Florian Jaritz (A.Klagenfurt)
GEPA/Daniel Goetzhaber
2. Liga

Klagenfurt kündigt nach „Farce“ Protest an

Austria Klagenfurt wird gegen die Entscheidung im Aufstiegskampf der Hpybet 2. Liga zugunsten der SV Guntamatic Ried Protest einlegen. Das kündigte Clubgesellschafter Zeljko Karajica am Sonntag an. „Farce, Schande – ich glaube, das trifft es sehr genau, worum es hier geht. Wir werden natürlich Protest einlegen“, sagte Karajica der APA.

Neben der 0:9-Abfuhr des FAC Wien in Ried stört die am Freitag gegen Wacker Innsbruck 6:1 siegreichen Klagenfurter vor allem das bisherige Schweigen der tipico-Bundesliga. „Ich habe kein einziges Statement der Liga gehört, dass die gesagt haben, wir untersuchen das – nichts, gar nichts. Wenn die glauben, dass das Leben am Montag normal weitergeht, dann täuschen sie sich“, ärgerte sich Karajica.

Die Liga könne sicher sein, „dass wir alle Möglichkeiten, die uns offenstehen, ausschöpfen – das geht so nicht“, so der 49-Jährige, dessen Club sich im Fernduell mit Ried im Titelrennen nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz geschlagen geben musste. Man werde die Liga auffordern, den ganzen Vorgang zu untersuchen. „Spätestens morgen werden wir loslegen. Es kann ja nicht sein, dass der FAC in zwei Wochen wieder normal mit der Vorbereitung anfängt. Wir wollen eine Aufarbeitung haben.“

Klagenfurt kündigt Protest an

FAC „lässt sich wehrlos abräumen“

Der FAC war am Freitag bei Weitem nicht in Bestbesetzung angetreten, Spieler sollen sich laut Karajica bereits im Urlaub befunden und Fotos davon gepostet haben, hinzu komme noch der auffällige Spielverlauf. „Dass der FAC nach 30 Minuten 0:5 hinten liegt und sich wehrlos abräumen lässt, im besten Fall bleibt ein Nachgeschmack, aber es war in Wahrheit eine Nacht der Schande, das war mit Ansage.“

Karajica legte Wert auf die Feststellung, kein schlechter Verlierer sein zu wollen, es gehe nicht darum, Ried schlechtzumachen, schließlich habe man sich die realistische Aufstiegschance ja schon mit einer Niederlage in der vorletzten Runde selbst genommen. Aber das Vorgehen und die Spielweise des FAC seien es, die hinterfragt werden müssten. Man dürfe das Verhalten der Wiener mit Untätigkeit nicht zum Standard werden lassen.

Karajica fordert Konsequenzen

„Die Liga beraubt sich damit ihrer Glaubwürdigkeit“, betonte Karajica, der auch auf einen möglichen Imageschaden für die gesamte Liga und den zu beobachtenden Sturm der Entrüstung in den Sozialen Netzwerken verwies. Die nachträgliche Entschuldigung des FAC für das eigene „desolate und unprofessionelle Auftreten“ am Samstag könne er nicht ernst nehmen, es müsse auch Konsequenzen geben.