Olympia

US-Star Caeleb Dressel hat seinen dritten Titel bei den Olympischen Spielen in Tokio geholt – in Weltrekordzeit. Der 24-Jährige unterbot am Samstag über 100 m Delfin seine 2019 bei den Weltmeisterschaften in Südkorea fixierte Bestleistung in 49,45 um 0,05 Sekunden. Seine Landsfrau Katie Ledecky wiederum feierte ihren ersten Sieg im Aquatics Centre über Ariarne Titmus. Die nun sechsfache Individual-Olympiasiegerin gewann zum dritten Mal Gold über 800 m Kraul.

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Nigerias Weltklassesprinterin und Weitspringerin Blessing Okagbare ist bei den Olympischen Spielen in Tokio bei einer Dopingkontrolle positiv auf das menschliche Wachstumshormon getestet worden. Wie die unabhängige Integrationskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (AIU) am Samstag mitteilte, wurde die 32-Jährige suspendiert.

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Chronik

Der niederländische Topclub Ajax Amsterdam trauert um Fußballtalent Noah Gesser. Der erst 16-Jährige kam am Freitagabend bei einem Verkehrsunfall ums Leben. „Ajax ist von diesem tragischen Vorfall zutiefst bewegt. Der Club wünscht Gessers Liebsten Stärke bei der Bewältigung dieses immensen Verlustes“, schrieb der Verein am Samstag in einer Mitteilung.

Auch Gessers älterer Bruder kam bei dem Unfall ums Leben. Nach Medienberichten kam das Auto, in dem der Nachwuchsfußballer saß, von der Strecke ab und prallte auf der anderen Fahrbahnseite in ein entgegenkommendes Taxi.

Gesser war 2018 zu Ajax gewechselt, in der kommenden Saison sollte er in der U17-Mannschaft auflaufen. Der niederländische Meister teilte mit, dass es am Samstag vor dem Testspiel gegen RB Leipzig eine Schweigeminute gibt, außerdem werden die Flaggen auf dem Trainingsgelände auf halbmast gesetzt.

Fußball

Bologna hat auf der Suche nach Verstärkungen den Vertrag mit Marko Arnautovic noch immer nicht fixiert. Die endgültige Transferfreigabe seines bisherigen Clubs Shanghai Port war laut italienischen Medienberichten vom Freitag noch ausständig. Sie könnte sogar noch einige Tage auf sich warten lassen. Arnautovic war Anfang der Woche nach Bologna gereist und dort von den Fans begeistert empfangen worden.

Der Club bestritt unterdessen ein Testspiel in Altach gegen Borussia Dortmund. Der deutsche Bundesligist setzte sich vor 6.000 Zuschauern souverän mit 3:0 durch. Für Dortmund trafen Giovanni Reyna (24.) Lennard Maloney (42.) und Steffen Tigges (45.) zum verdienten Sieg.

Die drei verbliebenen Clubs der faktisch gescheiterten Superliga – Real Madrid, der FC Barcelona und ​​​Juventus Turin – haben von einem weiteren juristischen Erfolg berichtet. Ein spanisches Gericht habe entschieden, dass der Europäische Fußballverband (UEFA) alle bisher ergriffenen Maßnahmen gegen die ursprünglich zwölf Gründungsmitglieder des geplanten Wettbewerbs zurücknehmen müsse, schrieben die drei Clubs am Freitag auf ihren jeweiligen Websites.

Bereits am 9. Juni hatte die UEFA allerdings mitgeteilt, dass die Verfahren gegen Real, Barcelona und Juventus ausgesetzt seien. Die sechs englischen Clubs, die sich von dem Projekt inzwischen abgewendet haben, werden daheim gut 25 Millionen Euro für Fußballprojekte zur Verfügung stellen.

Um welches Gericht es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt. In der Vergangenheit hatte jeweils das Handelsgericht in Madrid im Sinne der Befürworter der Super League entschieden. Dieses Gericht rief im Mai auch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) an, der klären soll, ob der Internationale Fußballverband (FIFA) und die UEFA Monopolstellungen ausüben und gegen EU-Recht verstoßen.

In gleichlautenden Formulierungen brachten die drei Clubs jetzt „ihre Zufriedenheit“ mit der neuen gerichtlichen Entscheidung zum Ausdruck. Die Justiz habe die UEFA verpflichtet, mit sofortiger Wirkung alle Maßnahmen gegen die Gründungsvereine der Super League aufzuheben und alle Disziplinarverfahren gegen die drei verbliebenen Vereine endgültig einzustellen. Anderenfalls drohten der UEFA wirtschaftliche und strafrechtliche Konsequenzen.

David Alaba soll gemäß einem dem deutschen Magazin „Der Spiegel“ vorliegenden Vertragsentwurf bei Real Madrid pro Saison ein Grundgehalt von 19,47 Millionen Euro kassieren. Da Österreichs Fußballstar mit einem Fünfjahresvertrag ablösefrei zum spanischen Fußballgroßclub wechselte, soll er außerdem ein Handgeld in der Höhe von 17,7 Millionen Euro erhalten haben. Titelprämien seien dabei nicht inkludiert. Das berichtete der „Spiegel“ am Freitag (Onlineausgabe).

