Jakob Schubert (AUT)
Moritz Liebhaber
Klettern

Schubert darf offiziell für Olympia planen

Nach Jessica Pilz, die auf die offizielle Betätigung allerdings noch zwei Wochen warten muss, hat am Montag auch Jakob Schubert im Kombinationsbewerb der WM in Hachioji (JAP) erfolgreich nach dem Olympiaticket gegriffen.

Der Tiroler, der bei diesen Titelkämpfen schon Boulder-Silber und Vorstieg-Bronze gewonnen hat, kletterte in der Kombi-Qualifikation mit einer sicheren Vorstellung auf den zweiten Platz hinter dem Deutschen Alexander Megos. Das reichte, um fix bei den Spielen 2020 in Tokio dabei zu sein. Dort wird nur der aus allen drei Disziplinen (Boulder, Vorstieg, Speed) bestehende Kombi-Bewerb ausgetragen. Das WM-Finale der besten acht steigt am Mittwoch.

Schubert gab sich nach der erledigten Olympiaquali überglücklich. „Mir geht es gerade unglaublich gut. Es gehen mir sehr viele Emotionen durch den Kopf. Das war der wichtigste Tag bei der WM für mich, und es war extrem nervenaufreibend. Ich war sehr nervös, ich wollte unbedingt das Olympiaticket. Dass das nun gleich im ersten Anlauf geklappt hat, ist genial“, sagte der 28-jährige Tiroler. Das Kombi-Finale sei nur mehr eine Draufgabe. „Aber wenn man im Finale steht, will man eine Medaille. Ich kann komplett frei drauflosklettern.“

Jakob Schubert (AUT)
Moritz Liebhaber
Im Finale der Kombination geht Schubert auf seine dritte WM-Medaille 2019 los

Im Finale nicht dabei ist der Tscheche Adam Ondra. Der derzeit wohl beste Felskletterer verpasste nach einem Fehler die Finalquali. Das Quali-Event Ende November in Toulouse und die EM in Moskau im Frühling 2020 bieten dem Tschechen aber weitere Chancen, um sich für die Olympischen Spiele (24. Juli bis 9. August 2020) zu qualifizieren.

Kletterer Schubert erlebt erfolgreiche WM

Nach zwei Medaillen gelingt Jakob Schubert bei der Kletter-WM in Japan am Montag noch der Einzug ins Kombinationsfinale.

Pilz mehr oder weniger qualifiziert

Die Niederösterreicherin Pilz ist vorerst nur inoffiziell für die Spiele qualifiziert. Die 20-jährige wird aufgrund des komplizierten Regulativs gerade noch in die sieben vergebenen Olympiaplätze rutschen. Pilz belegte nämlich den zehnten WM-Rang im Kombi-Bewerb, zwei von vier Japanerinnen fallen aber aus der nationenbereinigten Wertung. Damit wäre sie auf Rang acht.

Jessica Pilz (AUT)
Moritz Liebhaber
Jessica Pilz muss sich bis zur offiziellen Bestätigung ihrer Olympiaqualifikation noch etwas gedulden

Da es aber auch noch ein reserviertes Startticket für die Austragungsnation gibt und Japan nun schriftlich entscheiden muss, von wo sie den zweiten Platz beanspruchen wollen, wird Pilz noch einen Platz gutmachen, unabhängig davon, welche Entscheidung die Olympiagastgeber treffen. Allerdings muss sie noch etwa zwei Wochen auf die schriftliche Bestätigung warten.

Pilz war am Sonntag mit persönlicher Bestzeit von 9,56 Sekunden Speed-Elfte, Boulder-Siebente und Vorstieg-Sechste geworden. Wobei im Vorstieg nur eine knapp langsamere Zeit einen besseren Platz und damit das Ticket ohne letzten Zweifel verwehrt hatte. Trotzdem hat Pilz letztlich bei der ersten Chance die direkte Qualifikation geschafft.