Fußball

In Unterzahl hat Spitzenreiter Paris Saint-Germain in der französischen Liga einen Punkt bei Olympique Marseille erkämpft. Der Tabellenführer erreichte am Sonntagabend ein 0:0 und hat nach elf Runden nun noch sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger RC Lens. Der Tabellenzweite durfte mit ÖFB-Teamverteidiger Kevin Danso über einen klaren 4:1-Heimerfolg gegen den FC Metz jubeln. Der Dritte Nizza siegte mit Flavius Daniliuc (bis 67.) zu Hause gegen Olympique Lyon mit 3:2.

Marseille liegt als Vierter weiterhin zehn Punkte hinter PSG. Achraf Hakimi sah nach einer Notbremse nach Videobeweis in der 57. Minute die Rote Karte. Auch mit einem Mann weniger suchte das Starensemble mit Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappe in hitziger Atmosphäre weiterhin seine Chance, ebenso wie die Gastgeber aber ohne Erfolg.

Beim 1:1-Heimremis von Lorient gegen Girondins Bordeaux wurde ÖFB-Stürmer Adrian Grbic in der 72. Minute eingetauscht. Sein Team liegt auf Rang elf.

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Der SSC Napoli hat in der neunten Runde der italienischen Meisterschaft erstmals Punkte verloren. Die Süditaliener mussten sich am Sonntag auswärts gegen AS Roma mit einem 0:0 begnügen und führen damit in der Tabelle nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz vor AC Milan.

Dem neun Zähler zurückliegenden Tabellenvierten Roma gelang mit dem Unentschieden eine kleine Rehabilitierung für die 1:6-Blamage in der Conference League am Donnerstag bei Bodö/Glimt.

Remis zwischen Inter und Juve

Keinen Boden auf die Spitze konnte Inter Mailand gutmachen. Der Titelverteidiger kam im mit Spannung erwarteten Derby d’Italia gegen Juventus Turin zu einem 1:1-Remis. Edin Dzeko brachte die Hausherren in der 17. Minute in Führung, „Joker“ Paulo Dybala sicherte der überlegenen „Alten Dame“ mit einem verwandelten Elfmeter (89.) aber noch einen Punktgewinn.

Unmittelbar zuvor hatte Inter-Coach Simone Inzaghi die Rote Karte gesehen. Für Juve endete eine Serie von sechs Pflichtspielsiegen – vier in der Liga – in Folge. Inter fehlen als Drittem sieben Zähler auf Rang eins, die Turiner sind mit einem Rückstand von zehn Punkten Sechster.

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Der deutsche Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Mark van Bommel getrennt. Diese Entscheidung teilte der Club der beiden ÖFB-Legionäre Xaver Schlager und Goalie Pavao Pervan am Sonntag rund 24 Stunden nach der 0:2-Niederlage gegen den SC Freiburg mit.

„Es gab unter dem Strich mehr trennende als verbindende Faktoren“, sagte Sportgeschäftsführer Jörg Schmadtke laut Vereinsmitteilung nach dem achten sieglosen Pflichtspiel in Serie. Wolfsburg hat in der Bundesliga nach starkem Saisonstart zuletzt viermal in Serie verloren, darunter auch vor wenigen Tagen in der Champions League bei Red Bull Salzburg.

Van Bommel von Rauswurf überrascht

Van Bommel war auf die Entscheidung zur Trennung offenbar nicht vorbereitet gewesen. „Ich bin überrascht und enttäuscht von der Entscheidung, weil ich überzeugt davon bin, dass wir es gemeinsam geschafft hätten, in die Erfolgsspur zurückzukehren“, sagte er. „Ich wünsche der Mannschaft, dass sie es schnell schafft, das Ruder wieder herumzureißen.“

Der Niederländer hatte Wolfsburg erst in diesem Sommer von Oliver Glasner übernommen, nachdem der Oberösterreicher zu Eintracht Frankfurt gewechselt war. Wie das Wolfsburger Trainerteam für die kommenden Partien, unter anderem für das CL-Rückspiel am 2. November gegen Salzburg, aussieht, steht noch nicht fest. Informationen darüber sollten „zeitnah“ erfolgen, teilte der Verein mit.

