Jose Mourinho
APA/AFP/Isabella Bonotto
Champions League

Mourinho sorgt wieder für Aufreger

Der portugiesische Startrainer Jose Mourinho hat am Mittwochabend beim 2:1-Sieg von Manchester United in der Champions League bei Juventus Turin wieder einmal polarisiert. Nach dem Schlusspfiff lief der ManUnited-Coach über das Feld, hielt seine rechte Hand an sein Ohr und verzog sein Gesicht so stark, dass es wohl auch die Juventus-Fans auf dem höchsten Rang sehen konnten.

Es war die erste Saisonniederlage für Juve, aus der Sicht Mourinhos war seine Reaktion nach Spielende nur eine Reaktion auf 90 Minuten Beleidigungen durch die Juve-Fans. „Beleidigend war, was sie (die Fans, Anm.) mit mir gemacht haben“, sagte der 55-Jährige. „Das“, und er hielt sich wieder die Hand ans Ohr, „ist keine Beleidigung. Das bedeutet: Ich will ein bisschen mehr hören.“

Den Juve-Spielern gefiel das aber gar nicht. Leonardo Bonucci kam mit Paulo Dybala auf Mourinho zu und redete auf ihn ein. „Ich trainiere Manchester, ich denke nicht an meine Vergangenheit bei Inter oder Real. Sie sind es, die nicht vergessen können“, sagte Mourinho später in Richtung der Fans.

Jose Mourinho
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Mourinho gab nach dem Spiel wieder einmal den Alleinunterhalter

„The Special One“ ist berüchtigt für seine Gereiztheit, Konfliktbereitschaft und Wutausbrüche. Der „Corriere dello Sport“ nannte ihn am Donnerstag „Provokateur Mourinho“. Schon im Hinspiel wurde Mourinho von Juve-Anhängern geärgert. Als Antwort streckte er drei Finger in die Luft und weckte damit Erinnerungen: 2010 hatte Mourinho mit Inter Mailand das Triple aus Champions League, italienischer Meisterschaft und Cup geholt.

Die eigentlich klar überlegenen Gastgeber müssen die überraschende Heimniederlage nun aufarbeiten. „Es ist richtig, von dem Ergebnis enttäuscht zu sein, aber (wir können) optimistisch sein wegen dem, was wir auf dem Feld zeigen“, schrieb Juve-Coach Massimiliano Allegri auf Twitter. „Wenn wir die kleinen Dinge verbessern, werden wir bald wieder auf den richtigen Weg kommen.“

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