Lucas Auer (AUT)
GEPA/Philipp Brem
Motorsport

Auer wechselt in japanische Super Formula

Lucas Auer verlässt nach dem Ausstieg von Mercedes die DTM – und wechselt nach Asien. Er fährt künftig in der japanischen Super Formula und schließt sich zudem dem Red-Bull-Nachwuchsprogramm an.

Der 24-jährige Tiroler beendete die letzte Saison der Silberpfeile in der Deutschen Tourenwagen Masters auf Platz sieben in der Gesamtwertung. In der ersten Saisonhälfte hatte er mit drei Podiumsplätzen um die DTM-Führung mitgekämpft. Nach dem Ausstieg von Mercedes aus der Rennserie stand zunächst ein Wechsel zum neuen DTM-Team Aston Martin im Raum. Nun entschied sich der Neffe von DTM-Boss Gerhard Berger jedoch für den Formel-Sport.

Lucas Auer (AUT)
APA/Erwin Scheriau
In der Vorsaison wurde Auer im Mercedes DTM-Siebenter, 2019 wechselt er in die Formel-Serie zu Honda und Red Bull

In der kommenden Saison dreht Auer seine Runden in der Super Formula Japan im B-Max Team. Mit dem Wechsel vollzieht Auer zudem den Schritt ins Nachwuchsprogramm von Red Bull – eine Kaderschule für den Einstieg in die Formel 1. Die Red Bull Juniors kooperieren mit dem neuen Formel-1-Motorenlieferanten Honda und deren Honda Formula Dream Project.

Rennkalender mit zweimal Suzuka

Das Honda-Projekt wurde 2006 gestartet mit dem Ziel, Nachwuchsfahrer zu entdecken, zu fördern und an die höheren Fahrzeugklassen heranzuführen. In der Super Formula ist Honda mit zwei Teams vertreten (Mugen bzw. B-Max). In der Serie werden sieben Rennen ausgetragen – gestartet und beendet wird das Rennjahr jeweils auf dem Suzuka Circuit.

Erster und direkter Konkurrent von Auer im Red-Bull-Fahrernachwuchs wird Dan Ticktum sein. Der zweifache Macau-GP-Sieger und Vizeeuropameister wird 2019 ebenfalls in der Super Formula vertreten sein, dort allerdings ein Cockpit im Mugen-Team einnehmen. Der 19-Jährige gehört seit 2017 zum Red-Bull-Programm und fuhr zuletzt neben der europäischen Formel 3 auch in der Formel 2.

Marko: „Wollen seine Karriere in Schwung halten“

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko begründete seine Verpflichtung gegenüber Speedweek.com. „Einerseits war die Lage von Auer nach dem DTM-Ausstieg nicht gut, es fehlte eine starke Perspektive für 2019“, erklärte der 75-Jährige. „Wir wollen jedoch Auers Karriere in Schwung halten. Andererseits wirkt sich unsere neue Partnerschaft mit Honda aus.“ Weil die Super Formula alleine für Auer zu wenig ist, um Punkte für die Formel-1-Lizenz zu sammeln, dürfte der Tiroler auch in anderen Serien zum Einsatz kommen. Angedacht sei dabei eine Serie in Asien oder im pazifischen Raum.

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