Liverpool-Spieler jubeln
Reuters/Action Images/Bernadett Szabo
Champions League

Liverpool und PSG stehen im Viertelfinale

Liverpool und Paris Saint-Germain sind am Mittwoch ins Viertelfinale der UEFA Champions League eingezogen. Der englische Meister fuhr in Budapest wie schon im ersten Duell mit RB Leipzig einen 2:0 (0:0)-Erfolg ein, PSG stieg dank eines Heim-1:1 (1:1) gegen den FC Barcelona auf. Das Hinspiel im Camp Nou hatten die Franzosen 4:1 gewonnen. Bereits am Dienstag hatten der FC Porto und Borussia Dortmund den Sprung unter die letzten acht geschafft.

Die Leipziger hätten dem BVB im Viertelfinale gern Gesellschaft geleistet, von einer Überraschung gegen Liverpool war man aber relativ weit entfernt. Die „Reds“ hatten schon in der ersten Hälfte die besseren Chancen – der für den angeschlagenen Roberto Firmino eingesetzte Diogo Jota scheiterte an RB-Keeper Peter Gulacsi (19., 41.) und traf das Außennetz (45.+1). Auch Mohammed Salah fand in Gulacsi seinen Meister (24.).

Die Leipziger, bei denen Kapitän Marcel Sabitzer durchspielte, hatten vor der Pause Schüsse von Dani Olmo (10./Alisson parierte) und Emil Forsberg (32./daneben) zu bieten und durften sich bald nach Seitenwechsel wieder bei Gulacsi bedanken. Der Ungar rettete vor dem frei stehenden Jota, den Nachschuss setzte Salah über das Tor (54.).

Leipzig konterte mit einem Lattenkopfball von Alexander Sörloth (65.), musste aber bald danach die letzten Hoffnungen begraben. Salah schloss einen perfekt ausgespielten Konter nach Vorarbeit von Jota ab (70.), und Sadio Mane war nach Hereingabe von Divock Origi erfolgreich (74.). Liverpool tankte damit nach zuletzt sechs Premier-League-Heimniederlagen in Folge wieder Zuversicht.

Barcelona bleibt in Paris unbelohnt

Etwas näher als Leipzig schnupperte Barcelona an einer Überraschung. Die Katalanen präsentierten sich gegen PSG von Beginn an als das stärkere Team und ließen durch Ousmane Dembele (14./Jesus Navas rettete) und Sergino Dest (23./Latte) gute Chancen aus. Die Führung für den Finalisten des Vorjahres fiel entgegen dem Spielverlauf. Clement Lenglet stieg Mauro Icardi im Sechzehner unabsichtlich auf die Ferse, den vom Videoassistenten verhängten Elfmeter verwertete Kylian Mbappe (30.).

In der 34. Minute scheiterte Dembele wieder an Navas, drei Minuten später aber war der Keeper bezwungen. Lionel Messi setzte einen Schuss aus gut 20 Metern genau ins Kreuzeck. Kurz vor der Pause hätte es der Argentinier richtig spannend machen können, sein Elfmeter wurde jedoch von Navas an die Latte abgewehrt.

Barcelonas Lionel Messi nach seinem vergebenen Elfmeter gegen Paris SG
AP/Christophe Ena
Wer weiß, was für Barca möglich gewesen wäre, hätte Messi den Elfer am Ende der ersten Halbzeit nicht vergeben

Auch in der zweiten Hälfte beschränkte sich PSG darauf, den Vorsprung zu verwalten, Barca strahlte aber nicht mehr die Gefährlichkeit der ersten 45 Minuten aus. Mit Ausnahme einer Chance von Messi, der am Fünfer am Abschluss gehindert wurde, war der spanische Vizemeister zumeist zahnlos. Damit ist Messi ebenso im Viertelfinale der „Königsklasse“ nicht mehr dabei wie Cristiano Ronaldo, der sich bereits am Dienstag mit Juventus gegen den FC Porto verabschiedet hatte.