Vanessa Herzog (AUT)
APA/AFP/Mladen Antonov
Eisschnelllauf

Herzog bei Sprint-EM die große Gejagte

Vanessa Herzog geht am Samstag und Sonntag in Klobenstein auf den EM-Titel im Sprint-Vierkampf los. Die 23-Jährige gehört zum engeren Favoritenkreis, nachdem sie bereits im Vorjahr über 500, 1.000 m und im Massenstart Gold, Silber und Bronze gewann. Doch diesmal gibt es für die Einzelstrecken keine Medaillen.

Der Sprint-Mehrkampf, bei dem je zweimal 500 und 1.000 m zu absolvieren sind, steht alle zwei Jahre auf dem Programm. Bei der vergangenen Auflage 2017 im niederländischen Heerenveen wurde Herzog in einer von ihr schwächeren Saison nur Achte.

Die damalige Siegerin Karolina Erbanowa aus Tschechien hat ihre Karriere mittlerweile beendet, die „Silberne“ Jorien ter Mors aus den Niederlanden hat für die Titelkämpfe in Südtirol nicht genannt. Die drittplatzierte Olga Fatkulina zählt daher wie ihre russischen Landsfrauen Darja Kachanowa und Irina Kusnezowa neben Herzog zu den weiteren Medaillenanwärterinnen.

Dichtes Programm

Die recht knappe Abfolge der vier Strecken kommt Herzog nicht entgegen. Schon bisher reichten ihr knappe Erholungsphasen nicht immer für Topleistungen. „Die kurzen Regenerationszeiten zwischen den Läufen machten mir bisher zu schaffen“, sagte die Tirolerin. „Ich habe mich aber speziell auf das und die Höhenanpassung vorbereitet.“ Man brauche jedenfalls vier schnelle Strecken und dürfe sich keinen einzigen Ausreißer leisten, meinte die Nummer eins der Qualifikationsliste.

Vanessa Herzog (AUT)
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Im Vorjahr räumte Herzog im russischen Kolomna einen kompletten Medaillensatz ab

Herzog genießt auf dem Oval in Südtirol einen gewissen Heimvorteil. Zwar fand dort zuletzt 2006 ein Weltcup statt, doch hat sie dort im Nachwuchs unzählige Rennen bestritten. „Ich habe nur gute Erinnerungen. Ich mag die Arena Ritten, und vor Ort werde ich fast wie eine Lokalmatadorin behandelt“, erzählt die Wahl-Kärntnerin über den auf mehr als 1.100 Metern gelegenen Rink, auf dem von Freitag bis Sonntag auch der EM-Vierkampf der Allrounder ausgetragen wird.

Testlauf für Einzel-WM

Die unmittelbare Vorbereitung absolvierte die einzige österreichische Teilnehmerin an diesen Titelkämpfen mit Ehemann, Manager und Trainer Thomas Herzog in Inzell, von 7. bis 10. Februar Austragungsort der Einzelstrecken-WM. Seit ein paar Tagen befinden sich die beiden bereits in Klobenstein. Herzog: „Ich fühle mich topfit und bin laut den gestoppten Zeiten im Training sehr schnell. Es sollte alles passen für das Wochenende.“

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