Trainer Luis Enrique
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Fußball

Luis Enrique wieder Spaniens Teamchef

Trotz der erfolgreichen EM-Qualifikation und des souveränen 5:0-Sieges gegen Rumänien zum Abschluss der Gruppenphase am Montag muss Spaniens Nationalcoach Robert Moreno seinen Hut nehmen. Sein Vorgänger Luis Enrique kehrt nach rund fünf Monaten Auszeit als Teamchef zurück und wird die „Furia Roja“ zur Europameisterschaft 2020 führen.

Der frühere Barcelona-Coach Enrique war im Juni überraschend aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Im August gab er bekannt, dass seine neunjährige Tochter an Knochenkrebs gestorben sei. Moreno, der viele Jahre als Enriques Assistent bei der AS Roma, Celta de Vigo und beim FC Barcelona gearbeitet hatte, wurde damals als offizieller Nachfolger berufen.

„Es war immer klar, dass Luis Enrique zurückkehren würde, wenn er zurückkehren wollte“, erklärte RFEF-Präsident Luis Rubiales am Dienstag bei einer Pressekonferenz. „Luis Enrique hat uns seinen Wunsch übermittelt, zurückzukommen“, sagte Rubiales, dem zufolge „die Tür immer offen geblieben“ war. „Wir sind sehr zufrieden mit Roberts Arbeit und wir sind ihm dankbar, aber der Chef des Projekts ist Luis Enrique“, betonte Rubiales.

Spaniens Trainer Robert Moreno
APA/AFP/Cristina Quicler
Moreno holte in neun Spielen sieben Siege und führte die „Furia Roja“ erfolgreich zur EM

Moreno mit fast makelloser Bilanz

Die Bilanz von Moreno, der Enrique in der EM-Qualifikation erstmals im März vertreten hatte, kann sich sehen lassen: Der 42-Jährige kann sieben Siege, zwei Unentschieden und die EM-Qualifikation als Gruppensieger vorweisen. Durch den 5:0 (4:0)-Erfolg am Montagabend im Madrider Stadion Wanda Metropolitano gegen Rumänien wird Rekordeuropameister Spanien bei der Auslosung für die EM 2020 am 30. November in Bukarest im ersten Topf der sechs besten Mannschaften vertreten sein.

Moreno hatte seine Amtsübernahme „mit gemischten Gefühlen“ beschrieben, im September erklärte er, dass er jederzeit für einen rückkehrwilligen Enrique Platz machen würde. Zuletzt hatte sich der Coach noch gelassen gegeben. „Es ist normal, dass dein Job infrage gestellt wird, vor allem, wenn du im Scheinwerferlicht stehst. Meine Chance zu bleiben, beträgt 100 Prozent.“