen von den Fans.“

Im italienischen Fußball soll mit den Cupbewerben der Neustart nach der Coronavirus-Pause begangen werden. Die Serie A will zu ihrem Restart am 20. und 21. Juni zunächst vier Ende Februar ausgefallene Partien nachholen. Das geht aus dem ersten Teil des Spielplans hervor, den die Liga festgelegt hat.

So soll Bergamo gegen Sassuolo antreten und Inter Mailand gegen Sampdoria Genua spielen. Norditalien war zunächst besonders schwer von der Pandemie betroffen. Insgesamt sind noch zwölf Runden zu absolvieren, ab dem 22. Juni – einem Montag – soll dann die erste komplette Runde mit allen Clubs stattfinden. Den kompletten Spielplan will die Liga in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Zunächst soll aber der Cupwettbewerb beendet werden. Am Programm stehen noch die Halbfinal-Rückspiele Juventus gegen Milan sowie Napoli gegen Inter. Das Finale ist für den 17. Juni geplant.

Die Spieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München akzeptieren in Zeiten der Coronavirus-Pandemie auch weiterhin Gehaltseinbußen. Das erklärte Präsident Herbert Hainer in der „Bild“-Zeitung. Bisher war ein Gehaltsverzicht der Kicker um Abwehrchef David Alaba für den April in Höhe von 20 Prozent bekannt.

„Es ist sehr erfreulich, dass unsere Mannschaft vollstes Verständnis für die Situation hat und bis zum Saisonende weiter auf Gehalt verzichten wird“, wurde der 65-jährige Hainer zitiert. Wann die Saison für den Spitzenreiter endet, ist derzeit noch nicht klar.

Die Liga soll am 27. Juni abgeschlossen werden. Sollten die Bayern das DFB-Cupfinale erreichen, müssten sie dort am 4. Juli in Berlin antreten. In der Champions League steht das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea noch aus, das Endspiel dürfte voraussichtlich erst Ende August stattfinden, weil zuvor die anderen nationalen Ligen beendet werden sollen.

Rekordmeister Roter Stern Belgrad hat am Freitag beim Neustart der serbischen Meisterschaft den dritten Titel in Folge und den insgesamt 31. fixiert.

Nach einem 5:0 im Derby vor leeren Rängen gegen Nachzügler Rad ist das Team von Trainer Dejan Stankovic in den restlichen drei Runden bei 14 Punkten Vorsprung auf Partizan nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. In der kommenden Runde werden bis zu 1.000 Fans in den Stadien erlaubt sein.

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Tennis

Dominic Thiem hat auch sein drittes Match bei den Austrian Pro Series in der Südstadt gewonnen. Der Weltranglistendritte erteilte David Pichler mit 6:0 6:0 die Höchststrafe und holte sich damit gleichzeitig auch den Sieg in der Gruppe A.

Thiem geriet im ersten Game als Aufschläger zwar 0:40 in Rückstand, wehrte aber drei Breakbälle ab und agierte in der Folge gegen die Nummer 483 im ATP-Ranking souverän. Nur beim Stand von 3:0 für Thiem im zweiten Satz hatte Pichler einen Breakball zum möglichen einzigen Gamegewinn, Thiem verhinderte das und beendete das ungleiche Duell nach 55 Minuten mit dem ersten Matchball.

Das Duell der ungeschlagenen Gruppensieger Thiem und Jürgen Melzer ist indes verschoben worden. Wegen schlechter Wetterprognosen für Sonntag geht das Spiel nun am Dienstag in Szene. Dennis Novak feierte schließlich zum Auftakt seiner Spiele in der Gruppe C einen mühevollen Auftaktsieg. Der Weltranglisten-85. besiegte Alexander Erler erst nach 2:45 Stunden mit 7:6 (7/5) 5:7 6:2.

