Die Rapid Wien Spieler Maximilian Hofmann und Stefan Schwab, sowie der Hartberger Andreas Lienhart.
GEPA/Michael Riedler
Bundesliga

Rapid setzt zum Doppelschlag an

Rapid greift am Sonntag (17.00 Uhr, live in ORF1) im Allianz Stadion nach dem zweiten Sieg gegen den TSV Hartberg binnen fünf Tagen. Ein Erfolg über die Steirer wäre gleichzeitig der fünfte Dreier der Hütteldorfer in Folge in der tipico-Bundesliga und würde die fünf Punkte hinter Red Bull Salzburg liegenden Grün-Weißen im Titelrennen halten. Die Hartberger sind allerdings in Hütteldorf in der Liga noch unbesiegt.

An das Duell mit den „Bullen“ am Mittwoch verschwendet Trainer Dietmar Kühbauer aber noch keine Gedanken, derzeit steht einzig der TSV im Mittelpunkt. „Wir wissen, dass die Steirer immer gefährlich sein können. Wenn wir fokussiert sind und unsere Aufgaben erfüllen, sind wir qualitativ besser als unsere Gäste, doch werden wir sie keinesfalls unterschätzen. Die bisherigen Begegnungen waren immer rassige Spiele“, sagte der Burgenländer.

Dass Rapid nach drei vergeblichen Versuchen noch immer auf einen Ligaheimsieg gegen die Hartberger wartet, interessiert Kühbauer relativ wenig. „Es ist nicht so, dass wir jeden Tag mit den Statistikzetteln im Trainerbüro sitzen, unsere primäre Aufgabe ist es, dass wir uns jeweils ideal auf den kommenden Gegner vorbereiten.“

SK Rapid Trainer Dietmar Kühbauer.
APA/Krugfoto
Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer hofft vor dem Duell mit Salzburg auf den fünften Sieg in Serie

Diese Vorgangsweise machte sich zuletzt bezahlt – aus den jüngsten 14 Runden schauten 31 Punkte heraus. „Wir sind derzeit richtig gut unterwegs und haben auch in der Steiermark verdient gewonnen. Jetzt haben wir die nächste Chance, weitere drei Punkte zu holen, und die wollen wir endlich auch daheim gegen Hartberg nutzen“, sagte Kapitän Stefan Schwab.

Tipico-Bundesliga, 28. Runde

Sonntag, 17.00 Uhr, live in ORF1 und im Livestream

Rapid – Hartberg

Allianz Stadion, SR Schörgenhofer

Mögliche Aufstellungen:

Rapid: Gartler/Knoflach – Auer, D. Ljubicic, Hofmann, Ullmann – Grahovac, Schwab – Schick, Knasmüllner, Demir – Kara

Hartberg: Swete – Lienhart, Huber, Luckeneder, Klem – Kainz, Cancola – Ried, Dossou, Gabbichler – Tadic

Schwab warnt vor Hartberg

Der Salzburger warnte aber auch vor den Qualitäten der Steirer. „Die Elf von Markus Schopp ist von den sogenannten kleineren Vereinen gemeinsam mit Altach jene, die den attraktivsten Fußball spielt. Sie versuchen immer, gut von hinten herauszuspielen, und nehmen auch Risiko. Da passieren dann einfach auch Fehler, und deswegen findet man oft viele Räume vor. Das müssen wir nützen und offensiv im Vergleich zum Mittwoch definitiv kaltschnäuziger sein.“

Taxiarchis Fountas, der Goldtorschütze vom ersten Duell, laboriert derzeit an Wadenproblemen. Sein Einsatz am Sonntag ist ebenso fraglich wie jener von Torhüter Tobias Knoflach (Achillessehnenprobleme) und Kelvin Arase (leichte Gehirnerschütterung). „Wir werden uns das genau anschauen, aber sicher kein Risiko eingehen“, sagte Kühbauer, der definitiv auf neun weitere Spieler verzichten muss.

Hartberg schielt auf Europacup

Bei Hartberg-Coach Markus Schopp sind die Hütteldorfer Personalsorgen kein großes Thema. „Mir ist egal, wer bei Rapid spielt. Sie haben einen Kader, der mit unserem Kader nicht vergleichbar ist. Wenn ich so viele Verletzte hätte, müssten meine Kotrainer spielen.“

Rapid-Attacke auf Platz eins

Rapid will am Sonntag in der Meistergruppe mit einem erneuten Sieg über Hartberg Tabellenführer Salzburg weiter unter Druck setzen. Die Hütteldorfer hoffen auf ein starkes Saisonfinish und attackieren Platz eins.

Bei den Hartbergern fallen drei Kicker aus – der Rest kämpft im Westen Wiens um die Verteidigung des fünften Platzes, der zur Teilnahme am Europa-League-Play-off berechtigt. „Wir haben es verdient in die Meistergruppe geschafft und stehen absolut verdient auf dem fünften Platz. Wir befinden uns in einer Situation, in der wir uns mit dem Europacup auseinandersetzen können, aber wir sind alle gut beraten, das nicht wirklich zum Thema werden zu lassen“, sagte Schopp. „Wir wollen uns weiterentwickeln. Wenn wir am Ende international spielen, ist das kein Zufall, sondern das Ergebnis guter Arbeit.“