Stefan Lainer (AUT) und Alexandru Maxim (ROM)
GEPA/Daniel Goetzhaber
Nations League

Siegesserie soll in Rumänien halten

Österreichs Nationalmannschaft kämpft am Mittwoch (20.45 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) gegen Rumänien um den dritten Sieg in Folge. Drei Punkte in Ploiesti würden die ÖFB-Auswahl dem angestrebten Endrang eins in der Nations-League-Gruppe ein großes Stück näher kommen lassen, selbst bei einem Unentschieden könnte man das Ziel noch aus eigener Kraft erreichen.

Franco Foda kündigte jedoch an, dass sein Team nicht auf ein Remis, sondern voll auf Sieg spielen werde. „Wir wollen immer von der ersten Minute an den Willen und die Mentalität haben zu gewinnen“, sagte der Teamchef der APA. „Wir rechnen nicht und wollen auf Sieg spielen“, sagte Kapitän Julian Baumgartlinger, schränkte aber auch ein, dass man „nicht kopflos“ in die Partie gehen dürfe: „Wir brauchen kein unnötiges Risiko einzugehen.“

Damit das Vorhaben von drei Punkten in die Tat umgesetzt werden kann, bedarf es laut Foda im Vergleich zur 2:3-Heimniederlage gegen die Rumänen vor einem Monat einiger Verbesserungen. „Wir müssen in der Defensive konzentrierter zu Werke gegen, so wie gegen Griechenland und Nordirland, und wir müssen unsere Chancen verwerten“, forderte der 54-Jährige.

Nations League: Österreich gegen Rumänien in der Favoritenrolle

Österreichs Fußballteam ist beim Nations-League-Spiel am Mittwoch gegen Rumänien Favorit, denn die Rumänen stecken nach zwei Niederlagen in Serie in einer Krise. Unterschätzen will man die Mannschaft aber dennoch nicht.

Rumäniens Probleme kümmern Foda nicht

Während das ÖFB-Team mit den Siegen über Griechenland (2:1/Test) und Nordirland (1:0/Nations League) im Gepäck nach Rumänien reiste, mussten die Gastgeber bittere Niederlagen im EM-Semifinal-Play-off gegen Island (1:2) und in der Nations Leaue gegen Norwegen (0:4) verdauen. Welche Konsequenzen diese Tiefschläge für den Weltranglisten-34. haben werden, wagte Foda nicht zu prophezeien.

„Ich kenne die Verfassung der rumänischen Spieler nicht, es macht auch keinen Sinn, über irgendetwas zu spekulieren. Entscheidend ist, dass wir eine geschlossene Teamleistung an den Tag legen“, sagte der Coach. Man dürfe die Rumänen keinesfalls unterschätzen, warnte Foda. „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, das haben sie auch am Anfang gegen Norwegen und gegen Island gezeigt. Wir müssen sie unter Druck setzen und dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen.“

UEFA Nations League

Beginn 20.45 Uhr:

Live in ORF1

Rumänien – Österreich

Ploiesti, Stadionul Ilie Oana, SR Stefanski (POL)

Rumänien: Tatarusanu – Balasa, Burca, Tosca, Bancu – Maxim, Marin, Stanciu – Deac, Alibec, Mitrita

Österreich: Pervan – Lainer, Dragovic, Hinteregger, Alaba – Ilsanker, Baumgartlinger – Schöpf, X. Schlager, Baumgartner – Gregoritsch

Umstellungen wohl im Mittelfeld

Mit welcher Aufstellung das gelingen soll, ließ der Teamchef naturgemäß offen und verriet lediglich, dass Pavao Pervan wie schon in den jüngsten beiden Matches im Tor stehen wird. Außerdem berichtete Foda von der Überlegung, im Vergleich zum Nordirland-Spiel „an ein, zwei Positionen etwas zu verändern“. Aktuelle Verletzungssorgen gibt es keine, im Abschlusstraining am Dienstagabend war der komplette Kader im Einsatz.

Während es im defensiven und offensiven Mittelfeld zu Umstellungen kommen könnte, scheint die Viererkette gesetzt zu sein. Also folglich auch wieder mit David Alaba als Linksverteidiger. Der Bayern-Legionär stellte gegen Nordirland seine Qualitäten auf dieser Position unter Beweis. „Er war sehr positiv und aktiv, von der ersten Minute an auch sehr lautstark. Man merkt, wie er die linke Seite pusht, und über seine Qualität brauchen wir eh nicht reden“, sagte Baumgartlinger.

Selbstvertrauen spricht für Österreich

Der Kapitän ist optimistisch, dass der dritte Sieg in Serie eingefahren werden kann. „Aus der Stärke heraus, die wir gegen Nordirland gezeigt haben, und in dem Wissen, dass wir gegen Rumänien in Klagenfurt die bessere Mannschaft waren, können wir Respekt haben, müssen aber keine Angst haben“, sagte der Leverkusen-Legionär. Man habe im ersten Duell mit den Rumänen ein „ordentliches Spiel“ gemacht, sagte Baumgartlinger. „Aber bei den Toren waren wir zu nachlässig.“

Das aktuelle Selbstvertrauen spricht klar für Österreich. „Natürlich ist es viel besser, mit zwei Siegen in ein Spiel zu starten als mit zwei Niederlagen“, sagte Baumgartlinger. Vor allem das Out im EM-Play-off dürfte die Rumänen schwer getroffen haben, vermutete der Mittelfeldspieler. „Das war sicher ein Riesenziel von ihnen. Für uns ist es gut, denn damit haben wir bei der EM in Bukarest kein richtiges Auswärtsspiel.“ Die Rumänen wären Österreichs EM-Gruppengegner gewesen, hätten sie sich in den Play-off-Partien durchgesetzt.