Tobias Wagner (Margareten)
GEPA/Manfred Binder
Handball

Fivers wahren Chance auf Europa League

Die Fivers Margareten haben sich im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde der Handball-Europa-League auswärts gegen BM Benidorm teuer verkauft. Die Wiener unterlagen den Spaniern am Dienstagabend mit 31:34 (15:17). In einer Woche haben die Fivers vor Heimpublikum die Chance, den Rückstand wettzumachen und in die Gruppenphase einzuziehen.

Stärkster Mann der Wiener, die in der ersten Qualirunde Benfica Lissabon ausgeschaltet hatten, war Lukas Hutecek mit neun Toren. Schon vor dem Match hatten die Fivers als Ziel ausgegeben, gegen die favorisierten Gastgeber einen „großen Showdown“ in Wien zu erkämpfen. Und dieser steigt nun am nächsten Dienstag (18.45 Uhr, live in ORF Sport +) in der Sporthalle Margareten.

„Die Spanier sind stark besetzt, besitzen praktisch zwei vollwertige Blöcke, die jedes österreichische Team vor große Probleme stellen können“, hatte Fivers-Coach Peter Eckl vor dem Duell mit dem Club aus dem Land des Europameisters gesagt.

Fivers-Konzept geht auf

Bis heuer hatten die Fivers seit 2011 auf eine Europacup-Teilnahme verzichtet, um das dafür nötige Geld primär in den Nachwuchs zu stecken. Das macht sich nun bezahlt, denn die aktuelle Truppe besteht aus vielen in den eigenen Reihen groß gewordenen Spielern. Sie könnten helfen, im österreichischen Handball das erste Erreichen einer Europacup-Gruppenphase seit Langem zu ermöglichen.

Benidorm verfügt neben einem jüngeren spanischen Kern über Spieler aus Serbien, Portugal, Chile, Slowenien, Montenegro, Argentinien, Brasilien und Kuba. Der Chilene ist der ehemalige Westwien-Spieler Emilio Feuchtmann. Das Benidorm-Durchschnittsalter liegt bei knapp 30 Jahren, die Durchschnittsgröße bei knapp 1,90 m. Die Fivers sind durchschnittlich kleiner und mit 23,5 Jahren um einiges jünger.