Filip Stojkovic (Rapid)
GEPA/Philipp Brem
Europa League

Rapid hat erste Punkte im Visier

Eine Woche nach der unglücklichen 1:2-Europa-League-Heimniederlage zum Auftakt gegen Topfavorit Arsenal gastiert Österreichs Vizemeister Rapid Wien am Donnerstagabend (21.00 Uhr) in Molde. Aufgrund der strengen Vorschriften in Norwegen – dort verlangen die Behörden vor dem Match noch einen weiteren negativen PCR-Test unmittelbar nach der Einreise – machten sich die Hütteldorfer bereits am Dienstag auf den Weg.

Vor dem Abflug gab es keine Überraschungen. „Alle Tests waren negativ“, berichtete Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. Nachsatz: „Das einzige, was jetzt positiv sein soll, ist das Resultat des Spiels.“ Man werde „alles daran setzen“, um erstmals in Gruppe B anzuschreiben.

„Wir freuen uns riesig auf das Duell mit Molde und wollen dort die drei Punkte mitnehmen“, sagte auch Kapitän Dejan Ljubicic. Im Gegensatz zu Rapid hat der norwegische Vorjahresmeister sein Auftaktspiel gewonnen, trotz 0:1-Pausenrückstand glückte beim irischen Vertreter Dundalk ein 2:1-Erfolg.

Rapid in Norwegen unter Zugzwang

Rapid muss im Europa-League-Spiel am Donnerstag beim norwegischen Meister punkten, um nicht früh den Anschluss an die Aufstiegsränge zu verlieren.

Kühbauer erwartet „enges Spiel“

„Das ist ein guter Gegner, es wird ein enges Spiel. Ich glaube, dass das eine sehr spielstarke Mannschaft ist. Sie spielen wenig mit langen Bällen und wollen eher ihre spielerische Qualität durchbringen“, sagte Kühbauer und warnte davor, Molde FK auf die leichte Schulter zu nehmen. „Jeder muss wieder die Leistung abrufen wie in den vergangenen Wochen, nur dann kann was Zählbares rausschauen.“

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer
GEPA/Christian Ort
Dietmar Kühbauer will mit Rapid in der heurigen Europa League anschreiben

Kühbauer ist aber überzeugt, dass seine Spieler dazu fähig sind. „Wir haben im spielerischen Bereich absolut zugelegt“, sagte der Rapid-Coach. „Es wird ein offenes Spiel. Die Mannschaft, die es mehr will, wird als Sieger vom Platz gehen.“ Die „Bubble“-Atmosphäre, in der sich die Hütteldorfer wegen der strengen Bestimmungen in Norwegen seit Dienstag befinden, soll kein Hindernis darstellen.

Europa League, Gruppe B

Donnerstag, 21.00 Uhr:

Molde – Rapid

Molde, Aker-Stadion, SR Ardeleanu (CZE)

Aufstellungen:

Molde: Linde – Wingo, Björnbak, Gregersen, Haugen – Aursnes, Eikrem, Ellingsen – Hestad, Omoijuanfo, Brynhildsen

Rapid: Gartler – Stojkovic, Greiml, Barac, .Ullmann – D. Ljubicic, Grahovac, Schick, Kitagawa, Ritzmaier – Kara

„Es ist nicht einfach, weil es eine komplett neue Situation für uns alle ist. Die Burschen nehmen das gut hin. Das darf uns nicht ablenken vom Spiel“, sagte Kühbauer. Einstellen müssen sich die Grün-Weißen auch auf einen neuen Untergrund. „Das ist garantiert ein kleines Plus für Molde, weil sie diesen Kunstrasen immer haben“, meinte Kühbauer. „Es ist sicher ein Handicap für uns.“

Ausfall von Fountas schmerzt

Überdies müssen die mit Ausnahme der Arsenal-Partie in dieser Saison noch ungeschlagenen Rapidler auf einen Schlüsselspieler verzichten: Torjäger Taxiarchis Fountas fällt aufgrund seines Bruchs des Mittelhandknochens, den er sich im ersten Gruppenspiel gegen Arsenal zugezogen hat, aus. „Taxi ist schon ein herber Verlust“, sagte Kühbauer über seinen Schützling.

Koya Kitagawa habe Fountas aber schon in Wolfsberg gut vertreten. Grundsätzlich gab es Lob für den Japaner: „Man merkt, dass er sich von Tag zu Tag mehr in die Mannschaft integriert.“ Neben Fountas fehlt auch weiterhin Yusuf Demir im Rapid-Kader. Der 17-Jährige warte auf das Ergebnis seiner nächsten Coronavirus-Testung, wie Kühbauer in einem Interview mit Rapid-TV erklärte.