Jakob Schubert an der Kletterwand
APA/Barbara Gindl
Kletter-WM

Schubert sorgt für goldenen Abschluss

Jakob Schubert hat am Sonntag zum Abschluss der Kletter-Weltmeisterschaften in Innsbruck seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der Tiroler setzte sich in der Kombination souverän durch. Zuvor hatte die Niederösterreicherin Jessica Pilz Bronze erobert.

Im Speed und Lead wurde Schubert Zweiter, die Wertung im Bouldern entschied er für sich. Die weiteren Medaillen gingen an Adam Ondra aus Tschechien und den Deutschen Jan Hojer. Damit ging die WM mit insgesamt vier Medaillen für Österreich zu Ende. Neben Schubert gewann auch Jessica Pilz mit Gold (im Lead) bzw. Bronze (in der Kombination) zweimal Edelmetall.

Ich bin überglücklich"

„Etwas Schöneres gibt es nicht. Das war jetzt wirklich noch das Sahnehäubchen drauf. Ich bin überglücklich, im Kombinations-Finale dabei gewesen zu sein, zum ersten Mal so ein Finale, und zu sehen, wie das so läuft. Ich wäre schon mit einer Medaille überglücklich gewesen, dass es gleich zu Gold langt – einfach mega“, sagte der 27-Jährige im ORF-Interview. Die Kombination wird bei den Spielen 2020 in Tokio ihre Olympiapremiere feiern.

Schubert verzeichnete im Finale der besten sechs Kombinierer in seiner Zitterdisziplin Speed als Zweiter einen starken Einstieg. Mit Rang eins im Bouldern setzte sich der Innsbrucker an die Spitze. Im Vorstieg reichte ihm dann Platz zwei hinter Ondra zum Titel. Zwei Goldene bei einer WM waren bisher bei den Herren nur Ondra 2014 im Vorstieg und Bouldern gelungen.

Jakob Schubert jubelt an der Kletterwand
GEPA/Andreas Pranter
Für Schubert verlief der letzte WM-Bewerb optimal

Nachdem sich Schuber im Speed-Bewerb erst im Finale Jan Hojer (GER) geschlagen geben musste folgte sein beeindruckender Auftritt im Bouldern. Der Lokalmatador schien wie beflügelt und bezwang alle vier Boulder in nur acht Versuchen. Nur noch Ondra schaffte in der abwechslungsreichen Runde vier Tops. Damit war Schubert Bronze bereits sicher.

Hype um Österreichs Kletterasse

Elf Tage lang hat die Weltmeisterschaft in Innsbruck dem Klettersport die ganz große Bühne geboten. Mit Jessica Pilz und Jakob Schubert sind zwei österreichische Kletterasse fulminant ins Rampenlicht geklettert.

Locker in den Vorstieg

Im Vorstieg legte Ondra vor und kletterte bis zum vorletzten Zug. Nachdem Hojer beim 26. Griff stürzte, war klar, dass Schubert für Gold „nur“ den 27. Griff halten musste. Der Innsbrucker riskierte nichts und kletterte bis in die Schlussplatte, ehe er am 37. Griff stürzte. Das österreichische Aushängeschild wusste um seine historische Tat und feierte schon beim Ablassen.

Jessica Pilz und Jakob Schubert mit ihren WM-Medaillen
GEPA/Andreas Pranter
Jessica Pilz und Jakob Schubert strahlen mit ihren Medaillen um die Wette

„In der Kombi kann es mir nicht viel besser aufgehen. Es war ein sehr starkes Feld im Finale – vor allem was das Bouldern angeht. Dass ich das Bouldern für mich entscheiden konnte, das hätte wahrscheinlich keiner so vorhergesehen, und das war schon die halbe Miete. Ich habe gewusst, in Führung zu sein vor meiner Paradedisziplin – dem Vorstieg, das geht nicht besser. Ich bin überglücklich, dass das funktioniert hat“, jubelte Schubert.

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