Auch Alabas engste Berater sollen demzufolge Millionen für den Wechsel erhalten haben. Starvermittler Pini Zahavi soll 5,2 Mio. Euro kassiert haben, Alabas Vater George nahm 6,3 Mio. ein. Veröffentlicht wurde auch die Ausstiegsklausel für den Wiener. Sie liege bei 850 Millionen Euro. Sämtliche Akteure wollten sich laut Angaben des „Spiegels“ nicht zu den Veröffentlichungen äußern.

Der FC Arsenal hat den englischen Nationalspieler Ben White verpflichtet. Der 23-jährige Verteidiger kommt von Brighton und Hove Albion und erhält einen langfristigen Vertrag, wie der Premier-League-Club am Freitag mitteilte.

Genaue Vertragsdetails wie die Laufzeit wurden nicht genannt. Sein Debüt in der höchsten englischen Spielklasse gab White, der bei der EM nicht zum Einsatz kam, mit 18 Jahren in Brighton.

Der englische Nationalspieler Marcus Rashford fällt wegen einer Schulterverletzung vorerst aus. Wie Manchester United am Freitag mitteilte, wird der 23-Jährige operiert. Rashford werde „so schnell wie möglich zurückkehren“, hieß es in der Vereinsmitteilung.

Wie lange der Offensivspieler ausfällt, teilte der Premier-League-Club nicht mit. Den Start in die neue Saison Mitte August wird er aber definitiv versäumen. Der erst am Ende der Verlängerung eingewechselte Rashford hatte wie seine Teamkollegen Jadon Sancho und Bukayo Saka im verlorenen EM-Finale am 11. Juli gegen Italien im Elfmeterschießen nicht getroffen und war danach im Internet rassistisch beleidigt worden. Beim Kontinentalturnier spielte er kaum eine Rolle.

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Bundesliga

In der Admiral-Bundesliga stehen am Samstag ab 17.00 Uhr die ersten drei Spiele der zweiten Runde auf dem Programm. Der LASK empfängt dabei Rapid, die Admira bekommt es mit Aufsteiger Austria Klagenfurt zu tun, und Hartberg trifft auf Altach.

Aktuelle Spielstände ab 17.00 Uhr in sport.ORF.at/fussball

Formel 1

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist im letzten Freien Training vor dem Qualifying zum Grand Prix von Ungarn am Samstag mit 88 Tausendstelsekunden Vorsprung auf seinen WM-Rivalen Max Verstappen auf Platz eins gefahren.

Hinter dem 36 Jahre alten Briten und dem 13 Jahre jüngeren Niederländer reihte sich Hamiltons Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas ein. Verstappens Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez kam nicht über Platz sieben hinaus. Vor dem letzten Rennen vor der Sommerpause hat der siebenfache Weltmeister Hamilton acht Punkte Rückstand auf Verstappen im Klassement. Der Red-Bull-Pilot hatte vor zwei Jahren auf dem Hungaroring seine Premieren-Pole geholt. Hamilton startete auf dem Hungaroring schon siebenmal vom ersten Rang.

Grand Prix von Ungarn

Drittes Freies Training:
1. Lewis Hamilton GBR Mercedes 1:16.826
2. Max Verstappen NED Red Bull + 0,088
3. Valtteri Bottas FIN Mercedes 0,029
4. Carlos Sainz ESP Ferrari 0,671
5. Charles Leclerc MON Ferrari 0,694
6. Lando Norris GBR McLaren 0,946
7. Sergio Perez MEX Red Bull 1,091
8. Daniel Ricciardo AUS McLaren 1,116
9. Fernando Alonso ESP Alpine 1,166
10. Lance Stroll CAN Aston Martin 1,224
11. Pierre Gasly FRA Alpha Tauri 1,289
12. Esteban Ocon FRA Alpine 1,348
13. Sebastian Vettel GER Aston Martin 1,409
14. Yuki Tsunoda JPN Alpha Tauri 1,635
15. Kimi Räikkönen FIN Alfa Romeo 1,857
16. George Russell GBR Williams 1,968
17. Nicolas Latifi CAN Williams 1,995
18. Antonio Giovinazzi ITA Alfa Romeo 2,287
19. Mick Schumacher GER Haas 2,580
20. Nikita Mazepin RUS Haas 3,107

Basketball

Österreichs stark verjüngte Nationalmannschaft der Männer hat am Freitagabend in einem Testspiel in St. Pölten einen deutlichen Sieg gegen Rumänien gefeiert. Die Auswahl des Österreichischen Basketballverbands (ÖBV) gewann mit 79:58 (43:28). Teamdebütant Maximilian Heidegger stellte sich mit 35 Punkten als Topscorer ein. Am Samstag steigt neuerlich in der niederösterreichischen Landeshauptstadt und ohne Publikum die Revanche.

