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Torjäger bleibt in Österreich

Nach zwei Jahren beim SK Puntigamer Sturm Graz kehrt Deni Alar zum SK Rapid Wien zurück. Nachdem der überraschende Transfer des 28-jährigen Stürmers bereits am Donnerstagabend in einigen Medien publiziert worden war, kam am Freitagnachmittag die offizielle Bestätigung.

Nach wochenlangen Spekulationen über einen Wechsel ins Ausland feiert ÖFB-Teamspieler Alar also ein Comeback in Hütteldorf. Die in einer Ausstiegsklausel niedergeschriebene Ablösesumme soll sich auf 600.000 Euro belaufen. Er erhält bei den Wienern einen Vertrag über vier Jahre bis Sommer 2022.

Alar kehrt zu Rapid zurück

Am Freitag wurde Deni Alars Rückkehr zu Rapid offiziell bestätigt. Er verlässt Sturm Graz und erhält einen Vertrag bis 2022.

Handlungszwang im Angriff

Rapid musste in der Offensive nachbessern, weil mit Giorgi Kvilitaia, Andrija Pavlovic und Philipp Schobesberger drei Angreifer langfristig verletzt ausfallen. Trainer Goran Djuricin war erleichtert, einen neuen Stürmer zu bekommen: „Ich bin begeistert, dass mit Deni Alar der beste österreichische Angreifer unserer Liga künftig in unseren Reihen steht. Er wurde nicht umsonst ins Nationalteam einberufen und wird uns mit Sicherheit einen Qualitätsschub in der Offensive bringen.“

Deni Alar und Joerg Siebenhandl (beide Sturm) ÖFB-Cup-Pokal

GEPA/Christian Walgram

Gemeinsam mit Teamgoalie Jörg Siebenhandl stemmte Deni Alar vor wenigen Wochen den ÖFB-Cup-Pokal

Auch Rapid-Sportdirektor Fredy Bickel freute sich über die Rückkehr: „Er ist ein spezieller Stürmer mit einer riesigen Qualität im Abschluss und zudem sehr spielstark. Er kennt nicht nur die Liga, sondern auch unseren Verein bestens und wird so sehr rasch und leicht integriert werden.“

Ankunft mit 20 Toren im Gepäck

Alar schoss in der abgelaufenen Bundesliga-Saison 20 Tore für den Vizemeister und ÖFB-Cupsieger Sturm Graz. Er musste sich in der Torschützenwertung damit nur Red Bull Salzburgs Goalgetter Munas Dabbur (22 Treffer) geschlagen geben. Alar spielte bereits von 2011 bis 2016 für die Grün-Weißen, ehe er zu Sturm wechselte. Damals wurde sein Vertrag in Wien nicht verlängert. „Wie viele wissen, wollte ich vor zwei Jahren schon beweisen, dass ich weiter in den grün-weißen Kader gehöre, damals wurde mein Vertrag aber leider nicht verlängert“, hat der 28-Jährige mit Rapid noch eine kleine Rechnung offen.

Auch wenn viele Sturm-Fans seine Entscheidung nicht gutheißen würden, aber „ich möchte beim SK Rapid unbedingt beweisen, dass ich vor zwei Jahren nicht hätte abgegeben werden sollen und will auch mit Grün-Weiß so rasch wie möglich einen Titel erreichen“, so Alar, der in seiner Profilaufbahn bereits 333 Pflichtspiele in Meisterschaft, Europacup und ÖFB-Cup bestritten und dabei 111 Treffer erzielt hat. Seinen nächsten könnte es eventuell schon beim Testspiel am 14. Juli in Wien gegen den Hamburger SV geben.

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