Austrian Pro Series

Samstag:

Gruppe A

Spielplan:
Dominic Thiem Lucas Miedler 6:1 6:2
Sandro Kopp David Pichler 6:4 2:6 7:5
Dominic Thiem Sandro Kopp 5:7 6:3 6:0
Sandro Kopp Neil Oberleitner 6:3 6:3
David Pichler Neil Oberleitner 6:3 6:1
Dominic Thiem David Pichler 6:0 6:0
Tabelle:
1. Dominic Thiem 3 6:1 3
2. Sandro Kopp 3 5:3 2
3. David Pichler 3 3:4 1
4. Lucas Miedler 1 0:2 0
5. Neil Oberleitner * 2 0:4 0
* Ersatzmann für den verletzten Miedler

Gruppe B

Spielplan:
Lenny Hampel Marko Andrejic 6:2 6:1
Jürgen Melzer Jurij Rodionov 6:4 1:6 7:6 (7/4)
Jurij Rodionov Lenny Hampel 7:6 (9/7) 0:6 6:4
Jürgen Melzer Marko Andrejic 6:1 6:1
Jürgen Melzer Lenny Hampel 6:1 6:7 (4/7) 6:4
Jurij Rodionov Marko Andrejic 4:6 6:2 6:4
Tabelle:
1. Jürgen Melzer 3 6:2 3
2. Jurij Rodionov 3 5:4 2
3. Lenny Hampel 3 4:4 1
4. Marko Andrejic 3 1:6 0

Gruppe C

Spielplan:
Lukas Neumayer Tristan-Samuel Weissborn 7:6 (7/5) 7:6 (7/5)
Dennis Novak Alexander Erler 7:6 (7/5) 5:7 6:2
Dennis Novak Tristan-Samuel Weissborn Sonntag
Alexander Erler Lukas Neumayer Sonntag
Alexander Erler Tristan-Samuel Weissborn Sonntag
Dennis Novak Lukas Neumayer Sonntag
Tabelle:
1. Lukas Neumayer 1 2:0 1
2. Dennis Novak 1 2:1 1
3. Alexander Erler 1 1:2 0
4. Tristan-Samuel Weissborn 1 0:2 0

Gruppe D

Spielplan:
Maximilian Neuchrist Moritz Thiem 6:1 6:2
Sebastian Ofner Philipp Oswald 6:2 6:4
Philipp Oswald Moritz Thiem Sonntag
Sebastian Ofner Maximilian Neuchrist Sonntag
Philipp Oswald Maximilian Neuchrist Sonntag
Sebastian Ofner Moritz Thiem Sonntag
Tabelle:
1. Maximilian Neuchrist 1 2:0 1
2. Sebastian Ofner 1 2:0 1
3. Philipp Oswald 1 0:2 0
4. Moritz Thiem 1 0:2 0

Roger Federer ist laut dem Magazin „Forbes“ zum ersten Mal der weltweit bestverdienende Sportler. Der Schweizer Tennisstar habe in den vergangenen zwölf Monaten 106,3 Millionen Dollar (96,5 Mio. Euro) eingenommen.

Roger Federer
Reuters/Issei Kato

Den Großteil seiner Einkünfte generierte Federer, der es als erster Tennisspieler an die Spitze dieser Rangliste geschafft hat, aus seinen Werbeverträgen. Diese Partnerschaften sollen ihm zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 1. Juni 2020 100 Millionen Dollar Einnahmen beschert haben. Die restlichen 6,3 Millionen sind Preisgelder.

Federer führt die „Forbes“-Wertung mit hauchdünnem Vorsprung an. Die Fußballstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi folgen mit 105 (95,32 Mio. Euro) beziehungsweise 104 Millionen Dollar (94,41 Mio. Euro) auf den nächsten Plätzen.

Bundesliga

Bundesligist WSG Swarovski Tirol muss zumindest in der ersten Phase der ab Dienstag beginnenden Qualifikationsrunde auf Schlüsselspieler Lukas Grgic verzichten.

Der 24-jährige Oberösterreicher liegt nach an einer akuten Blinddarmoperation in Wels im Krankenhaus, wie die „Tiroler Tageszeitung“ am Samstag berichtete, und äußerte wenig Hoffnung, im Abstiegskampf noch eingreifen zu können.

„Ich bin am Mittwoch nur noch auf allen vieren herumgekrochen, meine Frau hat mich dann ins Spital gebracht. Es war höchste Zeit und kurz vor dem Durchbruch“, wurde Grgic zitiert.