Mit seinem fünften Erfolg in Serie hat der FC St. Pauli die Tabellenführung in der 2. deutschen Bundesliga verteidigt – beteiligt am 4:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock war auch Guido Burgstaller. Der Kärntner traf in der 62. Minute mit seinem zehnten Saisontor zum zwischenzeitlichen 3:0 und liegt nach elf Runden in der Torschützenliste nur einen Treffer hinter Schalkes Simon Terodde.

Für St. Pauli trafen zudem Jackson Irvine (12.), Daniel-Kofi Kyereh (18.) und Simon Makienok (78.), mit sechs Heimerfolgen sind die Hamburger bestes Heimteam der Liga.

Auch Jahn Regensburg mischt nach dem 3:1 (2:0) gegen Hannover 96 (mit Lukas Hinterseer) weiterhin im Spitzentrio mit und bleibt punktegleich mit Schalke, das am Samstag mit dem 3:0 gegen Dynamo Dresden vorgelegt hatte, erster Verfolger St. Paulis.

Werder Bremen kam mit Romano Schmid und Marco Friedl beim Tabellen-16. SV Sandhausen (Marcel Ritzmaier) zu einem glücklichen 2:2 (1:1) in der Nachspielzeit. Der Rückstand des Bundesliga-Absteigers auf einen Aufstiegsplatz wuchs damit auf sieben Punkte an.

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Motorrad

Fabio Quartararo hat sich zwei Rennen vor Schluss zum ersten französischen Motorradweltmeister in der MotoGP-Klasse gekürt. Dem Yamaha-Piloten reichte am Sonntag beim Grand Prix der Emilia-Romagna in Misano der vierte Tagesrang zur ersten WM-Krone, da WM-Rivale und Polesetter Francesco Bagnaia auf seiner Ducati vier Runden vor Schluss in Führung liegend ausschied.

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Tennis

Lucas Miedler hat beim Wiener ATP-500-Turnier den Einzug in den Hauptbewerb verpasst. Der 25-Jährige (ATP-311.) musste sich am Sonntag in der zweiten Runde der Qualifikation dem US-Amerikaner Frances Tiafoe (ATP-48.) 7:6 (7/5) 4:6 3:6 geschlagen geben.

Schon am Samstag in der ersten Qualifikationsrunde waren Jurij Rodionov und Alexander Erler ausgeschieden. Damit ist Dennis Novak dank einer Wildcard Österreichs einziger Einzel-Beitrag in der Wiener Stadthalle. Der Weltranglisten-114. bekommt es in der ersten Runde mit dem Italiener Gianluca Mager (ATP-67.) zu tun.

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Marathon

Die Kenianerin Brenda Cherotich Kiprono hat am Sonntag den 19. Linz-Marathon in neuer Streckenrekordzeit gewonnen. Die 24-Jährige triumphierte bei ihrem Debüt über die 42,195 Kilometer in 2:30:27 Stunden. Das Männer-Rennen gewann ihr 37-jähriger Landsmann Ezekiel Koech Kiprop in 2:09:43 Stunden. Die Linz-Rekordmarke von 2:07:33 aus dem Jahr 2007 blieb unangetastet. Österreichische Spitzenathleten waren nicht am Start.

Brenda Kiprono Jerotich (KEN)
GEPA/Manfred Binder

Im Vorjahr war die Veranstaltung wegen der Coronavirus-Pandemie ausgefallen. Beim erstmaligen Herbsttermin mit inklusive der Nebenbewerbe rund 8.000 Angemeldeten verbesserte Kiprono die bisherige Rekordmarke von 2:30:45 bei prächtigem Wetter knapp. Diese hatte 2011 die Kroatin Lisa Christina Stublic aufgestellt, die einige Jahre später des Dopings überführt und gesperrt wurde.

Die Äthiopierin Letesenbet Gidey hat in Valencia einen famosen Weltrekord im Halbmarathon aufgestellt. Die 23-Jährige blieb am Sonntag bei ihrem Sieg in 1:02:52 Stunden mehr als eine Minute unter der bisherigen Bestmarke von Ruth Chepngetich aus Kenia. Gidey hält auch die Weltrekorde über 5.000 m und 10.000 m auf der Bahn.

In Rotterdam sorgte der in Somalia geborene Belgier Bashir Abdi in 2:03:35 Stunden für einen Europarekord. Der Olympiadritte von Tokio blieb deutlich unter der Marke des Türken Kaan Kigen Özbilen, der 2019 in Valencia 2:04:16 gelaufen war.

