Niederländische Radrennfahrerin Anna Van Der Breggen
APA/AFP/Christof Stache
Rad-WM

Olympiasiegerin fährt überlegen zu Gold

Olympiasiegerin Anna van der Breggen hat nach ihrem Olympiatriumph in Rio de Janeiro auch den WM-Titel erobert. Die Niederländerin feierte am Samstag bei der Rad-WM in Tirol im Damen-Straßenrennen (156,2 km) einen Solosieg.

Nach Silber im Team-und Einzel-Zeitfahren gewann Van der Breggen 3:42 Minuten vor der Australierin Amanda Spratt und 5:26 vor der Italienerin Tatiana Guderzo.

Van der Breggen hatte rund 50 Kilometer vor dem Ziel zur Spitzengruppe aufgeschlossen und distanzierte später im steilsten Abschnitt der Olympiarunde ihre Fluchtgefährtin Spratt. „Ich habe keine Rückstände gewusst und bin bis ins Ziel voll gefahren“, sagte die 28-Jährige. Damit gewannen die Niederländerinnen in Innsbruck drei der vier Damen-Titel, nur die Tirolerin Lara Stigger durchbrach bei den Juniorinnen diese Phalanx.

Niederländische Radrennfahrerin Anna Van Der Breggen
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Nach souveräner Darbietung jubelte Van der Breggen in Innsbruck über den WM-Titel

ÖRV-Damen im geschlagenen Feld

Auf den drei Runden auf dem Olympiakurs nach Igls splitterte sich das Feld der 149 Damen völlig auf, die Fahrerinnen kamen einzeln oder in kleinen Gruppen mit enormen Rückständen ins Ziel. Bestplatzierte Österreicherin war die vom Mountainbike-Marathon kommende Angelika Tazreiter als 59. (+ 14:26 Min.).

Gold für van der Breggen

Anna van der Breggen aus den Niederlanden ließ ihrem Olympiasieg nun WM-Gold folgen. Sie siegte mit einem Vorsprung von fast vier Minuten.

Die 31-Jährige musste im ersten Anstieg wegen eines Sturzes vor ihr stehenbleiben, verlor den Anschluss und musste sich zurückkämpfen. Auf der letzten Runde war Tazreiter fast durchwegs solo unterwegs. „Es war erst mein elftes Rennen auf der Straße, dafür ist es recht gut gegangen“, sagte die Wahl-Kärntnerin. Staatsmeisterin Sarah Rijkes („Bis 115 km ist es gut gegangen, dann konnte ich kein Tempo mehr halten“) landete an der 81. Stelle.

Die durch Bandscheibenprobleme gehandicapte und schon früh ins Hintertreffen geratene Martina Ritter musste aufgeben. Ritter erklärte nach dem Rennen auch ihren Abschied vom Spitzensport. Die 36-jährige Oberösterreicherin hatte die Karriere schon nach Olympia 2016 beenden wollen, aber wegen der Titelkämpfe in Tirol noch zwei Jahre angehängt. Sie wolle nun ihre Bandscheibenprobleme in den Griff bekommen, so die fünffache Staatsmeisterin.

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