Moritz Lanegger (Klosterneuburg) und Xavier Ford (Kapfenberg)
GEPA/Mario Buehner
Basketball

Außenseiter legen im Halbfinale vor

Die Kapfenberg Bulls und die Oberwart Gunners haben einen Fehlstart in das Halbfinale der Admiral Basketball Bundesliga hingelegt. Titelverteidiger Kapfenberg unterlag am Mittwoch zum Auftakt der „Best of five“-Serie zu Hause den Dukes Klosterneuburg 84:90. Oberwart verlor in der Verlängerung gegen die Swans Gmunden 92:94.

Kapfenberg, das nicht nur den insgesamt zehnten Finaleinzug der Vereinsgeschichte anpeilt, sondern zum dritten Mal in Folge auch Meister und Cupsieger werden will, lag zur Halbzeit noch 40:35 voran. Klosterneuburg arbeitete sich aber konsequent heran und übernahm Mitte des dritten Viertels auch das Kommando. Im Schlussabschnitt entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch, bis die Gäste mit 78:76 in Führung gingen und diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand gaben.

„Wir haben bis zur Halbzeit gebraucht, um uns an die physische Gangart Kapfenbergs zu gewöhnen. In der zweiten Hälfte haben wir dann stark dagegengehalten und gefightet. Ich denke, in Summe geht der Sieg in Ordnung und man kann zufrieden sein“, sagte Dukes-Head-Coach Werner Sallomon. Im Head-to-Head verkürzte Klosterneuburg im laufenden Spieljahr auf 2:4. Können die Niederösterreicher in der Serie weiter überraschen, erreicht der zehnfache Meister erstmals seit 2012 wieder das Finale.

Klosterneuburg unter dem Korb überlegen

Klosterneuburg drehte die Partie dank der Überlegenheit am Rebound im dritten Viertel (+8 Punkte) und bewahrte am Ende die Nerven. Der ehemalige Kapfenberg-Akteur Moritz Lanegger und Predrag Miletic waren mit je 21 Punkten beste Werfer der Dukes, die als einziges Team im Play-off ungeschlagen bleiben.

Die Chance zur Revanche ergibt sich für die von Elijah Wilson (24 Punkte) angeführten Bulls am Samstag erneut vor heimischer Kulisse. „Klosterneuburg hat uns heute physisch im zweiten Abschnitt dominiert, unsere Defense war nicht gut genug, so kann man kein Play-off-Spiel gewinnen“, ärgerte sich Kapfenberg-Trainer Mike Coffin. „Wir werden das jetzt prompt analysieren, die Fehler korrigieren und uns für Samstag vorbereiten.“

Hannes Ochsenhofer (Oberwart), Dwane Miner (Oberwart), Matthias Linortner (Gmunden)
GEPA/Jennifer Vass
Gmunden erwischte die Oberwart Gunners zum Auftakt auf dem falschen Fuß

Oberwart lief gegen Gmunden lange einem Rückstand hinterher. Erst fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Burgenländer erstmals in Führung (74:72). Gmunden schien wie schon im Viertelfinale gegen Traiskirchen auswärts in der Schlussphase einzubrechen. Die Swans lagen 1:27 Minuten vor Spielende schon sieben Zähler zurück, Enis Murati (24 Punkte) warf sein Team mit einem Dreier und zwei Freiwürfen aber noch in die Overtime. Oberwart konnte seine deutliche Überlegenheit am Rebound auch dort nicht nutzen und steht am Samstag bereits unter Zugzwang.

Admiral Basketball Bundesliga

Play-off-Semifinale:
Freitag, 24. Mai:
Klosterneuburg Kapfenberg 43:54 1:3*
Gmunden Oberwart 92:76 3:1*
* Endstand in der "Best of five"-Serie
Play-off-Viertelfinale:
Kapfenberg Vienna Timberwolves 3:0*
Oberwart BC Vienna 3:1*
Gmunden Traiskirchen 3:2*
Klosterneuburg Wels 3:0*
* Endstand in der "Best of five"-Serie