Stefan Kraft (AUT)
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Skispringen

Kraft verpasst Podest in Lahti

Stefan Kraft hat am Sonntag beim Weltcup-Springen in Lahti einen Podestplatz verpasst. Der Salzburger, nach dem ersten Durchgang noch Zweiter, musste sich am Ende mit Rang vier begnügen. Der Sieg ging an den Polen Kamil Stoch, der sich vor dem japanischen Weltcup-Führenden Ryoyu Kobayashi und dem Norweger Robert Johansson durchsetzte.

Eine Woche nach seinem ersten Saisonsieg beim Skifliegen in Oberstdorf hat Stoch nachgelegt und seinen 33. Weltcup-Sieg eingefahren. Der Halbzeitführende lag am Ende mit 17,2 Punkten vor Kobayashi.

Das Rennen an der Weltcup-Spitze ist kaum spannender geworden. Stoch, Gesamtsieger 2017/18, hat nur 20 Punkte auf Kobayashi gutgemacht. Acht Springen vor Schluss fehlen ihm 431 Zähler auf den Japaner. Kraft liegt als Dritter weitere 62 Punkte dahinter.

Kamil Stoch (POL)
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Kamil Stoch schlug eine Woche nach seinem ersten Saisonsieg in Lahti gleich wieder zu

Rückfall lässt Kraft kalt

„Ein guter Wettkampf, ein cooles Wochenende“, resümierte Kraft, der am Samstag mit dem Team triumphiert hatte. Dass auch er im zweiten Durchgang leicht nachließ, ließ den Salzburger eher kalt. „Mir hat auch der zweite Sprung gut gefallen. Es ist in Lahti so: Entweder es packt dich an und es geht richtig dahin oder du merkst nicht viel. Das hat sich jetzt ein bisschen schwieriger angefühlt“, meinte Kraft zu den wechselnden Bedingungen in Finnland. „Ich bin lieber jetzt Vierter als in zwei Wochen“, meinte er augenzwinkernd im Hinblick auf die Heim-WM in Seefeld ab 19. Februar.

Kamil Stoch setzt sich in Lahti durch

Kamil Stoch verbucht in Lahti seinen 33. Weltcup-Sieg. Stefan Kraft rutscht im Finale vom zweiten auf den vierten Platz zurück.

Die Generalprobe in Willingen, wo am kommenden Freitag, Samstag und Sonntag inklusive eines Team-Springens drei Wettkämpfe auf dem Programm stehen, findet mit Krafts Beteiligung statt. „Ich würde schon gern nach Willingen fahren. Ich fühle mich gut und weiß nicht, warum ich trainieren gehen sollte“, so der zweifache Weltmeister von 2017.

Alle ÖSV-Springer im zweiten Durchgang

Wie schon beim Sieg im Team-Springen zeigte sich der ÖSV mannschaftlich durchaus respektabel: Alle sieben Athleten sprangen in den zweiten Durchgang, die Topleute fielen dort aber alle zurück. Am meisten dürfte sich wohl Michael Hayböck geärgert haben.

„Es war nicht schlecht, aber vielleicht sind die Pferde mit mir ein bisschen durchgegangen. Wenn man Vierter ist, riecht man schon ein bisschen das Stockerl“, meinte der Oberösterreicher im ORF-Interview zur „Übermotivation“ in Durchgang zwei, in dem er vom vierten auf den 13. Platz zurückfiel. Philipp Aschenwald war als Elfter zweitbester ÖSV-Springer und untermauerte nach Platz sieben in Oberstdorf seine gute Form. Jan Hörl wurde 20., Manuel Fettner 23. und Clemens Aigner 26.

Schlierenzauer Letzter im zweiten Durchgang

Wenig glücklich wirkte Gregor Schlierenzauer, der bei seinem Weltcup-Comeback nach fast zwei Monaten zwar in den zweiten Durchgang segelte, dort aber nur 30. und Letzter wurde. „Das war leider der schlechteste Sprung des Wochenendes. Ich war sicher nicht von den Bedingungen begünstigt. Aber das soll keine Ausrede sein“, erklärte der Weltcup-Rekordsieger (53), der mit dem Sieg im Team-Springen am Samstag ein lange ersehntes Erfolgserlebnis feiern konnte.

Gregor Schlierenzauer (AUT)
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Gregor Schlierenzauer wirkte bei seinem Weltcup-Comeback nach fast zwei Monaten wenig glücklich

ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder zeigte sich vor allem mit seiner derzeit einzigen WM-Hoffnung Kraft „sehr zufrieden. Er hat auch im zweiten Durchgang einen super Sprung gezeigt, obwohl er die mit Abstand schlechtesten Bedingungen gehabt hat“, erklärte der Tiroler.

Weltcup-Springen in Lahti

Sonntag:
1. Kamil Stoch POL 132,5 / 129,0 280,9
2. Ryoyu Kobayashi JPN 124,0 / 129,5 263,7
3. Robert Johansson NOR 127,5 / 124,0 260,1
4. Stefan Kraft AUT 128,0 / 120,0 257,1
5. Halvor Egner Granerud NOR 118,5 / 128,0 255,7
6. Karl Geiger GER 118,5 / 129,0 255,2
7. Johann Andre Forfang NOR 122,5 / 125,5 254,6
8. Killian Peier SUI 122,5 / 122,5 248,8
9. Antti Aalto FIN 122,0 / 122,0 246,5
10. Piotr Zyla POL 121,0 / 120,0 243,5
11. Philipp Aschenwald AUT 123,0 / 121,0 243,2
12. Simon Ammann SUI 122,5 / 119,5 243,1
13. Michael Hayböck AUT 126,0 / 118,5 242,8
14. Jakub Wolny POL 121,5 / 121,0 242,7
15. Martin Hamann GER 116,5 / 122,5 234,0
16. Stephan Leyhe GER 116,5 / 121,5 232,5
17. Roman Koudelka CZE 116,0 / 119,5 230,4
18. Wladimir Sografski BUL 114,0 / 122,5 228,5
19. Richard Freitag GER 120,0 / 115,5 227,3
20. Jan Hörl AUT 116,5 / 118,0 226,4
21. Junshiro Kobayashi JPN 115,0 / 115,5 225,9
22. Anze Semenic SLO 122,5 / 113,0 224,1
23. Manuel Fettner AUT 116,0 / 117,0 224,0
24. Anze Lanisek SLO 112,5 / 119,0 223,7
25. Bor Pavlovcic SLO 119,0 / 117,0 222,6
26. Clemens Aigner AUT 115,0 / 115,5 215,7
27. Daiki Ito JPN 115,5 / 110,5 214,7
28. Dawid Kubacki POL 124,5 / 103,0 210,7
29. Andreas Alamommo FIN 116,5 / 110,0 208,7
30. Gregor Schlierenzauer AUT 114,0 / 102,0 197,1