Bundesliga

Hartberg-Trainer Markus Schopp hat sich kritisch zum neuen Spielmodus in der Fußball-Bundesliga geäußert. Es gebe einen „Druck, der abartig ist bei allen Beteiligten. Das betrifft nicht nur Spieler und Trainer, sondern geht bis hinauf zu den Schiedsrichtern“, reflektierte der Ex-ÖFB-Teamspieler über die Situation in der Qualifikationsgruppe. „Angstfußball“ stehe dort bei den Teams im Vordergrund.

Trainer Markus Schopp (Hartberg)
GEPA/Mario Kneisl

„Es ist ein extrem nervenaufreibender, sehr intensiver Modus“, sagte Schopp. „Die meisten denken an ihre Sicherheit. Da ist die Frage, inwieweit das die Leute wirklich hinterm Ofen hervorholt. Das muss man weiter beobachten.“ Was die Zuschauerzahlen betrifft, habe die Ligareform wohl noch nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht, meinte der 45-Jährige. Junge Spieler würden zudem wegen der tendenziell großen Abstiegsangst weniger Einsatzminuten bekommen, nannte Schopp einen Nebenaspekt.

„Ich möchte es aber nicht negativ sehen aufgrund unserer Konstellation“, betonte er. Der TSV Prolactal Hartberg hatte nach dem Grunddurchgang als Neunter 26 Punkte auf dem Konto und damit neun Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Wacker Innsbruck. Nach der Halbierung der Punkte ist dieser Vorsprung auf mittlerweile zwei Punkte zusammengeschmolzen, obwohl Wacker in der Qualigruppe eine nur unwesentlich bessere Bilanz als die Obersteirer vorweisen kann.

Fussball

Billy McNeill, der Kapitän des legendären Europacup-Siegerteams von Celtic Glasgow, ist in der Nacht zum Montag im Alter von 79 Jahren gestorben. Das teilte der schottische Fußballmeister am Dienstag mit. Der Verteidiger hatte Celtic 1967 im Finale des Meistercups in Lissabon zum 2:1-Erfolg über Inter Mailand geführt. Es war der erste Europacup-Erfolg eines schottischen Teams.

Als Besonderheit galt, dass alle Spieler dieser Mannschaft in Glasgow und Umgebung geboren wurden. McNeill gewann mit Celtic neunmal die schottische Meisterschaft, achtmal den FA-Cup sowie siebenmal den schottischen Ligacup. 1965 wurde er als Schottlands „Fußballer des Jahres“ geehrt. Nach seiner Profikarriere betreute er von 1978 bis 1983 und von 1987 bis 1991 das Celtic-Team als Cheftrainer und führte es zu vier Meistertiteln und drei Cupsiegen. Für seine Verdienste um die Grün-Weißen wurde McNeill im Dezember 2015 eine Bronzestatue vor dem Celtic Park gewidmet.

Chelsea ist am Montag in der 35. Runde der englischen Premier League nicht über enttäuschendes 2:2-Heimremis gegen Nachzügler Burnley hinausgekommen.

Die „Blues“ machten ein frühes 0:1 durch Jeff Hendrick (8.) dank eines Doppelschlags von N’Golo Kante (12.) und Gonzalo Higuain (14.) zwar postwendend wett, kassierten aber noch vor der Pause den Ausgleich durch Ashley Barnes (24.).

Ashley Barnes (Burnley) trifft gegen Chelsea
Reuters/Andrew Boyers

In der Tabelle verdrängte Chelsea Lokalrivale Arsenal (66 Punkte) zwar vom vierten Rang und schloss punktemäßig zu Tottenham (je 67 Punkte) auf, hat aber ein Spiel mehr auf dem Konto.

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Zwei Tage nach dem fixierten Titelgewinn von Juventus Turin hat der SSC Napoli am Montag in der italienischen Meisterschaft eine überraschende Heimpleite kassiert. Der Tabellenzweite unterlag Atalanta Bergamo 1:2 (1:0) und liegt fünf Runden vor Schluss nur noch sechs Zähler vor Inter Mailand.

Atalanta jubelt nach dem Schlusspfiff gegen Napoli
Reuters/Ciro De Luca

Dries Mertens sorgte in der 28. Minute zwar für die Führung von Napoli, nach der Pause drehten Duvan Zapata (69.) und Mario Pasalic (80.) die Partie aber noch zugunsten von Atalanta, das punktemäßig zum Vierten Milan aufschloss und nun einen Zähler vor der AS Roma auf Platz fünf liegt.

Bereits am Samstag hatte Juve zum achten Mal in Folge die italienische Meisterschaft für sich entschieden. Der Rekordmeister fixierte seinen 35. Titel in der Serie A mit einem 2:1 gegen Fiorentina und konnte sich nach dem Aus in der Champions League mit einer neuen Bestmarke trösten. Cristiano Ronaldo dementierte zudem seinen Abschied – mehr dazu in Juventus fixiert nächsten „Scudetto“.

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ÖFB-Cup

Billard

Favorit Ronnie O’Sullivan ist bei der Snooker-WM im Crucible Theatre von Sheffield sensationell in der ersten Runde gescheitert. Der englische Weltranglistenerste und fünffache Weltmeister musste sich am Dienstag dem krassen Außenseiter James Cahill mit 8:10 geschlagen geben.

