Dominic Thiem
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Tennis

Thiem hakt Schanghai ab

Für Dominic Thiem hat sich der Abstecher nach Asien einmal mehr nicht ausgezahlt. Österreichs Nummer eins unterlag am Dienstag in seinem Auftaktspiel dem Australier Matthew Ebden in drei Sätzen und prolongierte damit seine pechschwarze Serie beim ATP-Masters-1000-Turnier in Schanghai.

Auch beim vierten Antreten in China reichte es nicht zum erstmaligen Vorstoß ins Achtelfinale. Thiem hält in Schanghai nun bei einer Bilanz von zwei Siegen (2014, 2015) und vier Niederlagen. Nach dem jüngsten Aufschwung mit dem US-Open-Viertelfinale, zwei Siegen im Davis-Cup sowie seinem ersten Hallentitel in St. Petersburg war Thiem natürlich enttäuscht. „Ich denke, das war nicht mein bester Tag, und er hat sehr gut gespielt“, sagte Thiem nach dem 4:6 7:6 (10/8) 6:7 (4/7).

Schneller Belag als Nachteil

Vermutlich liegt dem 25-Jährigen dieses Turnier wohl auch wegen des Belages nicht so sehr. „Die Plätze hier sind sehr schnell, offensichtlich sind viele Matches sehr eng. So auch unseres, aber am Ende hatte er im Tiebreak des dritten Satzes mehr Glück“, sagte Thiem. Er habe bis zum Ende gekämpft, und es bis zum 6:6 geschafft. „Es war kein großartiges Match von mir. Aber es ist gut. So etwas passiert.“

Frühes Aus für Thiem in Schanghai

Dominic Thiem musste sich am Dienstag beim Masters-1000-Turnier in Schanghai bereits in der zweiten Runde dem Australier Matthew Ebden geschlagen geben.

Die Statistik seines Matchs verdeutlichte die Einschätzung von Thiem bezüglich enger Spiele. Im gesamten Match fabrizierte der French-Open-Finalist 42 unerzwungene Fehler, bei Ebden waren es 43. Bei den Winnern lag der Australier mit 49:48 voran. Die auf die Matchdauer von 2:45 Stunden gesehen quasi totale Ausgeglichenheit wird auch dadurch unterstrichen, dass der Weltranglisten-51. mit 123 Punkten nur einen mehr als Thiem machte.

„Genügend Zeit“ für Wien-Vorbereitung

Nun geht es für Österreichs Nummer eins in zwei Wochen beim Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle weiter. „Ich habe genügend Zeit, was sehr wichtig für mich ist. Grundsätzlich trainiere ich sehr gut. Matches sind eben anders. Ich hoffe, ich kann das (gute Training, Anm.) nach Wien mitnehmen“, so Thiem.

Dort hat der 25-Jährige mit nur einem Viertelfinale ebenfalls keine besondere Bilanz, steht aber unter Erfolgsdruck, will er nicht noch das Londoner World-Tour-Finale der Top Acht der Saison verpassen. Nach Wien gibt es vor dem Event in der O2-Arena nur noch das Masters-1000-Turnier von Paris. Noch hat Österreichs Nummer eins aber einen gewissen Punktepolster, und auch in der Weltrangliste kann er diese Woche maximal lediglich einen Platz verlieren.

Im „Race to London“ rutschte Thiem vor dem Turnier in Schanghai um einen Platz hinter dem Südafrikaner Kevin Anderson an die achte Stelle zurück. Hinter Thiem (3.525 Punkte) lauern vor allem der US-Amerikaner John Isner (2.930), der in China nicht spielt, und der Japaner Kei Nishikori (2.820). Der elftplatzierte Italiener Fabio Fognini ist mit einem Rückstand von knapp 1.400 Punkten keine Gefahr mehr.

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