Goalie Jörg Siebenhandl hat bei Bundesligist Puntigamer Sturm Graz einen neuen Dreijahresvertrag unterschrieben. Das gab der Club am Samstag bekannt.

Der 30-Jährige, der auch im erweiterten ÖFB-Teamkader steht, war im Sommer 2017 aus Würzburg zu den „Blackys“ gekommen und absolvierte für Sturm seither als klare Nummer eins 109 Pflichtspiele, in denen er 30-mal ohne Gegentreffer blieb.

Einen Tag nach Tormann Patrick Pentz hat die Wiener Austria eine weitere Personalie vorerst geklärt. Wie der Bundesligist am Samstag mitteilte, wurde die vereinsseitige Option auf Verlängerung bei Offensivspieler Manprit Sarkaria gezogen. Der 23-Jährige ist damit bis Juni 2021 an die „Veilchen“ gebunden.

„Wir denken aber in dieser schwierigen Phase der Planbarkeit natürlich bereits sehr intensiv darüber nach, wie wir ihn längerfristig binden können“, sagte Sportvorstand Peter Stöger über den Flügelspieler. „Das werden wir aber erst tun, wenn es wieder etwas ruhigere Zeiten gibt.“ Sarkaria hat sich im Laufe dieser Saison – unter anderen mit zwei Toren und drei Vorlagen – in die Stammformation der Truppe von Chefcoach Christian Ilzer gespielt.

Radsport

Die Rad-Anti-Doping-Foundation (CADF) treibt die schon im vergangenen November vom Radsportseltverband (UCI) angefragten Nachkontrollen im Zuge der Blutdopingaffäre „Operation Aderlass“ voran. Proben der Tour de France 2016 und 2017 wurden laut einem Bericht der belgischen Tageszeitung „Het Nieuwsblad“ erneut getestet. Ob dabei gezielt Sportler im Visier stehen, ließ der Verband offen. Für die UCI nimmt die CADF die Kontrollen vor.

Gesucht wird nach einer bisher nicht nachweisbaren, leistungssteigernden Substanz. „Auf Basis von zusätzlichen Informationen haben wir relevante Proben identifiziert und die ersten Analysen vorgenommen“, sagte eine CADF-Sprecher der Zeitung.

In den Skandal, der rund um die Nordischen Weltmeisterschaften in Seefeld 2019 aufgekommen war, waren bisher acht Radprofis verwickelt. Unter anderen sind der frühere Sprintstar Alessandro Petacchi, die beiden Österreicher Stefan Denifl und Georg Preidler sowie der Kroate Kristijan Durasek bereits gesperrt worden. Auch der frühere deutsche Sprintstar Danilo Hondo hatte ein Dopinggeständnis abgelegt.

Coronavirus

Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) hat am Samstag in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Peter Kleinmann, dem ehemaligen Präsidenten des österreichischen Volleyballverbandes (ÖVV), die Bundesregierung für ihre aktuelle Politik in Sachen Sport hart kritisiert. Auch der am Samstag von Bildungsminister Heinz Faßmann avisierte Turnunterricht auf freiwilliger Basis am Nachmittag fand wenig Anklang, unisono wurde erneut die tägliche Turnstunde gefordert.

Zudem wiederholte SPÖ-Sportsprecher Maximilian Köllner die Kritik am 700 Millionen-Euro-Fonds für Non-Profit-Organisationen aus Sport, Kultur und anderen Bereichen. „Wir wissen nicht wie die Auszahlungskriterien aussehen werden, wie wird der Topf aufgeteilt. Hier droht Streit, es ist ein Ausspielen der Bereiche gegeneinander“, so Köllner.

Hilfspaket für Sport fehlt noch

Die ehemalige Gesundheitsministerin und Ärztin Rendi-Wagner wolle mithelfen, dem Sport eine Stimme zu geben. „Weil der Sport ist durch Corona in große Schwierigkeiten gekommen.“ Nach einer „turbulenten“ Parlamentswoche fehle nach wie vor ein Hilfspaket für den Sport. Ein Budget sei eine in Zahlen gegossene Politik. „Es gibt keine aktive und spürbare Sportpolitik dieser Bundesregierung“, kritisierte Rendi-Wagner.

