Marcel Hirscher
GEPA/Christian Walgram
Ski alpin

Hirscher triumphiert erneut in Alta Badia

Marcel Hirscher hat am Sonntag seine Serie in Alta Badia in beeindruckender Manier fortgesetzt. Der 29-jährige Salzburger verteidigte in der Entscheidung seine komfortable Zwischenführung und feierte seinen sechsten RTL-Sieg in Folge auf der Gran Risa. Am Ende hatte Hirscher einen Riesenvorsprung von 2,53 Sekunden auf die Konkurrenz.

Der Rest des Feldes wurde angeführt von Thomas Fanara, der sich im zweiten Lauf vom 14. auf den zweiten Platz verbesserte. Dritter wurde mit Alexis Pinturault (+2,69) ein weiterer Franzose. Als zweitbester ÖSV-Läufer landete Manuel Feller auf dem vierten Rang. Der 26-jährige Tiroler, der auch nach dem ersten Durchgang Vierter gewesen war, verpasste sein erstes Podest in dieser Saison nur um 0,03 Sekunden.

Hirscher fährt nur noch „volle Attacke“

In einer eigenen Liga auf der Gran Risa fuhr einmal mehr Hirscher. Nach einer fehlerfreien Fahrt auf der kräfteraubenden und anspruchsvollen Piste führte der siebenfache Gesamtweltcup-Sieger nach dem ersten Durchgang 0,94 Sekunden vor dem Schweden Matts Olson. In der Entscheidung legte Hirscher keinen Wert auf Taktik, nahm erneut volles Risiko und setzte sich mit der zweitbesten Laufzeit und dem größten Vorsprung, den es je in Alta Badia gegeben hat, durch.

Hirscher in Alta Badia unschlagbar

Zum sechsten Mal in Serie holt sich Marcel Hirscher den Sieg im Riesentorlauf von Alta Badia. Mit einem sensationellen Vorsprung von 2,53 Sekunden verweist er die Konkurrenz auf die Plätze.

„Ich fahre volle Attacke und rechne weniger denn je wegen Punkten. Es ist mir alles egal“, erklärte Hirscher nach seinem 30. RTL-Sieg und seinem dritten Saisonsieg sein aktuelles Erfolgsrezept im ORF-Interview. Wirklich überzeugt war der Salzburger von seiner Fahrt in der Entscheidung allerdings nicht. „Der Vorsprung hat sich nicht so angefühlt, ich hab gedacht, dass es knapp wird“, sagte Hirscher .

Im RTL-Weltcup führt der ÖSV-Star 132 Punkte vor Henrik Kristoffersen. Der Norweger fiel im zweiten Durchgang vom fünften Rang weit zurück und musste sich am Ende mit Platz 14 (3,65) begnügen. Im Gesamtweltcup übernahm Hirscher mit 380 Punkten die Führung und liegt damit 40 Punkte vor seinem Landsmann Max Franz.

1. Marcel Hirscher (AUT)
2. Thomas Fanara (FRA)
3. Alexix Pinturault (FRA)

Feller hadert mit „Bock“

Für Feller schaute am Ende nach zwei riskanten, aber nicht fehlerfreien Durchgängen trotzdem der vierte Rang und damit sein bestes Saisonergebnis heraus. Dennoch haderte Tiroler mit seiner Vorstellung, da er in der Entscheidung nach einem Fehler im Mittelteil über sieben Zehntelsekunden auf den zu diesem Zeitpunkt führenden Fanara verlor.

„Wir habe viel am Material umgestellt und an der Technik gearbeitet, das hat sehr gut funktioniert. Aber zufrieden sein kann ich nicht, wenn man so einen Bock schießt. Herunten wollte ich es dann erzwingen. Ich habe gedacht, dass es vielleicht ein Top-Ten-Platz wird. Die Piste war top, es war aber nicht einfach, das ist die Gran Risa nie“, erklärte Feller, der in dieser Saison bisher im RTL einen Ausfall und einen elften Platz zu Buche stehen hatte.

Die restlichen ÖSV-Läufer ohne Chance

Für die restlichen Österreicher verlief der Klassiker nicht nach Wunsch. Roland Leitinger belegte mit einem Rückstand von 4,95 Sekunden den 23. Platz. Philipp Schörghofer lag als 26. gar 6,95 Sekunden hinter Hirscher. Marco Schwarz, der sich mit Startnummer 71 als 17. für die Entscheidung qualifiziert hatte, fiel ebenso aus wie sein Landsmann Stefan Brennsteiner und der drittplatzierte Schweizer Marco Odermatt.

Pech hatte indes Magnus Walch. Der Vorarlberger war als 27. ursprünglich für die Entscheidung qualifiziert. Nach einem Protest der Kanadier wurde der 26-Jährige wegen Zeitüberschreitung (neun Sekunden) bei der Besichtung für den ersten Durchgang aus der Wertung genommen. „Das war ein Fauxpas, der mir eigentlich nicht passieren sollte“, ärgerte sich Walch, der nun auch den Parallel-Riesentorlauf am Montag (18.30 Uhr, live in ORF eins) verpassen wird.

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