Roman Kerschbaum (Admira) und Mohamed Camara (Salzburg)
APA/EXPA/Thomas Haumer
Bundesliga

Salzburg sinnt gegen Admira auf Revanche

In der tipico-Bundesliga steht am Samstag (17.00 Uhr) zum Auftakt der 21. Runde das „Duell der Gegensätze“ zwischen Tabellenführer Red Bull Salzburg und Schlusslicht FC Flyeralarm Admira auf dem Programm. Eigentlich sind die Rollen klar verteilt, das 0:1 in der Südstadt im Dezember belehrte die „Bullen“ aber eines Besseren. „Dieses Spiel war nicht gut, nicht unsere beste Leistung“, sagte Salzburg-Trainer Jesse Marsch.

Die Erinnerungen an die Niederlage in Maria Enzersdorf sind beim US-Amerikaner noch frisch, der Stachel sitzt noch immer tief. „Der Schiedsrichter hat in jeder Vorteilsituation für uns Foul gegeben und keine Gelben Karten“, sagte Marsch und schlussfolgerte: „Wir brauchen eine gute Leistung vom Schiedsrichter und von unserer Mannschaft.“

Der Coach zeigte sich aber zuversichtlich, dass es diesmal gegen die Admira klappt, zumal seine Spieler erstmals seit Langem keine englische Woche absolvieren mussten. „Für die mentale Regeneration war das ganz wichtig“, sagte Marsch, dem die zuletzt verletzten Noah Okafor und Bernardo wieder zur Verfügung stehen.

Tipico-Bundesliga, 21. Runde

Samstag, 17.00 Uhr:

Salzburg – Admira

Wals-Siezenheim, Red Bull Arena

Mögliche Aufstellungen:

Salzburg: Stankovic – Kristensen, Ramalho, Wöber, Ulmer – E. Mwepu, Bernede, Junuzovic – Berisha, Aaronson – Daka

Admira: Leitner – Maier, Datkovic, Aiwu, Ostrzolek – Auer, Kerschbaum – Atanga, Kadlec, Starkl – Wooten

„Bereit für die letzten 13 Spiele“

Marsch darf sich über einen wieder größer werdenden Kader freuen und dem Saisonfinish optimistisch entgegenblicken. „Momentan ist das Gefühl in unserer Gruppe sehr stark. Wir fühlen uns bereit für die letzten 13 Spiele (zwölf Ligapartien plus ÖFB-Cup-Finale, Anm.).“ Nach dem Europa-League-Out ist die Rotation ab sofort abgeschafft. „Wir spielen mit unserer besten Gruppe“, kündigte Marsch an.

Im Lager der Admira ist man sich der Außenseiterrolle bewusst. „Salzburg ist seit Jahren die dominierende Mannschaft in Österreich. Wir müssen einen perfekten Tag erwischen – also den Matchplan umsetzen, keine Geschenke verteilen, gut verteidigen und vor dem Tor effektiv sein. Wenn uns das alles gelingt, wären wir sehr glücklich“, sagte Trainer Damir Buric.

Admira hofft auf Überraschung

Defensivmann Stephan Auer ergänzte: „Es gibt leichtere Spiele als in Salzburg. Doch selbst für den größten Favoriten gilt: Jedes Spiel gehört erst absolviert. Wir müssen in Salzburg alles reinhauen, dann ist eine Überraschung möglich.“ Die Admira liegt zwei Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs zwei Punkte hinter Altach auf dem letzten Platz. Spitzenreiter Salzburg hat fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Rapid.