Sie forderte die bereits vergangenen Sommer einstimmig im Parlament beschlossenen Einführung der täglichen Turnstunde sowie ein klar für den Sport definiertes Hilfspaket in Höhe von mindestens 100 Mio. Euro.

Freiwilliger Turnunterricht „Schildbürgerstreich“

Kleinmann kämpft seit Jahren für mehr Sport in der Schule. Zu den aktuellen Entwicklungen meinte der Wiener: „Das ist für mich gesetzlich vorgeschriebene Körperverletzung.“ Den am Samstag verkündeten Turnunterricht am Nachmittag auf freiwilliger Basis bezeichnete Kleinmann als „Schildbürgerstreich“. Es sei erwiesen, dass man bei morgendlicher Bewegung am ganzen Tag leistungsfähiger sei und einen klaren Kopf habe. „Was geht in diesen Köpfen der Entscheider vor?“, fragte Kleinmann.

Sport Austria bezeichnete Faßmanns Ankündigung, freiwilligen Turnunterricht ab 15. Juni zuzulassen, als „halbherziges“ Zurücknehmen einer falschen Entscheidung. „Würde man sich im Bildungsministerium intensiv mit Sport und Bewegung auseinandersetzen, müsste eigentlich klar sein, dass eine altersadäquate polysportive Ausführung von Bewegung auf den Sportplätzen im Freien sehr einfach möglich ist“, erklärte Sport-Austria-Präsident Hans Niessl in einer Aussendung.

Tägliche Bewegung stärkt Immunsystem

Der Sportunterricht hätte unter Wahrung aller Vorsichtsmaßnahmen von Beginn der Krise an durchgeführt werden können. „Unverständlich ist auch die Tatsache, dass das Bildungsministerium in einer Zeit der Gesundheitskrise, die vorbildliche Aktion ‚Kinder gesund bewegen‘ ausgesperrt hat. Gerade tägliche Bewegung im Freien trägt dazu bei, das Immunsystem zu stärken“, erklärte Niessl. Zudem forderte der Sportfunktionär eine Öffnung der Schulsportstätten für Sportvereine. Diese sollten auch im Sommer nicht neun Wochen geschlossen sein.

Basketball

Die National Basketball Association (NBA) plant den Neustart nach der Coronavirus-Pause gemäß einem Bericht des Portals „The Athletic“ für den 31. Juli. Eine Entscheidung über den Neustart der NBA und das Format für die restliche Saison könnte nach Informationen des US-Senders ESPN am kommenden Donnerstag fallen.

Dann tagt das Board of Governors der Liga, die Eigentümer der Clubs könnten den Vorschlag von Ligachef Adam Silver absegnen, die Saison auf dem Gelände von Disney World in Orlando zu beenden.

Vier verschiedene Szenarien

Laut NBA-Commissioner Adam Silver gibt es für die Fortsetzung der Saison aktuell noch vier verschiedene Szenarien. Die erste Variante sehe direkte Play-offs mit 16 Mannschaften vor.

Eine andere würde 20 Teams in einer Gruppenphase umfassen, um Play-off-Teilnehmer und Ansetzungen zu bestimmen. Szenario drei: 22 Teams spielen im Turniermodus um die entscheidenden Finalplätze. Bei der vierten Option würden alle 30 NBA-Clubs nach einem abgestimmten Zeitplan zunächst 72 Spiele und danach ein sogenanntes Play-in-Turnier absolvieren.

Spielbetrieb in Disney World?

Wie „The Athletic“ schon vor einer Woche berichtet hatte, könnte die restliche NBA-Saison in Disney World in Orlando ausgetragen werden. Das Walt Disney World Resort ist mit einer Gesamtfläche von 15.000 Hektar einer der größten Freizeitparkkomplexe der Welt. Die NBA bestätigte später auch diesbezügliche Gespräche in einem informellen Stadium.

Die NBA-Saison mit dem Österreicher Jakob Pöltl (San Antonio) war am 11. März aufgrund der Coronavirus-Krise ausgesetzt worden.