Verfahren gegen Ex-Langläufer Dürr eingeleitet

Die Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) hat erwartungsgemäß auf Antrag der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) auch ein Disziplinarverfahren gegen Langläufer Johannes Dürr eingeleitet. Gegen den ab sofort suspendierten Dürr bestehe der Verdacht, dass er eine verbotene Methode, nämlich Blutdoping, angewendet habe, hieß es in einer ÖADR-Mitteilung vom Freitag. Dürr droht als Wiederholungstäter eine lebenslange Sperre.

Vom Zeugen zum Angeklagten

Der Niederösterreicher, 2014 wegen eines positiven EPO-Test bereits für zwei Jahre gesperrt, hatte im Jänner in einer TV-Dokumentation Blutdoping vor seinem Auffliegen bei den Winterspielen in Sotschi zugegeben. Anschließende sagte er gegenüber der deutschen Staatsanwaltschaft als Zeuge über die Involvierung eines ebenfalls festgenommenen deutschen Arztes aus.

Diese Angaben führten Ende Februar zur Verhaftung des Mediziners, mehrerer Komplizen in Erfurt sowie von fünf Langläufern bei der nordischen Ski-WM in Seefeld. Im Zuge weiterer Ermittlungen stellte sich heraus, dass Dürr auf seinem gescheiterten und angeblich sauberen Weg zur erhofften WM-Teilnahme weiterhin bis zuletzt Blutdoping betrieben hatte.