Football

Wie erwartet haben die Arizona Cardinals am Donnerstag (Ortszeit) im Draft der National Football League (NFL) in Nashville Quarterback Kyler Murray mit dem ersten Pick gewählt. Der 21-jährige Spielmacher der Oklahoma Sooners wurde 2018 mit der Heisman Trophy für den besten College-Spieler ausgezeichnet.

Die San Francisco 49ers (Defensive End Nick Bosa) und New York Jets (Defensive Tackle Quinnen Williams) setzten ebenso wie die Oakland Raiders (Defensive End Clelin Ferrell) bei ihren Picks auf Verteidiger. Als sechstes Team wählten die New York Giants Quarterback Daniel Jones, der die Nachfolge von Langzeit-Spielmacher Eli Manning antreten soll.

Basketball

Die San Antonio Spurs haben ihre Chancen auf den Aufstieg in die zweite Runde der NBA-Play-offs gewahrt. Mit einem 120:103 gegen die Denver Nuggets stellten sie am Donnerstag (Ortszeit) im „Best of seven“ auf 3:3. Jakob Pöltl steuerte acht Punkte, neun Rebounds, zwei Assists und einen blockierten Wurf in 28:24 Minuten auf dem Parkett bei. Das entscheidende Spiel steigt am Samstag in Colorado.

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Eishockey

Die Boston Bruins und die St. Louis Blues sind mit Siegen in die zweite Runde der Play-offs in der National Hockey League (NHL) gestartet. Boston bezwang die Columbus Blue Jackets mit 3:2 nach Verlängerung, St. Louis schlug die Dallas Stars ebenfalls mit 3:2, allerdings bereits in der regulären Spielzeit.

In Boston war Stürmer Charlie Coyle der Matchwinner, der zunächst den Ausgleich erzielte (56.) und dann in der Overtime auch zum Sieg traf (66.). In St. Louis schnürte Stürmer Wladimir Tarasenko einen Doppelpack, der russische Stürmer traf zum 2:1 und zum vorentscheidenden 3:1. In beiden „Best of seven“-Serien steht es 1:0.

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Fussball

Real Madrid ist in der spanischen Primera Division beim Tabellenvierten FC Getafe nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Beim Überraschungsteam des spanischen Oberhauses waren die „Königlichen“ zwar optisch leicht überlegen, es fehlte aber an zwingenden Aktionen.

Real-Trainer Zinedine Zidane hatte nach dem 3:0-Sieg über Athletic Bilbao zu Ostern kräftig rotieren lassen. So mussten Marcelo, Toni Kroos und Weltfußballer Luka Modric zunächst auf der Bank. Der lange verletzte Gareth Bale erhielt eine Chance von Beginn an. Doch das alles half nichts, weil Torjäger Karim Benzema, der die letzten acht Ligatore für Madrid erzielte, diesmal Ladehemmung hatte.

Gareth Bale (Real)
APA/AFP/Javier Soriano

Real bleibt in der Tabelle mit 65 Punkten hinter Titelverteidiger Barcelona (80) und dem Stadtrivalen Atletico Madrid (71) auf Platz drei vor Getafe (55). Dennoch ist den „Königlichen“ vier Spieltage vor Saisonschluss die Teilnahme an der UEFA Champions League angesichts ihres Vorsprungs auf den Tabellenfünften FC Sevilla (55) kaum noch streitig zu machen.

Sevilla mischt aber im Kampf um Platz vier gegen Getafe noch kräftig mit. Die Andalusier besiegten am Donnerstag Rayo Vallecano dank fünf Treffern in der zweiten Halbzeit mit 5:0. Die Torschützen waren Quincy Promes (55.), Munir El Haddadi (57., 62.), Wissam Ben Yedder (69.) und Bryan Gil (86.).

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Atalanta Bergamo und Lazio Rom bestreiten das Finale im italienischen Fußballcup. Einen Tag nach dem Sieg von Lazio über AC Milan schlug Atlanta im zweiten Halbfinal-Rückspiel am Donnerstag Fiorentina mit 2:1 (1:1). Nach dem 3:3 im Hinspiel stieg der auch in der Serie A in den vorderen Plätzen liegende Club aus der Lombardei damit ohne großes Zittern auf.

Den Siegestreffer schoss der Argentinier Alejandro Gomez in der 69. Minute. Fiorentina war durch Luis Muriel bereits in der dritten Minute in Führung gegangen, Josip Ilicic (14.) gelang aber schon nach einer knappen Viertelstunde per Elfmeter der Ausgleich. Das Finale der Coppa Italia steigt am 15. Mai in Rom. Bergamo, das im Viertelfinale den Traum vom fünften Cupsieg des Meisters Juventus Turin mit einem 3:0-Erfolg beendet hatte, steht zum vierten Mal im Endspiel. Den bisher einzigen Titel holte Atalanta 1963.

