Oliver Glaser (LASK)
GEPA/Juergen Berlesreiter
Bundesliga

LASK greift mit Wunschspielern neu an

Der Bundesliga-Tabellenzweite LASK hat am Montag mit der Vorbereitung auf die Frühjahrssaison begonnen. Mit Klauss und Stefan Haudum waren zwei Neuzugänge dabei. „Es freut mich, unsere Wunschspieler beim Trainingsauftakt zu haben“, sagte Trainer Oliver Glasner, dessen Team den Level des erfolgreichen Jahres 2018 nochmals toppen will.

Der 21-jährige Brasilianer Joao Klauss de Mello, der nur Klauss genannt werden möchte, wurde vom deutschen Bundesligisten Hoffenheim bis Sommer 2020 ausgeliehen. Haudum stieß vom Zweitligisten Blau Weiß Linz zum LASK und unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2021.

Stürmer Klauss erzielte zuletzt als Leihspieler für Finnlands Meister HJK Helsinki 21 Treffer in 33 Ligaspielen. „Ich fühle mich schon sehr wohl hier, der erste Eindruck ist super“, sagte der 1,90-Meter-Angreifer. „Klauss ist ein Spieler mit guter Physis, der große Qualitäten im Abschluss hat und Tore auch vorbereitet. Dies hat er bereits im letzten Jahr eindrucksvoll in Helsinki bewiesen“, lobte Glasner seine neue Nummer neun, den man beim LASK schon länger auf dem Radar hatte.

Joao Klauss de Mello (LASK) and Florian Jamnig (LASK)
GEPA/Juergen Berlesreiter
LASK-Neuzugang Klauss (l.) erzielte zuletzt für HJK Helsinki 21 Treffer in 33 Ligaspielen

Kein typischer Stoßstürmer

„Wir haben im Herbst gemerkt, dass uns vorne die körperliche Robustheit fehlt. Doch wir wollten keinen typischen Stoßstürmer, sondern einen, der sich an unserem Kombinationsspiel beteiligt“, erklärte der Coach. „Wir hatten uns im Herbst am skandinavischem Markt orientiert, schon durch unser Europa-League-Qualispiel (Anfang August, Anm.) gegen Lilleström. Da sind wir dann zu einem Spiel in Lahti gefahren, um ihn zu beobachten. Es war alles insgesamt eine Challenge, aber wir sind froh, dass er jetzt da ist.“

Neben Klauss hat sich auch Haudum schon gut eingelebt. „Ich kenne ja schon ein paar Spieler. Alle sind hier charakterlich in Ordnung beim LASK, ich habe mich gleich wohlgefühlt“, sagte der defensive Mittelfeldmann, der als Ersatz für den in seine Heimat Türkei abgewanderten Dogan Erdogan verpflichtet wurde.

Stefan Haudum (LASK)
GEPA/Juergen Berlesreiter
Stefan Haudaum wechselte von Zweitligist Blau Weiß Linz zum LASK

„Auch der Charakter ist wichtig“

Glasner sucht die Spieler „nach fußballerischen Eigenschaften“ aus, aber „auch der Charakter ist wichtig. Wir wollen hungrige Spieler, Spieler, die brennen, um mit dem LASK und für sich etwas zu erreichen. Wir wollen zeigen, dass der LASK ein guter Boden ist auf dem Karriereweg nach oben“, betonte der 44-Jährige, der froh ist, dass er in der Vorbereitung seinen ganzen Kader zur Verfügung hat.

So ist Samuel Tetteh nach seiner Blinddarmoperation wieder fit, Yusuf Otubanjo und Oh In-pyo haben ihre Oberschenkelprobleme überwunden. „Alle sind diszipliniert und die ausländischen Spieler sogar früher angereist. Das kennt man von anderen Vereinen anders“, merkte Glasner, der zum Trainingsstart nur auf seinen erkrankten Kapitän Gernot Trauner verzichten musste, an.

Salzburg-Verfolger LASK trainiert wieder

Mit zwei Neuzugängen ist der Kader bei den Linzern bereits beim Trainingsauftakt komplett. Alle Leistungsträger konnten gehalten werden.

LASK will Level von 2018 toppen

„Die Spieler haben ihr Heimprogramm sehr gut absolviert. Jetzt gilt es, die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Frühjahr zu schaffen und die neuen Spieler zu integrieren. Wir werden so akribisch arbeiten, dass wir unseren Level nochmals toppen können“, versprach der LASK-Trainer mit Blick auf das Kalenderjahr 2018, in dem man die zweitbeste Mannschaft in Österreich war.

Außerdem ist der LASK auch noch im Cupviertelfinale dabei, „dazu sind alle Spieler fit, es gibt für mich keinen Grund deprimiert zu sein“, so Glasner. Von 24. Jänner bis 3. Februar wird der LASK Österreich verlassen und ein Trainingslager in Alicante absolvieren.