Barbara Haas
GEPA/Matthias Hauer
Tennis

Haas kämpft in Linz vergeblich

Barbara Haas hat auch bei ihrem vierten Antreten beim mit 250.000 Dollar dotierten WTA-Turnier in Linz eine Auftaktniederlage hinnehmen müssen. Die 22-jährige Lokalmatadorin musste sich am Mittwoch in der ersten Runde der Weltranglistenzehnten Kiki Bertens trotz einer engagierten Leistung am Ende klar mit 2:6 1:6 geschlagen geben.

Haas, die dank einer Wildcard die einzige ÖTV-Vertreterin im Einzel-Hauptbewerb war und erstmals auf eine Top-Ten-Spielerin traf, hält damit nach zehn Spielen auf der WTA-Tour bei einem Sieg (Gstaad 2017) und neun Niederlagen. „Der erste Satz hätte ein bisschen knapper ausgehen können. Ich glaube, ich habe ihr mit meinen Eigenfehlern das Match geschenkt“, sagte die enttäuschte Haas.

„Ich bin froh, dass ich gewinnen konnte. Es war ein gutes Match. Ich wollte aggressiv spielen, aber der Platz ist wirklich langsam“, sagte die als Nummer zwei gesetzte Bertens, die Haas auch ein Kompliment machte: „Sie ist eine kleine Spielerin, bewegt sich aber wirklich gut. Das Ergebnis sieht klarer aus, als es war.“

Haas verlor gegen Bertens

Barbara Haas unterlag bei ihrem Erstrundenauftritt der Upper Austria Ladies Linz der Niederländerin Kiki Bertens klar in zwei Sätzen.

Chancen für Haas im ersten Satz

Im ersten Satz musste Haas ihren Aufschlag zum 1:3 abgeben. Die Weltranglisten-192. kämpfte danach verbissen um das Rebreak und zeigte dabei einige schöne Schläge. Der Lohn dafür waren insgesamt drei Breakchancen, die die aufschlagstarke und körperlich überlegene Bertens aber jeweils abwehren konnte. Vor allem das Game beim Stand von 2:4 war äußerst umkämpft. Kurz darauf musste Haas zum zweiten Mal ihr Service zum Satzverlust abgeben.

Danach wurde das Duell zur klaren Angelegenheit für die 26-jährige Niederländerin, die in dieser Saison schon drei Titel auf der WTA-Tour gewinnen konnte und am Montag erstmals in die Top Ten vorstieß. Nach zwei abgewehrten Breakbällen musste Haas ihr Service zum 0:2 abgeben. Damit war der Weg zum Sieg geebnet. Nach einem weiteren Break zum 5:1 beendete Bertens die Partie nach 72 Minuten bei ihrem zweiten Matchball mit einem Ass.

„Habe nicht so richtig ins Match gefunden“

Haas zog danach eine zwiespältige Bilanz. „Ich finde, ich habe gut serviert, das war positiv, aber ich habe nicht so richtig ins Match gefunden. Und im zweiten Satz hat sie ihr Level gesteigert“, meinte Haas, der natürlich auch Matches gegen so starke Spielerinnen fehlen. „Das ist das, was mir natürlich fehlt. Ich komme dann daher und glaube, ich muss etwas Besonderes spielen. Das ist nicht der Fall, ich muss mein Tennis spielen.“

Für den Schützling von Trainer Jürgen Waber geht es nun kommende Woche beim WTA-Turnier in Luxemburg weiter. In der Folge wird die einzige heimische Top-200-Spielerin noch einige kleinere Events bestreiten, angefangen mit einem 25.000-Dollar-Turnier in Oslo.

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