Emil Forsberg (RB Leipzig) jubelt mit Mitspielern
GEPA/Sven Sonntag
Fußball

Leipzig erstmals im DFB-Pokal-Finale

RB Leipzig steht zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte im Finale des DFB-Pokals. Der Tabellendritte der deutschen Bundesliga gewann das Halbfinal-Duell beim Zweitligisten Hamburger SV am Dienstagabend mit 3:1 (1:1). Endspielgegner der Sachsen am 25. Mai in Berlin ist Rekordpokalsieger Bayern München.

Yussuf Poulsen (12.) hatte dieLeipziger schon früh in Führung gebracht. Bakery Jatta (24.) gelang mit einem Schlenzer unerwartet der Ausgleich für den letztjährigen Erstligaabsteiger. Zum Pechvogel avancierte dann Hamburgs Verteidiger Vasilije Janjicic (53.), der bei einer Rettungsaktion den Ball über die Linie des HSV-Tores drückte. Emil Forsberg (72.) traf für die spielbestimmenden Gäste, bei denen die beiden ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer und Marcel Sabitzer zum Einsatz kamen, zum 3:1-Endstand.

Die Leipziger hatten erstmals überhaupt das Halbfinale erreicht, für den HSV war es das erste seit zehn Jahren. Die Hamburger waren zuletzt 1987 in das Endspiel gezogen und hatten ihren bisher letzten Titel gewonnen.

„Mannschaft verblüfft uns immer wieder“

„Normalerweise müsste das Spiel nach 20 Minuten entschieden sein. Wenn es da 3:0 steht, kann sich der HSV nicht beklagen“, meinte RB-Trainer Ralf Rangnick. „Unterm Strich haben wir die schwere Tour gewählt. So mussten wir dann richtig noch mal Mentalität zeigen.“ Am Ende war der Coach stolz: „Die Mannschaft verblüfft uns immer wieder.“

Spieler von RB-Leipzig jubeln
Reuters/Kai Pfaffenbach
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte schaffte es Leipzig ins Pokalfinale

Eckball bringt Führung

Trotz ihrer spielerischen Überlegenheit benötigten die Leipziger einen Eckball zur Führung. Torjäger Poulsen (12.), der nach überstandener Krankheit erstmals wieder in der Startelf war, traf völlig frei per Kopf. Vier Minuten später hätten die Leipziger auf 2:0 stellen können. Binnen weniger Sekunden scheiterte erst Poulsen an der Stange, dann Marcel Sabitzer.

An den Kräfteverhältnissen änderte sich vorerst nichts. Leipzig dominierte, Hamburg wehrte sich. Um so überraschender fiel der Ausgleich: Nach einem Fehler von RB-Mittelfeldspieler Kevin Kampl schnappte sich der unermüdliche Jatta (24.) den Ball und beförderte ihn aus 25 Metern über Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi ins Tor.

Marcel Sabitzer (RB Leipzig)
Reuters/Fabian Bimmer
ÖFB-Teamspieler Sabitzer scheitert an der Stange

Der HSV versuchte nach der Pause an die Leistung der ersten Hälfte anzuknüpfen. Doch mit dem ersten gelungenen Angriff der Leipziger waren alle Bemühungen dahin. Nach einer Kombination über Kampl und Poulsen war HSV-Verteidiger Janjicic (53.) zum falschen Zeitpunkt an der falschen Stelle. Danach hatte Leipzig die Partie weiter im Griff. Forsberg machte mit seinem Treffer alles klar, nachdem er noch drei Minuten zuvor die Latte getroffen hatte.