Jubel bei Rapid
GEPA/Patrick Leuk
Bundesliga

Auftaktsieg für Rapid in Qualigruppe

Rapid hat einen erfolgreichen Start in der Qualifikationsgruppe der tipico-Bundesliga hingelegt. Die Hütteldorfer besiegten Flyeralarm Admira am Samstag im Allianz Stadion verdient mit 3:0 (1:0) und übernahmen gleich einmal die Führung im unteren Play-off. Zudem glückte ihnen die Generalprobe für das Cuphalbfinale am Mittwoch beim LASK.

Christoph Knasmüllner brachte die Wiener in der 38. Minute voran. Die Führung hätte aber schon früher fallen müssen, ein Elfmeter (25.) von Andrija Pavlovic war aber deutlich über das Tor gegangen. All diese Szenen bekamen fast alle Block-West-Abonnenten nicht mit. Sie hatten die erste Hälfte boykottiert und nicht auf den Tribünen mitverfolgt. Nach der Pause münzten Philipp Schobesberger (53.) und Aliou Badji (80.) die drückende Rapid-Überlegenheit in weitere Tore um.

Rapid feierte damit den vierten Ligasieg gegen die Südstädter in Folge, bei allen drei Partien in dieser Saison blieben die Schützlinge von Coach Dietmar Kühbauer zudem ohne Gegentreffer. Sie liegen damit wie vor der Punkteteilung sechs Punkte vor der Admira. Die Niederösterreicher, die im fünften Spiel 2019 die erste Niederlage kassierten, rutschten aufgrund der Siege von Wacker Innsbruck bei Hartberg (2:0) und Altach gegen Mattersburg (2:1) ans Tabellenende.

Rapid besiegt Admira mit 3:0

Rapid ist in die Qualifikationsgruppe der Bundesliga mit einem souveränen 3:0-Heimsieg gegen die Admira gestartet.

Rapid von Beginn an überlegen

Die Rapidler kontrollierten die Partie in einer stimmungslosen ersten Hälfte von Beginn an und setzten immer wieder Akzente. Ein Kopfball von Knasmüllner (8.) ging genauso daneben wie ein Schuss von Stephan Auer (11.). Bei einem Abschluss von Srdjan Grahovac (20.) konnte sich Admira-Goalie Andreas Leitner auszeichnen.

Wenige Minuten später pfiff Schiedsrichter Rene Eisner nach einem Zweikampf von Sebastian Bauer und Thomas Murg im Strafraum wohl zu Recht Elfmeter, Pavlovic versagten aber die Nerven. Knasmüllner ließ sich seine Topchance aber nicht entgehen. Nach einem unnötigen Ballverlust von Admira-Kapitän Daniel Toth und idealer Vorarbeit von Schobesberger traf der Ex-Admiraner aus elf Metern überlegt ins Eck (38.).

Premierentor von Badji als Krönung

Mit den zur Pause zahlreich nachgekommenen Fans – insgesamt waren es 11.600 – im Rücken, lief es für die Gastgeber noch deutlich besser. Die Admiraner konnten sich kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Murg brachte den Ball zwar an Leitner vorbei, rollte das Leder aber ins Außennetz (51.). Zwei Minuten später zappelte der Ball im Netz. Nachdem Knasmüllner noch an einer Badji-Hereingabe vorbeigerutscht war, vollendete Schobesberger am langen Eck stehend ins leere Tor.

Weitere Treffer lagen in der Luft. Knasmüllner traf die Stange (58.), ein Müldür-Kopfball ging knapp drüber (62.). Die Admira kam nur vereinzelt gefährlich vor das Rapid-Tor, die beste Möglichkeit vergab Patrick Schmidt (67.). Auf der anderen Seite gab es rollende Angriffe und der zur Pause eingetauschte 21-jährige Senegalese Badji krönte seine starke Vorstellung mit seinem ersten Treffer in der Bundesliga (80.).

Leere Tribühne
GEPA/Christian Ort
In der ersten Hälfte protestieren die Fans mit einem leeren Block West

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): „Ich bin sehr zufrieden, weil der Druck für die Mannschaft nicht der Kleinste war und wir es mit der Admira mit einem Team zu tun gehabt haben, das 2019 noch nicht verloren hat. Sie haben versucht, gut in der Defensive zu stehen, wir haben uns unsere Möglichkeiten erarbeitet. Wichtig war das 1:0 von Knasi (Christoph Knasmüllner, Anm.). Mit der Hereinnahme von Aliou (Badji) ist noch mehr Tempo reingekommen. Der Sieg war absolut verdient, ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen.“

Reiner Geyer (Admira-Trainer): „Wir haben verdient verloren. Die Medaille hat zwei Seiten. Die eine Seite ist, dass Rapid richtig gut war. Wir haben die Schärfe, die uns in den letzten Wochen in der Defensive ausgezeichnet hat, nicht auf den Platz gebracht, waren immer einen Schritt oder einen Meter zu spät. Rapid hat die Räume genutzt, ist immer selbstbewusster geworden und hat die Tore gemacht. Es war einfach nicht unser Tag.“

Tipico-Bundesliga, Qualigruppe, erste Runde

Samstag:

Rapid – Admira 3:0 (1:0)

Wien, Allianz Stadion, 11.600 Zuschauer, SR Eisner

Torfolge:
1:0 Knasmüllner (38.)
2:0 Schobesberger (53.)
3:0 Badji (80.)

Rapid: Strebinger – Auer, Sonnleitner, Müldür, Bolingoli – Grahovac, Schwab – Murg, Knasmüllner (79./D. Ljubicic), Schobesberger (69./Ivan) – Pavlovic (46./Badji)

Admira: Leitner – Aiwu, Schösswendter, Bauer – Zwierschitz, Vorsager, Toth, Hjulmand (46./Bakis), Spasic – Starkl (46./Pusch), Schmidt (73./Jakolis)

Gelbe Karten: keine bzw. Bauer

Die Besten: Murg, Knasmüllner, Badji bzw. Vorsager