Christian Klem (Hartberg) und Marco Kadlec (Admira)
GEPA/Simona Donko
Bundesliga

Hartberg nimmt Kurs auf Meistergruppe

Prolactal Hartberg hat zwei Runden vor der Ligateilung den Sprung in die obere Tabellenhälfte der tipico-Bundesliga geschafft. Die Steirer setzten sich am Samstag gegen Flyeralarm Admira mit 2:1 durch, feierten den dritten Sieg in Folge und sind deshalb in der Tabelle aktuell auf Rang fünf zu finden. Der Sechste WAC kann aber am Sonntag mit einem Punkt oder Sieg in Ried wieder vorbeiziehen.

Abwehrspieler Manfred Gollner (16.) und Florian Flecker (52.) sorgten in einer chancenarmen Partie in der Profertil Arena für die Entscheidung zugunsten der mittlerweile fünf Partien unbesiegten Gastgeber. Für das Schlusslicht war der zwischenzeitliche Ausgleich von Dominik Starkl (37.) zu wenig für einen Punktgewinn.

Der Vorsprung der Hartberger auf den Tabellensiebenten WSG Tirol, der gegen Puntigamer Sturm Graz 1:1 spielte, beträgt jetzt zwei Zähler. Die Admira ist vier Spiele sieglos und hat dabei gleich drei Niederlagen kassiert. Der Rückstand auf den Vorletzten Cashpoint Altach wuchs allerdings nicht an, da die Vorarlberger gegen den LASK 0:1 verloren, und beträgt weiter zwei Punkte.

Wichtiger Sieg für Hartberg

Mit einem 2:1-Erfolg gegen Schlusslicht Admira schob sich Hartberg in die Meistergruppe. Für die Steirer war es der dritte Sieg in Serie.

Zerfahrene Partie

In einer sehr zerfahrenen ersten Hälfte legten die Hartberger früh vor. Dario Tadic gab nach Horvath-Eckball zur Mitte und Gollner köpfelte aus kurzer Distanz ein. Der Treffer war allerdings nicht unumstritten, da der Ball bei der Tadic-Hereingabe schon im Tor-Out gewesen sein könnte. Flecker hätte beinahe nachgelegt, verfehlte aus schwieriger Position am Fünfer allerdings das Tor (21.).

Von der Admira war offensiv eigentlich gar nichts zu sehen, der Ausgleich fiel daher sehr überraschend. Die Hartberger konnten eine Maier-Hereingabe nicht klären, Starkl kam knapp außerhalb des Strafraums zum Abschluss und traf sehenswert via Lattenunterkante.

Swete rettet Hartberg den Sieg

Nach der Pause hatten die Admiraner die erste gute Aktion, Andrew Wooten vertändelte allerdings und kam nicht zum Abschluss (51.). Das rächte sich im Gegenzug. Eine Kainz-Flanke verlängerte Flecker per Kopf über Goalie Andreas Leitner hinweg ins lange Eck. Von den Gästen fehlte lange eine Reaktion, ehe sie im Finish doch noch brandgefährlich wurden.

Tormann Rene Swete rettete den Hartbergern mit einer tollen Parade bei einem Abschluss von „Joker“ Marco Hausjell aus drei Metern den Sieg (86.). Damit holten die Steirer aus den jüngsten fünf Partien 13 Punkte. Die Admira bleibt für sie ein Lieblingsgegner, fünfmal in Folge jubelten die Hartberger über einen Sieg.

Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Ich glaube, dass wir bis vor Kurzem Spiele gehabt haben, wo die Leistung okay war, wir uns aber nicht mit Punkten belohnt haben. Jetzt haben wir eine Phase, wo wir zum Teil nicht so gut gespielt, aber voll gepunktet haben. Heute haben wir ein sehr wichtiges Spiel für uns entschieden. Die Admira hat es uns nicht leicht gemacht, wir haben aber verdient die drei Punkte gemacht. Es freut uns schon, wo wir jetzt stehen. Wir haben zwei Runden vor Schluss die Möglichkeit, wieder in den Top Sechs dabei zu sein, das wäre eine Riesengeschichte.“

Damir Buric (Admira-Trainer): „Die Situation ist schon etwas schwierig, aber ich bleibe trotzdem positiv, weil ich sehe, dass in der Mannschaft vieles stimmt. Das ist eine gute Basis für die Zukunft. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner taktisch ein sehr gutes Spiel gemacht. Es war für mich kein verdienter Hartberg-Sieg, wir hätten uns wenigstens ein Unentschieden verdient. Ich habe erfahren, dass der Ball vor dem ersten Tor draußen war, kann es daher kaum erwarten, dass der Videobeweis kommt. Dann wird es vielleicht ein anderes Spiel.“

Tipico-Bundesliga, 20. Runde

Samstag:

Hartberg – Admira 2:1 (1:1)

Profertil Arena, SR Weinberger

Torfolge:
1:0 Gollner (16.)
1:1 Starkl (37.)
2:1 Flecker (52.)

Hartberg: Swete – Kainz, Gollner, Luckeneder, Klem – Horvat, Nimaga – Horvath (82./Ertlthaler), Rep (76./Ried), Flecker (82./Heil) – Tadic (66./Chabbi)

Admira: Leitner – Maier, Datkovic, Aiwu, Ostrzolek – Auer (63./Kronberger), Kerschbaum – Atanga (76./Hoffer), Kadlec, Starkl (81./Hausjell) – Wooten

Gelbe Karten: Ried bzw. Kerschbaum, Wooten

Die Besten: Flecker, Gollner, Horvat bzw. Starkl, Kerschbaum