Jochen Drees hat als Chef der DFB-Videoschiedsrichter Fehler beim umstrittenen Elfmeter für den FC Bayern München im Pokal-Halbfinale in Bremen eingeräumt. „Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt“, wird Drees auf der Website des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstag zitiert. Allerdings gebe es sowohl Aspekte, die gegen einen Strafstoß sprechen als auch einen Aspekt, der für einen Elfmeter spricht.

Drees bemängelte zudem in einem TV-Interview einen Kommunikationsfehler. Schiedsrichter Daniel Siebert und Videoassistent Robert Kampka hätten sich „im Prinzip diese Situation nochmal anschauen müssen. Und da haben beide einfach nicht auf die Art und Weise miteinander kommuniziert und geredet, wie wir das erwarten würden“, sagte der frühere Bundesliga-Referee.

Der Strafstoß war entscheidend beim 3:2 (1:0)-Erfolg der Bayern am Mittwochabend bei Werder Bremen, mit dem der Bundesliga-Spitzenreiter den Finaleinzug fixierte. Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie hatte Kingsley Coman im Strafraum leicht mit dem Ellbogen berührt, woraufhin der Bayern-Stürmer zu Boden gegangen war. Siebert blieb nach kurzer Rücksprache mit seinen Assistenten bei seiner Entscheidung.

Der frühere Trainer des 1. FC Köln und von Borussia Dortmund, Peter Stöger, hat dem künftigen Trainer des VfL Wolfsburg, Oliver Glasner, und den Kollegen in seiner Heimat ein gutes Zeugnis ausgestellt.

„Wir haben hier in Österreich ein paar gute Trainer – und die können sich auch woanders durchsetzen. Olli hat beim LASK eine Idee entwickelt und die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Er hat dafür aber auch die nötige Zeit bekommen“, sagte der Wiener dem deutschen Portal Sportbuzzer.

Peter Stöger
APA/AFP/Amelie Querfurth

Stöger kennt Glasner „schon ewig lang“, beide spielten noch in der österreichischen Bundesliga gegeneinander. Bereits damals war Glasner „schon gut im strategischen Bereich unterwegs – von daher überrascht es mich nicht, dass er einen so guten Job als Trainer macht“, so Stöger, der Deutschland als Wunschziel vieler heimischer Trainer nannte.

„Klar schaut man auf die deutsche Liga, man bekommt davon am meisten mit, das ist der große Nachbar“, sagte Stöger. „Man steht ganz anders im Rampenlicht, was die Erfolge, aber auch die Misserfolge anbelangt. Das bekommt in Deutschland eine andere Größenordnung – und dazu relativ schnell“, sagte der 53-Jährige. „Den Schritt habe ich geschafft, den hat Adi Hütter (Trainer bei Eintracht Frankfurt) geschafft – und den wird auch Olli Glasner schaffen.“

Die Mailänder Polizei hat acht Hooligans von Lazio Rom wegen Verherrlichung des Faschismus angezeigt. Sie hatten vor dem Halbfinal-Rückspiel im italienischen Cup am Mittwochabend bei AC Milan einen provozierenden Banner ausgerollt, auf dem „Ehre für Mussolini“ stand. Ihnen drohen bis zu drei Jahren Haft, berichteten italienische Medien am Donnerstag.

Die Fans konnten mit Hilfe einiger Zeugen identifiziert werden, die der Polizei ihre Autonummer meldeten. Der Banner sorgte für einen Eklat, da in Italien am Donnerstag der „Tag der Befreiung“ gefeiert wird, dem Ende des Kampfes gegen Faschismus und Nationalsozialismus im Jahr 1945. Das Transparent wurde unweit des Piazzale Loreto ausgerollt, wo 1945 die Leichen von Diktator Benito Mussolini und seiner Geliebten Clara Petacci kopfüber aufgehängt worden waren.

Die Präsentation des Banners löste empörte Reaktionen aus. Der italienische Premierminister Giuseppe Conte verurteilte den Vorfall. Innenminister Matteo Salvini bezeichnete die Lazio-Fans als „Idioten“. Das Verhalten einiger Fans habe „nichts mit den Werten des Sports zu tun, für die der Club seit 119 Jahren steht“, reagierte Lazio Rom.

2. Liga

Golf

Golfprofi Matthias Schwab hat einen sehr guten Start in die mit 2,5 Mio. Euro dotierten Trophee Hassan II in Rabat erwischt. Der Steirer setzte sich am Donnerstag nach der ersten Runde mit einer 70er-Runde von drei unter Par mit sechs Birdies und drei Bogeys an die geteilte achte Stelle. Auf den englischen Spitzenreiter Jordan Smith fehlen ihm vier Schläge.

Radsport

Der Brite Tao Geoghegan Hart hat nach dem Auftakt auch die vierte Etappe der Tour of the Alps gewonnen. Der Sky-Profi setzte sich am Donnerstag auf dem vorletzten Teilstück von Baselga di Pine nach Cles (134 km) zeitgleich vor Vincenzo Nibali, Rafal Majka und seinem im Gesamtklassement weiter führenden Teamkollegen Pawel Siwakow durch.

