Christoph Strasser
Lex Karelly
Race across America

Hitzewelle stellt Strasser vor Probleme

Favorit Christoph Strasser hat den schwierigen Witterungsbedingungen beim Auftakt zum Race Across America (RAAM) vorerst standgehalten und sich an die Spitze gesetzt. Der 36-Jährige passierte in der Nacht auf Mittwoch die dritte von insgesamt 55 Zeitstationen vor dem Slowenen Marko Baloh und dem Dänen Jakob Olsen. Vor Sonnenuntergang hatte dem Steirer die Hitze stark zugesetzt.

Elf Stunden und 41 Minuten benötigte Strasser für die ersten 378 von insgesamt 4.940 Kilometer von Oceanside (Kalifornien) nach Annapolis (Maryland). Bei unerwartet hohen Temperaturen von bis zu 43 Grad Celsius entwickelte sich zu Beginn ein Schlagabtausch mit zahlreichen Führungswechseln. Nur knapp mehr als eine Viertelstunde lag Baloh zuletzt hinter Strasser, Olsen nahm die erste Nacht mit rund einer Stunde Rückstand in Angriff.

Die im Vergleich zum Training in den Tagen davor deutlich höheren Temperaturen hatten Strasser überrascht und vor Probleme gestellt. Der fünffache RAAM-Sieger musste bereits mit Kühlpads versorgt werden. „Die Hitze hat wieder voll zugeschlagen. Es ist extrem schwül. Das macht ihm natürlich zu schaffen“, sagte Teamchef Michael Kogler. „Trotz der Akklimatisation in der Vorbereitungsphase hatte Christoph eine sehr hohe Herzfrequenz.“

Christoph Strasser
Lex Karelly
Die Strapazen des ersten Tages waren Strasser auch in der Nacht noch anzusehen

Nacht bringt Abkühlung

Strasser hielt der ersten Belastungsprobe stand. Nach einer kurzen, ersten mentalen Schwächephase laufe alles wieder nach Plan. Vor Anbruch der Dunkelheit wechselte er erstmals auf das Zeitfahrrad und fuhr bei dann kühleren Temperaturen in Richtung Arizona. Für Strasser geht es bei seiner neunten RAAM-Teilnahme um den insgesamt bereits sechsten Sieg. Als erster Fahrer könnte er das Rennen zum dritten Mal in Folge für sich entscheiden.

Christoph Strasser
Lex Karelly
Strasser beim Start zu seinem neunten Race Across America im kalifornischen Oceanside

Ein neuerlicher Streckenrekord wie 2014 auf der damals 80 km kürzerer Strecke in sieben Tagen, 15 Stunden und 56 Minuten sei laut Strasser unrealistisch, aber nicht unmöglich.