Jakob Pöltl (San Antonio Spurs)
Reuters/USA TODAY Sports
NBA

Spurs-Krise lässt Pöltl nicht verzweifeln

Die Fans der San Antonio Spurs befinden sich in der National Basketball Association (NBA) in einer ungewohnten Situation. Mit nur sieben Siegen in 21 Spielen steht der fünffache Champion so schlecht da wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Österreichs NBA-Pionier Jakob Pöltl bezeichnete die aktuelle Krise seines Clubs als „ziemlich frustrierend“, glaubt aber noch an den Turnaround.

Dem Sieg über die noch tiefer in der Krise steckenden Golden State Warriors am 1. November folgten in 16 Spielen nur drei weitere. Mitte November verloren die Spurs acht Partien en suite. Einziges Highlight vergangenen Monat war ein 107:97 über die Los Angeles Clippers, das aktuell drittbeste Team der Western Conference hinter den LA Lakers und Denver Nuggets.

Warum es San Antonio nicht schafft, sich aus der Krise zu ziehen, ist für Pöltl nur schwer erklärbar. „Für mich wirkt es so, als würden wir nicht aus unserem eigenen Kopf herauskommen, als stünden wir uns selbst im Weg“, richtete der 24-jährige Wiener via Presseaussendung am Dienstag vor dem Spiel gegen die Houston Rockets und NBA-Topscorer James Harden aus.

Andre Drummond (Detroit Pistons) gegen Jakob Pöltl (Antonio Spurs)
Reuters/USA TODAY Sports
Pöltl (r.) zeigte zwar ansprechende Leistungen, konnte die Talfahrt der Spurs aber nicht verhindern

Defensive als Baustelle

Niederlagenserien tragen das ihre zur verfahrenen Situation bei, so der Wiener. „Das Selbstvertrauen und die Energie sind nicht da, wir schaffen es nicht, in den Spielen unser volles Potenzial abzurufen. Zu Hause und gegen bessere Teams schaffen wir es eher, auswärts und gegen mittelstarke und schwächere Teams weniger. Es ist auf jeden Fall ziemlich frustrierend“, sagte Pöltl.

Die größten Baustellen im Spiel der Spurs sind die Defensive und die oft schwache Dreier-Quote. „Das hängt meiner Meinung nach alles zusammen und auch vom Selbstvertrauen und Rhythmus ab. Wenn wir hinten erfolgreich verteidigen, kommen wir ins Laufen, und es fallen vorne auch die Würfe, wie zum Beispiel im Spiel gegen die Clippers“, analysierte Pöltl, der zuletzt wieder regelmäßig in der Starting Five stand.

Zuversicht als Strohhalm

Trotz der jüngsten Negativserie von elf Niederlagen in 13 Spielen ist Österreichs erster und bisher einziger NBA-Profi „weiterhin ziemlich zuversichtlich“, dass den Spurs noch die 23. Play-off-Teilnahme en suite gelingt. Damit würde das Team von Head-Coach-Legende Gregg Popovich zum alleinigen NBA-Rekordhalter aufsteigen.

„Aber natürlich ist klar: Es muss etwas passieren“, betonte Pöltl. „Wir haben das Zeug und die Leute dazu, wieder die Play-offs zu schaffen. Der Kader ist sogar etwas besser als in der letzten Saison. Wir wissen, dass wir besser sind als unser derzeitiger Output. Es ist auch eine Frage der Zeit, bis es wieder läuft“, so der 2,13 Meter große Center.

National Basketball Association

Mittwoch, 11. Dezember:
Indiana Boston 122:117
Cleveland Houston 110:116
Orlando LA Lakers 87:96
Toronto LA Clippers 92:112
Brooklyn Charlotte 108:113
Chicago Atlanta 136:102
Minnesota Utah 116:127
Phoenix Memphis 108:115
Milwaukee New Orleans 127:112
Sacramento Oklahoma City 94:93
Golden State New York 122:124 n.V.
Donnerstag, 12. Dezember:
San Antonio Cleveland
Boston Philadelphia
Detroit Dallas
Denver Portland
Freitag, 13. Dezember:
Miami LA Lakers
Orlando Houston
Philadelphia New Orleans
Atlanta Indiana
Chicago Charlotte
Memphis Milwaukee
Utah Golden State
Minnesota LA Clippers
Sacramento New York

Western Conference

Northwest Division S N %
Denver Nuggets 14 8 .636
Utah Jazz 14 11 .560
Oklahoma City Thunder 11 13 .458
Minnesota Timberwolves 10 14 .417
Portland Trail Blazers 10 15 .400
Southwest Division S N %
Dallas Mavericks 16 7 .696
Houston Rockets 16 8 .667
San Antonio Spurs 9 14 .391
Memphis Grizzlies 8 16 .333
New Orleans Pelicans 6 19 .240
Pacific Division S N %
Los Angeles Lakers 22 3 .880
Los Angeles Clippers 19 7 .731
Sacramento Kings 11 13 .458
Phoenix Suns 11 13 .458
Golden State Warriors 5 21 .192

Eastern Conference

Atlantic Division S N %
Boston Celtics 17 6 .739
Philadelphia 76ers 18 7 .720
Toronto Raptors 16 8 .667
Brooklyn Nets 13 11 .542
New York Knicks 5 20 .200
Central Division S N %
Milwaukee Bucks 22 3 .880
Indiana Pacers 16 9 .640
Detroit Pistons 10 14 .417
Chicago Bulls 9 17 .346
Cleveland Cavaliers 5 19 .208
Southeast Division S N %
Miami Heat 18 6 .750
Orlando Magic 11 13 .458
Charlotte Hornets 11 16 .407
Washington Wizards 7 16 .304
Atlanta Hawks 6 19 .240