Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer
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Ski alpin

ÖSV-Duo wieder als Hoffnungsträger

Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr haben im vergangenen Winter ihr jeweils bestes Weltcup-Jahr hingelegt und für alle sechs österreichischen Siege verantwortlich gezeichnet. In der am Wochenende in Sölden beginnenden Saison 2020/21 werden die beiden 500-Punkte-Fahrer auch im Riesentorlauf starten.

„Die Erfolge aus der letzten Saison waren schon sehr gut“, sagte Doppelolympiasieger Mayer. „Es ist natürlich ein großes Ziel für mich, dass ich dort anschließen kann, wo ich aufgehört habe.“

Der Kärntner gewann in der Vorsaison erstmals die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel, setzte sich auch in der letzten Abfahrt in Kvitfjell durch, ehe die Saison vorzeitig abgebrochen wurde, triumphierte in Lake Louise beim Super-G und gewann mit der Wengen-Kombination zum ersten Mal ein Rennen außerhalb seiner Spezialdisziplinen.

Saisonauftakt der Herren in Sölden

Am Sonntag steht in Sölden der Saisonauftakt der alpinen Ski-Herren auf dem Programm. Gejagt werden zwei Norweger: Gesamtweltcup-Sieger Aleksander Aamodt Kilde und Henrik Kristoffersen.

Auf der Vorsaison lässt sich aufbauen

Der mittlerweile 30-Jährige bewies daneben auch mit vier weiteren Stockerlplätzen jene Konstanz, die ihm davor einige abgesprochen hatten. In der Weltcup-Schlussrechnung belegte Mayer den vierten Rang und stand damit so weit oben wie noch nie zuvor. Dabei hatte ihn im Jänner nach seinem Kitz-Triumph eine Grippe kurz aus der Bahn geworfen.

Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer
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Kriechmayr und Mayer sorgten in der Kitz-Abfahrt für einen ÖSV-Doppelsieg

Der 29-jährige Kriechmayr, der sich in der Kitzbühel-Abfahrt nur Mayer geschlagen geben musste, gewann in Gröden und Hinterstoder jeweils den Super-G und holte drei weitere Podestplatzierungen. Im Gesamtweltcup war der Oberösterreicher direkt hinter Mayer Fünfter. Im Sommer wechselte er von Fischer zu Head und ist damit nun Markenkollege von Mayer.

Kein Sommertraining auf Speedski

Die gewohnten Sommerkurse der Abfahrer in Südamerika fielen coronavirusbedingt aus. Die erste Abfahrt der Saison soll verspätet am 12. Dezember in Val d’Isere stattfinden. „Natürlich machen wir uns Gedanken, wo wir bis dahin gut trainieren können“, sagte Mayer. „In den letzten Jahren waren wir immer in Copper Mountain, dieses Jahr ist das aber nicht möglich.“

Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher ist dennoch zuversichtlich, dass mit Mayer und Kriechmayr weiter stark zu rechnen sein wird. „Die werden ihr Niveau halten und sicher weiter um Siege mitfahren“, sagte der Tiroler.

Klare Ziele für diesen Winter

Nicht geklappt hat es für das Duo bisher mit einer kleinen Kristallkugel in einer Disziplin. Mayer stellte daher auch klar, dass „nur die Kugeln im Speedbereich und Medaillen bei der WM (in Cortina d’Ampezzo, Anm.) das Ziel sein“ können. Um sich nicht selbst die Chance auf den Gesamtweltcup zu nehmen, wird Mayer so wie schon im vergangenen Winter den Riesentorlauf im Programm haben.

Kriechmayr gibt auf dem Rettenbachgletscher nach fast zweijähriger Pause ein Comeback im Riesentorlauf. Mit dem Status als „Geisterrennen“ müsse man leben. „Für uns ist es immer speziell, vor Zuschauern zu fahren. Wir nehmen es aber wie es kommt, und sind froh, wenn wir Rennen fahren können“, bekräftigte er.

Deutlich mehr Technikrennen im Kalender

22 Technikevents inklusive dem Parallel-Riesentorlauf in Lech/Zürs sind bis März 2021 zu absolvieren, demgegenüber stehen nach der Absage der Nordamerika-Rennen nur 16 Speed-Bewerbe. „Das Gleichgewicht von Speed- und Technikrennen ist permanent ein Thema“, sagte Mayer, der vor einem Jhnenahr in Sölden 15. und damit zweitbester Österreicher war.