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„Das beste Turnier der Welt“

Nach der WM-Premiere im Vorjahr ist die Wiener Donauinsel von 1. bis 5. August wieder Austragungsort eines Beachvolleyball-Großturniers. Zum ersten Mal geht das Event als Schauplatz der World Tour, ausgerichtet vom Weltverband (FIVB), über die Bühne.

Bei der WM im Vorjahr besuchten 180.000 Zuschauer bei bestem Wetter das zehntägige Event, das Fazit der Organisatoren rund um Hannes Jagerhofer fiel nach der Premiere dementsprechend positiv aus. „Wie kann man so eine Geschichte toppen? Es ist ganz schwer“, sagte Jagerhofer bei einer Pressekonferenz und hatte gleich einen Vorschlag parat: „Indem wir den Leuten vieles angenehmer machen.“

Countdown zum Beachvolleyball-Major

Anfang August findet auf der Donauinsel das Beachvolleyball-Major-Turnier statt. Im Rahmen des Bewerbs werden einige der besten Spieler der Welt in Wien aufschlagen.

Gemeint sind damit noch mehr Gastronomieangebote, Beachpartys, VIP-Pässe, leichtere Zugangswege. „Mit Wien haben wir eine Zweimillionenstadt hinter uns“, sagte Jagerhofer, der wieder 100.000 Zuschauer erwartet: „Wir haben im Vorjahr gezeigt, was hier möglich ist.“

Arena soll „Hexenkessel“ werden

Die Aufbauarbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Das Stadion wird gedreht, die Tribüne fasst bis zu 8.000 Zuschauer. 2.000 Plätze weniger als bei der WM würden der Stimmung am Center Court aber keinen Abbruch tun. „Die Tribünen sind steiler, die Arena wird so noch mehr zu einem Hexenkessel.“ Auch der Austragungsort nahe der Floridsdorfer Brücke ist derselbe. Sicherheits- und Verkehrskonzept - 90 Prozent der Besucher kamen mit den „Öffis“ - hätten sich bewährt. Das Veranstaltungsgelände umfasst 49.000 Quadratmeter, inklusive vier Side Courts, die dauerhaft stehenbleiben und der Bevölkerung kostenlos zugänglich sind.

Fans bei der WM

GEPA/Christian Walgram

Nach dem Erfolg des Vorjahres hofft man auch heuer auf großen Zuschauerandrang

Zumindest die nächsten drei Jahre soll Wien der heimische „Hotspot“ für Beachvolleyball sein. Im Februar hatte der Wiener Gemeinderat ein einstimmiges Bekenntnis abgegeben. Ergänzt durch Sponsoren gelang es Jagerhofer, für das Fünfsterneturnier (höchste Kategorie) ein Budget von sieben Millionen Euro auf die Beine zu stellen. Das Preisgeld beträgt 600.000 Euro, je 300.000 für Männer und Frauen. „Dass bei uns nicht nach Geschlechtern unterschieden wird, darauf sind wir stolz“, sagte Jagerhofer und verwies auf eine Statistik, laut der 60 Prozent der Fans, die zur WM kamen, weiblich waren.

„Die Mischung macht es aus“

Für Clemens Doppler und Alexander Horst, die im Vorjahr sensationell WM-Silber geholt hatten, ist das Heimevent „das Highlight des Jahres“ (Horst). Doppler stellte die Vorjahreserfahrungen sogar über jene der Olympischen Spielen 2016 in Brasilien. „Wir wissen ja seitdem, was es heißt, in einem brasilianischen Hexenkessel gegen Brasilianer zu spielen. Es ist mit Wien trotzdem nicht zu vergleichen.“ Wien sei nicht nur Sportevent, es habe auch Festivalcharakter. „Die Mischung macht es aus. Das toppt auch Rio, Wien ist das beste Turnier der Welt.“

Doppler freut sich auf den „dritten Mann“. „Mit dem Publikum im Rücken ist vieles möglich. Wien ist einzigartig. Das wünschen sich alle Spieler, die auf der World Tour spielen.“ Horst ergänzte: „Wir sind auch im Vorjahr oft schlecht gestartet, konnten das Spiel aber mit dem enormen Push von den Zuschauern noch einmal drehen. Das war Gänsehautfeeling.“

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