Japans Olympia-Chef unter Korruptionsverdacht

Dem Präsidenten des japanischen olympischen Komitees wird in Frankreich Korruption vorgeworfen. Tsunekazu Takeda soll bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio in Bestechung verwickelt gewesen sein. Der 71-Jährige sei dazu im Dezember von einem französischen Richter befragt worden, bestätigten Justizquellen in Paris am Freitag einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Le Monde“.

Präsidenten des japanischen olympischen Komitees Tsunekazu Takeda
AP/Alastair Grant

Die französische Justiz ermittelt bereits seit fast drei Jahren wegen mutmaßlicher Korruptionsdelikte im Vorfeld der Olympiavergabe im Jahr 2013, bei der sich Tokio gegen Madrid und Istanbul durchgesetzt hatte. Es sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe geflossen sein. Takeda war bereits 2017 in Japan auf Ersuchen französischer Behörden in Tokio einvernommen worden.

Er bestreitet in einer aktuellen Stellungnahme, dass er von den französischen Behörden angeklagt worden ist. Auch habe es bei der Bewerbung Tokios um die Sommerspiele 2020 keine unlauteren Vorgänge wie Bestechung gegeben, so Takeda am Freitag.