Hermann Pernsteiner wurde 18. und fiel dadurch im Gesamtklassement aus den Top Ten. Der Niederösterreicher arbeitete zunächst für seinen Kapitän Nibali, musste die Schnellsten diesmal aber früher ziehen lassen. „Ich habe heute sehr gelitten vom ersten Berg weg. Ich spüre, dass die Form noch nicht ganz am Höhepunkt ist, ich bin noch ein bisschen müde vom Höhentrainingslager“, meinte Pernsteiner.

Bis zum Giro d’Italia in zwei Wochen, bei dem er erneut Mitfavorit Nibali unterstützen soll, werde er aber in Topform sein, versprach der Bergspezialist.

Im Gesamtklassement führt Siwakow vor dem letzten Abschnitt am Freitag von Kaltern nach Bozen 27 Sekunden vor Geoghegan Hart, 31 vor Majka und 33 vor Nibali. Pernsteiner liegt mit 3:48 Minuten Rückstand auf Rang 15. Sky-Topstar Chris Froome, der den Giro diesmal auslässt, spielt schon seit dem zweiten Tag keine entscheidende Rolle mehr.

Riccardo Zoidl bestreitet vom 6. bis 12 . Juli die 71. Österreich-Radrundfahrt. Sein polnisches CCC-Team stellt den Tour-Sieger von 2013 als Kapitän auf. „Mein Ziel ist klar mein zweiter Rundfahrtssieg“, betonte der 31-jährige Oberösterreicher am Donnerstag in einer Aussendung der Veranstalter, die außerdem noch Radstadt als Startort der 4. Etappe am 10. Juli bekanntgaben.

„Ich fahre nicht den Giro d’Italia, bestreite stattdessen die Kalifornien-Rundfahrt. Danach habe ich das Okay vom Team bekommen, um mich gezielt auf die Österreich-Rundfahrt vorzubereiten“, verriet Zoidl, der um die große Erwartungshaltung an ihn weiß. „Wenn man einmal die Rundfahrt gewonnen hat, zählt man immer zu den Favoriten. Die Streckenführung, die ich bisher kenne, gefällt mir sehr. Vor allem, dass das Kitzbüheler Horn nicht am zweiten oder dritten Tag, sondern am letzten auf dem Programm steht.“

Der Slowake Peter Sagan hat seine Klassiker-Saison vorzeitig beendet und wird bei Lüttich-Bastogne-Lüttich am Sonntag nicht mehr an den Start gehen. „Gemeinsam mit dem Team haben wir beschlossen, dass es für mich am besten wäre, mir jetzt ein paar Tage freizunehmen, um mich besser auf die nächsten Rennen vorzubereiten“, teilte der 29-jährige auf seiner Website mit.

Für den Star des Teams Bora lief das Frühjahr 2019 relativ holprig. Bei Mailand-Sanremo (Rang vier) und Paris-Roubaix (Fünfter) hatte Sagan noch in der Spitzengruppe mithalten können, beim Amstel Gold Race und dem Fleche Wallonne am Mittwoch stieg er vorzeitig aus.´

Einen Klassiker-Sieg gab es für den sprintstarken dreifachen Weltmeister in diesem Jahr nicht. Als nächstes Rennen nimmt Sagan ab 12. Mai die Kalifornien-Rundfahrt in Angriff.

Tischtennis

Bei der Tischtennis-WM in Budapest ist der Weltranglistenerste und Turnierfavorit Fan Zhendong aus China schon im Achtelfinale ausgeschieden. Der 22-Jährige verlor am Donnerstag gegen seinen Landsmann Liang Jingkun mit 2:4. Es ist der nächste prominente Ausgeschiedene, nachdem bereits am Mittwoch der als Nummer zwei gesetzte Xu Xin in der dritten Runde dem Franzosen Simon Gauzy unterlegen war.

Fan Zhendong
AP/Li Zhiyan

Nach der Hälfte des Turniers steht damit schon fest, dass es im Herren-Einzel zum ersten Mal seit 16 Jahren kein rein chinesisches WM-Endspiel geben wird. Das Aus kam am Donnerstag auch für den Deutschen Timo Boll, der wegen Fiebers zu seiner Achtelfinal-Partie gegen den Südkoreaner Jang Woo Jin nicht antreten konnte.

Beachvolleyball

Clemens Doppler/Alexander Horst und Lena Plesiutschnig/Katharina Schützenhöfer sind mit Niederlagen in das Turnier in Xiamen gestartet. Plesiutschnig/Schützenhöfer mussten sich zum Auftakt am Donnerstag den Kanadierinnen Sarah Paran/Melissa Humana-Paredes ebenso mit 0:2 geschlagen (-14, -19) geben wie Doppler/Horst den Deutschen Julius Thole/Clemens Wickler (-17, -21).

„Das Service hat heute leider überhaupt nicht funktioniert. Von ihren 44 Punkten haben wir ihnen zehn mit Servicefehler beigesteuert. Auch mein Side-out war heute zu unkonstant, das geht sicher besser“, sagte Horst. Beide ÖVV-Paarungen sind am Freitag mit ihren zweiten Gruppenmatches wieder im Einsatz.