MLB verlegt All-Star-Spiel aus Protest nach Denver

Die Major League Baseball (MLB) hat ihr All-Star-Game im Sommer aus Gründen des politischen Protests von Atlanta nach Denver verlegt. Die Entscheidung für den Austragungsort am 13. Juli gab die MLB am Dienstag bekannt.

Dass Atlanta das Spiel nicht ausrichten darf, hatte die Liga bereits Ende der vergangenen Woche entschieden. Die MLB protestiert damit gegen ein neues Wahlgesetz im US-Bundesstaat Georgia. Kritiker prangern den Umstand an, dass durch das Gesetz der Zugang zu Wahlen für Minderheiten und ärmere Menschen erschwert wird.

Erstmals volles Stadion

Am Vortag der Entscheidung der Verlegung des Spektakels nach Denver ging in der MLB zum ersten Mal seit Beginn der Coronavirus-Pandemie auch ein Spiel einer der großen US-Ligen in einem nahezu komplett gefüllten Stadion über die Bühne. Bei der 2:6-Niederlage der Texas Rangers gegen die Toronto Blue Jays waren am Montag laut offiziellen Angaben 38.238 Zuschauer im Globe Life Field in Arlington zwischen den Großstädten Fort Worth und Dallas. Trotz einer Kapazität von mehr als 40.000 Zuschauern wurde die MLB-Partie als ausverkauft vermeldet.

Erstes Baseball-Spiel in vollem Stadion

Am Ostermontag fand in den USA erstmals seit vielen Monaten ein Spiel der Major League Baseball in einem vollen Stadion statt. Die Texas Rangers trafen vor rund 38.000 Zuschauern auf die Toronto Blue Jays.

Die Maskenpflicht im Stadion wurde laut US-Medien zu Beginn noch weitgehend befolgt, Aufnahmen zeigten aber auch viele Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz. Die Entscheidung der Rangers, die Regeln in Texas auszunutzen und das Stadion so weit wie möglich zu füllen, war seit Bekanntgabe auf Kritik gestoßen. US-Präsident Joe Biden hatte sie zuletzt als großen Fehler bezeichnet. Der Gouverneur von Texas, der Republikaner Greg Abbott, hat in seinem Bundesstaat alle Einschränkungen aufgehoben.