Die tschechische Tennisspielerin Barbora Strycova
GEPA/Matthias Hauer
Tennis

Tschechien im Fed-Cup-Finale Favorit

Tschechien ist nicht nur dank des Heimvorteils im Finale des Fed Cups am Wochenende in Prag gegen die USA in der Favoritenrolle. Seit 2011 haben die tschechischen Damen gleich fünfmal den Titel geholt, Titelverteidiger USA tritt zudem stark ersatzgeschwächt an.

Allerdings ist bei den Gastgeberinnen die Weltranglistensiebente Petra Kvitova ebenfalls angeschlagen und kann zumindest vorerst nicht spielen. Ob sie am Sonntag in der Prager O2-Arena gegen den Rekordsieger und Titelverteidiger zum Einsatz kommt, ist offen. Schon zuvor hatte mit Karolina Pliskova die Nummer acht der Welt für das Finale absagen müssen.

Tschechien dürfte dennoch im Vorteil sein, US-Kapitänin Kathy Rinaldi-Stunkel muss auf vier ihrer fünf bestplatzierten Spielerinnen verzichten. Sloane Stephens (WTA-Nr. sechs), Serena Williams (16.), Madison Keys (17.) und Venus Williams (40.) sind nicht mit von der Partie. So führt Danielle Collins als Nummer 36 der Welt vor Sofia Kenin (48.), Alison Riske (63.) und Doppel-Spezialistin Nicole Melichar (Doppel-15.) die Gäste an.

Einige neue Gesichter

Nur Riske war auch im Vorjahr beim 3:2-Finalsieg der USA in Weißrussland mit von der Partie. Collins, Kenin und Melichar feiern allesamt ihr Fed-Cup-Debüt. Petr Pala, Kapitän der Tschechinnen, hat neben Kvitova und Barbora Strycova (WTA-Nr. 33) auch das weltbeste Damen-Doppel Barbora Krejcikova/Katerina Siniakova (Siniakova ist im Einzel-Ranking auch 31.) zur Verfügung. „Wir haben ein sehr starkes Team und wir sind sehr erfahren“, erklärte Pala.

Das tschechische Fed-Cup-Team im Jahr 2016 mit dem Fed-Cup-Siegerpokal
Reuters/Vincent Kessler
Die Tschechinnen hatten in den letzten Jahren oft Gelegenheit zum Jubel

Wie die Auslosung am Freitag ergab, eröffnet Strycova das Finale am Samstag gegen Kenin, anschließend trifft Siniakova auf Riske. Die fünffache Fed-Cup-Siegerin Kvitova hatte am Donnerstag wegen ihrer Erkältung nur eine kurze Trainingseinheit absolvieren können.

USA im Head-to-Head klar voran

Für die US-Amerikanerinnen spricht ihr 10:2-Rekord im Head-to-Head mit Tschechien bzw. der Tschechoslowakei. Die vergangenen acht Länderkämpfe gingen an die USA, der bisher letzte Sieg datiert allerdings aus Zeiten des Eisernen Vorhangs vor 33 Jahren. Für Rekordsieger USA geht es im insgesamt 30. Finale um den 19. Titel, für Tschechien um den insgesamt elften bzw. sechsten seit der Teilung der Tschechoslowakei 1993.

„Jedes Fed-Cup-Finale ist großartig, aber besonders, wenn du zu Hause spielen kannst“, sagte Pala. Er hoffte nach dem Halbfinale auf eine ausverkaufte Halle. Dieser Wunsch wurde ihm schon erfüllt: Die O2-Arena wird an beiden Tagen mit je 10.700 Fans gesteckt voll sein.

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