ÖFB-Cup

Sturm müht sich über Hürde Wacker

Der SK Puntigamer Sturm Graz steht als zweiter Club nach Austria Klagenfurt im Viertelfinale des Uniqa ÖFB Cups. Die Steirer hatten am Dienstag aber einige Mühe, um die Hürde Wacker Innsbruck mit 1:0 (0:0) zu überspringen. Andreas Kuen wurde in der zweiten Hälfte nach sehenswerter Vorarbeit von Philipp Huspek zum Matchwinner für Sturm.

Huspek spielte in der 68. Minute per Ferse genau in den Lauf von Kuen, der mit einem satten Schuss ins lange Eck Wacker-Torhüter Marco Knaller keine Chance ließ und Sturm damit gegen den Zweitligisten aus Tirol in die Runde der besten acht hievte. Nach dem 3:1-Erfolg bei Bundesliga-Spitzenreiter Salzburg am Samstag war es der zweite wichtige Sieg für Trainer Christian Ilzer und seine Mannschaft binnen vier Tagen.

Am Mittwoch finden mit dem Bundesliga-Duell zwischen Austria Wien und TSV Prolactal Hartberg (17.45 Uhr live in ORF 1) und der Partie zwischen der Vienna und Cashpoint SCR Altach (20.25 Uhr live in ORF Sport +) zwei weitere Achtelfinale statt. Vor zehn Tagen hatte sich Austria Klagenfurt mit einem 3:1-Sieg nach Verlängerung im Duell zweier Clubs aus der 2. Liga beim FAC das Viertelfinal-Ticket geholt. Die übrigen Partien der Runde der besten 16 steigen erst Mitte Dezember, darunter auch der Schlager Red Bull Salzburg gegen Rapid am 16. Dezember.

Sturm-Spieler jubeln
APA/Erwin Scheriau
Sturm löste mit dem geringstmöglichen Vorsprung das Ticket für das Viertelfinale

Innsbruck hält lange dagegen

Bei der Achtelfinal-Begegnung in der leeren Grazer Merkur Arena machten die Gäste aus Innsbruck zunächst eng und agierten nach vorne nicht ungeschickt. Die beste Chance in der ersten Hälfte verzeichnete in der elften Minute Joao Luiz. Der einzige Brasilianer in der Tiroler Startformation, da Goalgetter Ronivaldo zu Beginn auf der Bank Platz nahm, verzog von innerhalb des Strafraums mit links nur knapp. Kevin Friesenbichler schoss auf der anderen Seite in der 25. Minute Richtung Tor, der Ball wurde zu einem Eckball abgelenkt. Mit 0:0 ging es zur Halbzeit in die Kabinen.

Abschlussmöglichkeit für Wacker (11. Min.)

Zweitligist Wacker Innsbruck vergibt die erste Torchance im Spiel.

Nach Wiederanpfiff verfehlte Florian Jamnig (51.) aus 15 Metern das lange Eck, in der 58. Minute vergab Wacker in Person von Raphael Galle und Joao Luis sogar eine Doppelchance. Coach Daniel Bierofka wechselte knapp danach mit Ronivaldo, Atsushi Zaizen und Fabio Viteritti drei Stammkräfte ein. Das Tor gelang dann aber den Grazern nach einer präzise ausgeführten Kombination, die Kuen nach Huspek-Fersler mit einem trockenen Linksschuss abschloss. Danach leistete sich Sturm gegen den Außenseiter defensiv keinen groben Fehler mehr und brachte das knappe Ergebnis über die Zeit.

Ilzer zieht Sieg Schönheitspreis vor

Sturm-Trainer Ilzer zeigte sich im ORF-Interview trotz des knappen Erfolgs zufrieden. „Einen Schönheitspreis haben wir keinen gewonnen, aber es war wichtig, dass wir das Spiel gewinnen. Zum Glück ist dem Andi Kuen das Tor gelungen, nachdem wir Oberwasser hatten. Wir haben viel investieren müssen, Innsbruck hat es uns schwergemacht und gut angelaufen. Aber so ein Spiel bleibt auf des Messers Schneide, wir haben aber nicht viel zugelassen.“

Sein Gegenüber Daniel Bierofka trauerte nach ansprechender Leistung einer möglichen Überraschung nach. „Man kann ein bisschen hadern, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben. Ich denke nicht, dass wir die schlechtere Mannschaft waren. Sturm hat eiskalt zugeschlagen, und wir waren nicht zwingend“, sagte der gebürtige Deutsche.

Uniqa-ÖFB-Cup, Achtelfinale

Dienstag:

Sturm Graz – Wacker Innsbruck 1:0 (0:0)

Merkur Arena, SR Kijas

Tor: Kuen (68.)