Peter Burling (Emirates Team New Zealand) jubelt mit dem Auld Mug
Reuters/Simon Watts
America’s Cup

„Auld Mug“ bleibt in Neuseeland

Team New Zealand hat die 36. Auflage des America’s Cup vor Auckland für sich entschieden. Der Titelverteidiger gewann am Mittwoch das zehnte Rennen gegen den italienischen Herausforderer Luna Rossa und setzte sich mit 7:3 durch.

Damit ging die „Auld Mug“ genannte älteste Sporttrophäe der Welt zum vierten Mal nach 1995, 2000 und 2017 an Neuseeland. Für Steuermann Peter Burling war es der zweite Erfolg nach 2017, als er vor Bermuda den Pokal für sein Land zurückgeholt hatte. Das aktuelle Duell verlief nur zu Beginn auf Augenhöhe, nach einem 2:3-Rückstand übernahmen die Gastgeber das Kommando und gewannen fünf Rennen in Folge.

In der zehnten Wettfahrt am Mittwoch lagen die „Kiwis“ bei rund zehn Knoten Windgeschwindigkeit schon an der ersten Wendemarke knapp voran. Als sich die Luna Rossa an der zweiten Tonne „hinten anstellen“ musste und in den Abwind der „Te Rehutai“ geriet, war das Duell gelaufen. Am Ende des Rennens hatte der alte und neue America’s-Cup-Sieger sichere 46 Sekunden Vorsprung. Italien mit den beiden Steuermännern Francesco Bruni (ITA) und Jimmy Spithill (AUS) musste sich auch im dritten Anlauf nach 1992 und 2000 geschlagen geben.

America’s Cup bleibt in Neuseeland

Der America’s Cup, die älteste Sporttrophäe der Welt, bleibt in Neuseeland. Der Titelverteidiger New Zealand holte mit dem fünften Wettfahrtssieg in Serie den entscheidenden Punkt zum 7:3 gegen das italienische Boot Luna Rossa.

„Das bedeutet die Welt für uns“

„Das ist unwirklich. Wenn man all die Leute sieht, die drei, vier Jahre beteiligt waren und wie viele Kiwis uns unterstützt haben. Es gab Mitteilungen von überall, von der Premierministerin bis zu Schulkindern, das bedeutet die Welt für uns“, sagte Burling: „Wir sind davon überwältigt, was wir als Gruppe erreicht haben.“

Emirates Team New Zealand und Luna Rossa
AP/Photosport/Chris Cameron
Auch am letzten Tag hatte Team New Zealand die Nase vorne

Staatschefin Jacinda Ardern kündigte umgehend Unterstützung für die nächste America’s-Cup-Auflage an. „Team New Zealand hat uns alle wieder einmal stolz gemacht, indem es den America’s Cup als Neuseeland-Cup gehalten hat. Wir wollen all das auch 2023 wieder sehen. Die Regierung hat bereits zugestimmt, dass das erfolgreiche America’s-Cup-Team unterstützt wird, damit es zusammenbleiben kann, während es die nächste Verteidigung des Auld Mugg plant.“

„Man kann nur den Hut ziehen“

„Es war eine fantastische Erfahrung, wir gratulieren Team New Zealand“, sagte Bruni. „Ich muss auch Luna Rossa gratulieren, wir haben der Welt gezeigt, dass wir es schaffen können. Und ja, es war Pech in den letzten Tagen dabei, aber wir haben als Team einen tollen Job gemacht.“

Spithill war „sehr enttäuscht“, erkannte die Überlegenheit des Gegners aber an. „Ich hatte das Gefühl, dass wir ein paar mehr Rennen gegen die Kiwis hätten gewinnen können. Aber um ehrlich zu sein hat es sich manchmal angefühlt, als wären wir mit einem Messer zu einem Pistolenduell gekommen. Sie haben einen unglaublichen Job gemacht und ein tolles Gerät entwickelt. Man kann nur den Hut ziehen.“