Der österreichische Basketball Spieler Maximilian Heidegger in Action.
APA/Ernst Weiss

Shooting Guard Heidegger verwandelte acht Distanzwürfe bei 14 Versuchen. Er war einer von insgesamt sieben Neulingen in der Mannschaft von Raoul Korner, der seinen ersten Sieg als Männer-Teamchef feiern durfte. Zu Stützen, die fehlten, zählten u. a. Rasid Mahalbasic (verhindert), Thomas Klepeisz (rekonvaleszent) und Enis Murati (nicht einberufen). Rumänien bestreitet ab Samstag kommender Woche in Riga die WM-Vorqualifikation, für die der ÖBV abgesagt hat.

Lediglich 58 Länderspiele hatte die österreichische Auswahl am Freitagabend beim Aufwurf in den Beinen. Mehr als die Hälfte davon entfielen auf Marvin Ogunsipe. Das Durchschnittsalter der Mannschaft betrug 22,8 Jahre. „Es hat Spaß gemacht“, sagte Heidegger nach seinem Debüt für Österreich. Seine eigene Leistung bezeichnete er als „solides Spiel“. Die Mannschaft insgesamt habe eine gute Vorstellung gezeigt.

Faustball

Das österreichische Faustballnationalteam der Frauen hat bei der Heim-WM in Grieskirchen den Einzug ins Finale geschafft. Die Auswahl des Österreichischen Faustballbunds (ÖFBB) besiegte am Freitag im Halbfinale die Schweiz mit 3:1 und hat erstmals seit sieben Jahren wieder eine Medaille fix.

Im Endspiel am Samstag (18.10) treffen die Österreicherinnen auf Deutschland, das Chile mit 3:0 bezwang. „Wir sind einfach nur glücklich, dass wir es ins Finale geschafft haben“, sagte Teamchef Christian Zöttl.

Die deutschen Frauen haben sechs der acht Weltmeisterschaften gewonnen, Österreichs Frauen halten bei zweimal Silber (1994, 2014) und dreimal Bronze (1998, 2006, 2010).

Eishockey

Die Vienna Capitals haben in der Sturmlinie mit dem Kanadier Jordan Caron nachgeschärft. Der 30-Jährige stand in der National Hockey League (NHL) 166-mal für die Boston Bruins, Colorado Avalanche und St. Louis Blues auf dem Eis. Wie der Club am Freitag bekanntgab, wurde Caron nun unter Vertrag genommen. In der vergangenen Saison spielte der 1,90-m-Stürmer bereits in Österreich für den VSV.

Die Black Wings schlossen ihre Kaderplanung mit dem Transfer von Center Dustin Boyd unterdessen ab. Wie die Linzer bekanntgaben, wurde der 35-jährige Kanadier, der auch die kasachische Staatsbürgerschaft besitzt, für die kommende Saison verpflichtet. Boyd war in der NHL unter anderem für die Calgary Flames und Montreal Canadiens im Einsatz. In der Kontinentalen Hockeyliga (KHL) spielte er zuletzt für Barys Nur-Sultan aus Kasachstan.

Boyd ist auch Mitglied der kasachischen Nationalmannschaft. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie entschied er sich in den vergangenen Monaten gegen ein Engagement in der KHL und war damit vereinslos. „Wir müssen daher zum Start vielleicht ein wenig Geduld mit ihm haben. Er ist aber ein erfahrener Vollprofi. Ich bin überzeugt, dass es nicht lange dauern wird, bis wir ihn auf seinem gewohnten Niveau spielen sehen“, sagte Black-Wings-Trainer Dan Ceman.

Radsport

Tadej Pogacar und sein UAE Team Emirates bleiben weiter ein Gespann. Der slowenische Gewinner der Tour de France verlängerte seinen Vertrag bei seinem Rennstall vorzeitig bis 2027. Das teilte das Team am Freitag mit. „Ich freue mich sehr, meine Zukunft diesem Team widmen zu können und die nächsten Jahre hier zu bleiben“, wurde der 22-Jährige in der Mittelung zitiert. Pogacar hatte in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge die Tour de France gewonnen und direkt im Anschluss auch Bronze im olympischen Straßenrennen von Tokio geholt.

Tadej Pogacar
GEPA/Panoramic/Photo News/Gregory van Gansen

„Ich bin gespannt auf die kommenden Jahre und was sie bringen werden, hoffentlich mehr Erfolg für mich und das Team“, sagte Pogacar, der in der jüngeren Vergangenheit einer der besten und erfolgreichsten Radsportler der Welt war. Teamchef Mauro Gianetti sagte: „Wir haben gesehen, wie er sich von einem Teenager zu einem jungen Mann entwickelt hat. Was er erreicht hat, war fantastisch.“ Pogacar inspiriere „eine ganz neue Generation junger Radfahrer“, stellte Gianetti fest.