2. Liga

Der Kapfenberger SV hat nach drei klaren Niederlagen mit 1:12 Toren in der Admiral 2. Liga auf die Erfolgsstraße zurückgefunden. Die Steirer setzten sich am Sonntag gegen spusu SKN St. Pölten mit 2:0 (1:0) durch. Die schlecht in die Saison gestarteten Niederösterreicher hatten zuletzt dreimal in Serie gewonnen (13:2 Tore) und mussten nun schon die siebente Niederlage hinnehmen.

Christoph Pichorner (14.) und Sturm-Leihgabe Dardan Shabanhaxhaj (64.) fixierten den vierten Saisonerfolg für die Steierer, die als Zwölfter einen Punkt hinter St. Pölten liegen.

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Pferdesport

Der schwedische Springreiter Peder Fredricson hat sich auf der 15. und letzten Station der hoch dotierten Global Champions Tour den Gesamtsieg gesichert.

Dem Team-Olympiasieger und Einzel-Silbernen genügte in Samorin (SVK) mit seinem Toppferd All In der zehnte Platz, um seinen am Samstagabend siegreichen Landsmann Henrik von Eckermann um 17 Punkte auf Distanz zu halten. Der Österreicher Max Kühner wurde nach dem 23. Platz mit Coriolis des Isles Gesamtzwölfter.

Radsport

Auch am Schlusstag der Bahnrad-WM in Roubaix hat es nicht für einen österreichischen Spitzenplatz gereicht. Verena Eberhardt belegte am Sonntag im Punktrennen Rang elf.

Andreas Graf/Maximilian Schmidbauer landeten im Madison am Ende des Klassements an der geteilten zwölften Stelle. Im abschließenden Elimination-Race wurde WM-Debütant Schmidbauer 21.

Hockey

Österreichs Hockey-Nationalteam der Männer hat am Sonntag beim World Cup in Cardiff durch ein 4:3 im Penaltyschießen nach einem 3:3 gegen Irland Rang drei belegt. Die ÖHV-Tore in der regulären Spielzeit erzielten Nikolas Wellan, Fabian Unterkircher und Oliver Binder.

Nachdem mit einem 1:4 gegen Frankreich das WM-Ticket für 2023 verpasst worden war, gab es nun zumindest zusätzliche Weltranglistenpunkte. Für das Finale und damit die WM hatte sich neben Frankreich auch Wales qualifiziert.

Turnen

Für Vinzenz Höck hat sich der Traum von einer Turn-WM-Medaille an den Ringen nicht erfüllt. Der 25-jährige Steirer klassierte sich im Gerätefinale der Titelkämpfe in Kitakyushu in Japan am Samstag an der fünften Stelle, nur ein Zehntelpunkt trennte ihn von Bronze. Mit 14,733 Punkten kam er nicht ganz an seine Qualifikationsmarke (14,766) heran. Im Vorkampf war Höck ex aequo Dritter gewesen. Den Titel sicherte sich überlegen der Chinese Lan Xingyu mit 15,200 Punkten.

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Baseball

Die Atlanta Braves komplettieren das Finale der Major League Baseball (MLB) und stehen damit zum ersten Mal seit 1999 wieder in der World Series. Dort treffen sie auf die Houston Astros, die sich bereits zuvor gegen die Boston Red Sox durchgesetzt hatten.

Will Smith (Atlanta Braves)
AP/Brynn Anderson

Atlanta bezwang am Samstag (Ortszeit) mit 4:2 den Titelverteidiger Los Angeles Dodgers. Auch die „Best of seven“-Serie ging mit 4:2 an die Braves. Das Duell gegen Houston beginnt in der Nacht auf Mittwoch.

Handball

Der Sonntag hat für weitere drei österreichische Vertreter das Aus in den europäischen Clubbewerben gebracht. Hypo Niederösterreich konnte in der zweiten Quali-Runde der European League immerhin einen Achtungserfolg verbuchen: Nach einem 21:28 in der Vorwoche war gegen Athletico Guardes (ESP) der 27:25-Auswärtssieg zu wenig.

Auch bei den Fivers Margareten war es letztlich knapp: Den Wienern reichte ein 32:32 bei Baekkelaget (NOR) nach dem 34:38 in der Vorwoche nicht.

Als Dritte im Bunde verabschiedeten sich die Frauen von Bruck/Trofaiach im European Cup. Sie unterlagen Zug (SUI) auswärts 25:35 und erlitten damit eine ähnlich klare Niederlage wie am Vortag (26:37).