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Über 200.000 Fans werden erwartet

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez kommt 2018 nach Spielberg, um die dortige Ducati-Siegesserie beim Grand-Prix von Österreich zu beenden. Die Italiener haben seit dem MotoGP-Comeback durch Andrea Iannone und und Andrea Dovizioso beide Rennen gewonnen. Am Sonntag will der Honda-Pilot aus Spanien nun den Spieß umdrehen und erstmals selbst ganz oben stehen.

„Natürlich starten wir ins Wochenende mit dem Versuch, zu gewinnen“, sagte Marquez in Spielberg, wo wieder über 200.000 Zuschauer erwartet werden. Nach einem Doppelsieg der Ducatis 2016 musste sich Marquez im Vorjahr Dovizioso nur ganz knapp und erst nach einem packenden Manöver in der Schlusskurve geschlagen geben. Der Vorsprung des Italieners betrug am Ende nach einem abgewehrten Angriff nur 0,176 Sekunden.

Jubel von Andrea Dovizioso (ITA/ Ducati) nach seinem Sieg im August 2017

GEPA/Christian Walgram

2017 durfte sich Andrea Dovizioso bei der Siegerehrung in der Steiermark feiern lassen

„Wir gehen es an wie immer. Wir werden ab Freitag hart arbeiten, damit wir am Sonntag um den Sieg mitkämpfen können. Wenn das nicht geht, nehmen wir so viele Punkte für die WM mit wie möglich. Denn die Weltmeisterschaft ist das Wichtigste“, sagte der 25-jährige Sechsfachweltmeister, der die Ducatis hoch einschätzt. „Sie fahren derzeit auf einem hohen Level“, musste der Spanier eingestehen.

49 Punkte Vorsprung

Sein Vorsprung in der WM-Wertung ist aber noch beruhigend. 49 Punkte führt Marqeuz vor Altmeister Valentino Rossi (Yamaha). Der fünffache Saisonsieger wird damit Österreich auch nach dem elften von 19 Saisonrennen als WM-Führender verlassen. Im Kampf um seinen fünften MotoGP-Titel liegt er ausgezeichnet im Rennen.

Marc Marquez (ESP/ Honda)

GEPA/Andreas Pranter

Honda-Pilot Marc Marquez erwartet in Spielberg ein harter Kampf gegen die Ducatis

Rossi ist zwar erster Marquez-Verfolger. Die Yamahas sind aber seit bereits 20 Rennen ohne Sieg (wie zuletzt 2002). Für Italiens 39-jährigen Superstar ist Österreich die einzige Strecke, auf der er in der MotoGP noch kein Podest geschafft hat. Siegeschance sieht der „Dottore“ keine. „Dazu sind wir derzeit nicht gut genug“, sagte Rossi. Dazu kommt, dass Spielberg keine ideale Strecke für ihn sei. „Im Vorjahr haben wir sehr gelitten“, so Rossi.

Dovizioso kommt mit viel Selbstvertrauen

Dovizioso liegt als Dritter sogar schon 68 Punkte zurück, ist aber in Spielberg dank seiner Ducati ein heißer Siegesanwärter. Denn beide Rennen seit dem MotoGP-Comeback auf der steirischen Berg- und Talstrecke mit ihren sieben Rechts- und „zweieinhalb“ Linkskurven sind an Fahrer auf der bärenstarken Ducati gegangen. Zuletzt in Brünn gab es einen Doppelsieg mit Dovizioso vor Jorge Lorenzo.

„Nach einem Sieg bringst du natürlich viel Selbstvertrauen zum nächsten Rennen mit“, sagte der Italiener. Marquez in der WM noch einzuholen, sei aber dennoch praktisch unmöglich. „Marc ist selbst an einem schlechten Tag gut für ein Podest“, sagte Dovizioso, der auf seiner Ducati neben der ausgeklügelten Aerodynamik auch auf einen kräftigen Motor vertrauen kann. Neben Dovizioso muss Marquez aber auch mit Lorenzo als hartem Gegner rechnen. Der zweite Ducati-Fahrer ist der Pilot, der in den vergangenen fünf Rennen die meisten WM-Punkte gesammelt hat.

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