Jubelnde Salzburg-Spieler
GEPA/Jasmin Walter
Bundesliga

Salzburg hängt Verfolger im Titelkampf ab

Red Bull Salzburg ist auf dem besten Weg, in der tipico-Bundesliga seinen achten Titel in Folge unter Dach und Fach zu bringen. Der 2:0-Heimsieg am Sonntag über den LASK war zwar ein mühevoller, vergrößerte den Vorsprung auf den ersten Verfolger Rapid sieben Runden vor Schluss aber schon auf neun Punkte, der LASK liegt zwei weitere zurück. Vor allem im Finish bewiesen die „Bullen“ einmal mehr den längeren Atem.

„Wir waren knapp dran, aber letztendlich heißt der Sieger wieder Salzburg“, meinte Thalhammer, der als Coach der „Athletiker“ alle drei bisherigen Saisonduelle (1:3, 0:1 und 0:2) verloren hat und in dieser Saison im Finales des Uniqa ÖFB-Cups noch eine Chance auf den ersten Sieg gegen die Salzburger bekommt. „Geschichte wiederholt sich“, sagte der 50-Jährige.

Dabei erledigte sein Team am Sonntag tatsächlich lange Zeit „einen guten Job“. Erst mit Fortdauer der zweiten Hälfte wirkte Salzburg stärker und machte die Anstrengungen der Gäste durch Tore von Mergim Berisha (87.) und Noah Okafor (93.) im Finish zunichte. „Wir wissen, dass wir in der Schlussphase immer wieder nachlegen können und es für die Gegner schwer ist, das Niveau so lange zu halten“, befand Salzburg-Coach Jesse Marsch.

Salzburg siegt 2:0 gegen den LASK

Salzburg machte am dritten Spieltag in der Meistergruppe einen weiteren Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung. Die „Bullen“ besiegten den LASK mit 2:0.

„Breiterer Kader“ gibt den Ausschlag

„Man muss schon sagen, dass wir momentan einen breiteren Kader als der LASK haben. In so einem knappen Spiel kann ganz einfach die Bank entscheiden“, meinte Marsch im Hinblick auf den „Endspurt“ in einer Partie, in der man gegen die LASK-Defensive nur wenig Stiche machte und im Fall der Fälle an der Stange (Berisha) oder so wie Patson Daka beim Köpfler kurz vor der Pause am eigenen Unvermögen scheiterte. Marsch sagte nach dem Geschenk zum 80er von Ehrenpräsident Rudolf Quehenberger tags zuvor: „Der LASK hat unheimlich gekämpft und es uns sehr schwer gemacht.“

Extralob in puncto Bankspieler erhielt Karim Adeyemi, der bei beiden Toren den Assist lieferte. Denn noch Ende Februar hatte Marsch das 19-jährige deutsche Toptalent beim 1:2 gegen Sturm Graz nach 37 Minuten vom Platz beordert. „Nach diesem Spiel ist er reifer geworden, und er ist bereit für mehr und mehr“, meinte der Coach rückblickend. Im Cupfinale erwartete er einmal mehr „einen großen Kampf“ und sah einen klaren Vorteil: „Dass wir Spielern Pausen geben können, um dann eine ganz frische Mannschaft zu bringen.“

Duell um Platz zwei in Pasching

Vom Cup mögen die Linzer noch träumen dürfen, den Meistertitel müssen sie hingegen abschreiben. Die Konzentration gilt nun dem Duell mit Rapid, eventuell auch mit SK Puntigamer Sturm Graz um Platz zwei. Einen Punkt liegen die Linzer vor den Steirern, zwei Zähler fehlen ihnen auf Grün-Weiß. Bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) kommt es in Pasching zum Duell mit den Hütteldorfern.

„Wir haben extrem viel investiert, um hier einen Punkt mitzunehmen. Man muss ganz einfach die Kräfteverhältnisse anerkennen“, stellte Thalhammer nüchtern fest. „Wichtig ist, was am Ende steht. Denn wenn Salzburg völlig überlegen gewesen wäre, müsste man das hinterfragen. Aber das war ja nicht der Fall. Am Ende entschied eine Aktion, das ist der hohen Qualität Salzburgs auch von der Bank geschuldet.“

Dem kommenden Duell mit Andreas Ulmer und Co. blickte er keineswegs ohne Hoffnung entgegen. „Es geht um Kleinigkeiten. Alle drei Spiele (unter seiner Ägide, Anm.) waren richtig gute Leistungen. Wenn wir exakt an unseren Prinzipien festhalten und die auch bringen, dann haben wir eine Chance.“