Dominic Thiem
Reuters/Eric Gaillard
Tennis

Starker Auftakt von Thiem auf Sand

Dominic Thiem ist am Mittwoch ein perfekter Start in die Sandplatzsaison gelungen. Österreichs Nummer eins schlug beim mit 5,58 Millionen Euro dotierten Masters-1000-Turniers in Monte Carlo den Slowaken Martin Klizan ohne große Mühe. Es war das Spiel eins ohne Langzeitcoach Günter Bresnik.

Thiem, der zum Auftakt im Fürstentum ein Freilos hatte, setzte sich nach 1:25 Stunden problemlos mit 6:1 6:4 durch. Der Niederösterreicher verkürzte damit im Head-to-Head gegen die Nummer 50 der Welt auf 2:3. Sein nächster Gegner im Achtelfinale ist am Donnerstag der Serbe Dusan Lajovic, der den als Nummer 16 gesetzten Belgier David Goffin mit 6:3 6:4 ausschaltete.

Der ÖTV-Davis-Cupper zeigte sich mit seiner Leistung zufrieden. „Es war ein gutes Match. Ich habe gut begonnen und viele Returns in guter Qualität reingespielt“, sagte er im Sky-Interview. Der weiteren Sandplatzsaison blickt der 25-Jährige zuversichtlich entgegen: „Ich bin sehr motiviert und freue mich riesig, weil alles auf Sand und in Europa ist. Jetzt schaue ich, dass ich in Monte Carlo gut abschneide, dann schaue ich von Woche zu Woche.“

Nur ein Game für Klizan im ersten Satz

In Monte Carlo hat sich die Nummer fünf der Welt bisher eher schwergetan. Als bestes Ergebnis steht ein Viertelfinale aus dem Vorjahr zu Buche. Diesmal erwischte Thiem zumindest einen Auftakt nach Maß: Der Niederösterreicher musste zwar knapp elf Minuten lang um das Auftaktgame, das fünfmal über Einstand ging, kämpfen, holte sich dieses dann aber mit dem ersten Break.

Souveräner Auftakt von Thiem

Dominic Thiem liefert einen souveränen Auftakt zur Sandplatzsaison. Der Österreicher fertigte in Monte Carlo Martin Klizan in zwei Sätzen ab.

Auch das 2:0 war keine einfache Aufgabe, ehe Thiem mit seinem zweiten Break kurzen Prozess machte. Klizan, der mit seinem Service Probleme hatte, schrieb erst mit dem 1:4 erstmals an. Es war allerdings nur ein kurzes Aufflackern der Künste des Slowaken. Thiem spielte druckvoll weiter und holte sich nach 42 Minuten den ersten Satzball, den er gleich zum Satzgewinn nützte. Klizan hatte gleich 21 unerzwungene Fehler begangen.

Etwas engerer zweiter Satz

Im zweiten Durchgang stabilisierte sich Klizans Spiel etwas, während Thiem in den ersten zwei Games beim Aufschlag schwächelte. Konsequenzen hatte das aber nicht. Mit jeweils eigenem Service ging es bis zum 3:2, doch der ÖTV-Davis-Cupper konnte gleich vier Breakbälle nicht zur Vorentscheidung verwerten. Klizan zog mit Mühe nach, auch als Thiem im Eilzugstempo zum 4:3 vorlegte. Beim Stand von 4:5 vergab der Slowake eine 40:0-Führung, den letzten Spielball ließ er mit einem Volley aus einem Meter ins Netz aus.

Dominic Thiem
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Gegen den schwächelnden Martin Klizan musste Dominic Thiem nur selten die Zähne zusammenbeißen

So kam Thiem zum ersten Matchball, den Klizan weit ins Aus beförderte. „Im zweiten Satz war es enger“, analysierte der Niederösterreicher. „Da hat Klizan besser gespielt und weniger Fehler gemacht, und im letzten Game war es ein bisschen glücklich, dass ich nach 0:40 noch zurückgekommen bin.“

„Er ist ein starker, unangenehmer Gegner, deswegen bin ich froh, dass ich es in zwei Sätzen geschafft habe“, sagte Thiem, der sich bewusst war, dass der Slowake nicht sein bestes Tennis gezeigt hatte. „Er hat viele Fehler gemacht, aber ich habe das auch ausgenützt und ihn nicht wirklich ins Spiel gelassen.“

Erstes Spiel ohne Bresnik

Ein großes Thema im Fürstentum war jedoch nicht nur der überzeugende Sieg Thiems, sondern vor allem die Trennung von Langzeitcoach Günter Bresnik. Thiem betonte, dass weder ein konkreter Vorfall noch die Verpflichtung von Nicolas Massu als neuem Haupttrainer ein Grund für den Umbruch gewesen sei.

Bresnik bleibe zumindest vorerst sein Manager, sein Vertrag mit Thiem sei unbefristet. „Tennismäßig ist einmal die Trennung da, aber wie ich auch gesagt habe, ich habe Günter extrem viel zu verdanken. Das Letzte, was ich will, ist eine komplette Trennung. Ich konzentriere mich jetzt einmal auf die ganzen Turniere, alles andere wird man dann eh besprechen müssen“, so Thiem, der sich mit dem bald 58-Jährigen eine neuerliche Zusammenarbeit auf sportlicher Ebene allerdings nicht vorstellen kann.