Der 23-jährige Engländer hatte sich als erster Amateur der WM-Geschichte über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt. O’Sullivan – Weltmeister von 2001, 2004, 2008, 2012 und 2013 – schied erstmals seit 16 Jahren bereits in der Auftaktrunde aus.

Eishockey

Die Carolina Hurricanes haben am Montag (Ortszeit) in der ersten Play-off-Runde der National Hockey League (NHL) gegen Titelverteidiger Washington Capitals vor eigenem Publikum mit 5:2 gewonnen und in der „Best of seven“-Serie auf 3:3 gestellt. Damit muss der Vorjahreschampion aus der Hauptstadt in der Nacht auf Donnerstag in einem entscheidenden Spiel sieben antreten.

Jubel der Carolina Hurricanes
Reuters/USA Today Sports/James Guillory

Washington, das im letzten Spiel Heimrecht hat, ging auswärts bei den Hurricanes zwar durch Brett Conolly und Alexander Ovechkin zweimal in Führung, doch Carolina siegte dank eines starken Schlussdrittels (3:0).

Dallas steigt auf

Die Dallas Stars konnten hingegen ihre Serie gegen die Nashville Predators am Montag für sich entscheiden. Spiel sechs endete mit einem 2:1-Heimsieg nach Verlängerung für die Texaner. Der Schwede John Klingberg war in der 18. Minute der Overtime der Matchwinner für die Texaner, die die „Best of seven“-Serie mit 4:2 gewannen. Dallas trifft in der nächsten Runde auf die St. Louis Blues.

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Die Moser Medical Graz99ers haben sich für eine weitere Saison in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) die Dienste von Dwight King gesichert. Das teilten die Steirer, die im Halbfinale am KAC gescheitert waren, am Montag in einer Aussendung mit.

Der 29-jährige Kanadier kam im letzten Sommer vom russischen Club Awtomobilist Jekaterinburg zu den Grazern und brachte es in 64 Spielen auf elf Tore und 34 Assists. Zuvor war King unter anderem auch in der NHL im Einsatz und holte mit den Los Angeles Kings 2012 und 2014 zweimal den Stanley Cup.

Tennis

Das Tennisturnier in Hamburg wird nun doch nicht als Europameisterschaft ausgetragen. Die Titelkombination aus Hamburg Open und European Championship sei bei der Spielervereinigung ATP „nicht erwünscht gewesen“, sagte Turnierveranstalter Peter-Michael Reichel am Dienstag der dpa.

„Wir haben den Titel im Januar bei der ATP eingereicht, und er ist auch bestätigt worden“, sagte Reichel. Danach habe es aber Beschwerden anderer Veranstalter gegeben. Hintergrund: Mit den Konkurrenzen in Rom, Madrid und Monte Carlo gibt es in Europa drei Turniere, die einen höheren Status haben als die Veranstaltung am Hamburger Rothenbaum.

Das Turnier in der Hansestadt, das vom 20. bis zum 28. Juli stattfindet, soll laut Reichel jetzt Hamburg European Open heißen. „Wir sind derzeit im Finetuning“, sagte der Veranstalter.

Der als Nummer drei gesetzte Dominic Thiem trifft beim ATP-500-Tennisturnier in Barcelona am Dienstag zum Auftakt auf Diego Schwartzman. Der 26-jährige Argentinier setzte sich am Ostermontag in der ersten Runde mit 4:6 6:4 6:2 gegen den Japaner Yoshihito Nishioka durch.

Der Niederösterreicher Thiem hat gegen Schwartzman bisher fünfmal auf der Tour gespielt, er führt 3:2, verlor aber die beiden letzten Partien 2017 in Montreal und heuer im Halbfinale von Buenos Aires. Die Partie am Dienstag ist als dritte nach 12.30 Uhr angesetzt.

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Radsport

Tischtennis

Die Tischtennis-Weltmeisterschaften werden 2021 zum ersten Mal in den USA stattfinden. Der Weltverband ITTF vergab die Einzel-WM in zwei Jahren am Montag an die texanische Stadt Houston. Damit wird das wichtigste Tischtennis-Turnier neben den Olympischen Spielen erstmals seit 1939 nicht in Asien oder Europa ausgetragen.

Die Team-WM 2022 vergab die ITTF bei einer Sitzung in Budapest an die chinesische Stadt Chengdu. Mit dem Zuschlag für einen amerikanischen und einen chinesischen WM-Gastgeber will der Weltverband genau 50 Jahre später an die „Ping-Pong-Diplomatie“ 1971 und 1972 erinnern, als den USA und China dank einer Einladung amerikanischer Tischtennis-Spieler nach Peking wieder eine Annäherung gelang.

Schießen

EM-Bronzemedaillengewinnerin Franziska Peer hat beim Sportschützen-Weltcup in Peking im Luftgewehr-Bewerb am Dienstag Rang zwölf belegt. Mit 627,5 Ringen fehlten der Tirolerin nur 0,8 auf das Finale der Top Acht, in dem es auch um Quotenplätze für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio ging. Olympiateilnehmerin Olivia Hofmann kam nicht über Rang 65 hinaus, der Sieg ging an die Russin Julia Karimowa.