Lewis Hamilton
Reuters/Albert Gea
Formel 1

Hamilton verschafft sich in Spanien Vorteil

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton geht mit einem psychologischen Vorteil ins nächste Titelduell mit Herausforderer Max Verstappen. Während sich der siebenmalige Champion am Freitag vor dem Grand Prix von Spanien im Mercedes souverän die Bestzeit im Training sicherte, wurde sein Red-Bull-Kontrahent nach einem Fahrfehler nur Neunter.

Der Niederländer zeigte in Barcelona noch keine ganz starke Runde und muss sich am Samstag (15.00 Uhr, live in ORF1) im Qualifying steigern. Im zweiten Silberpfeil wurde Valtteri Bottas, der in der ersten Freitag-Einheit am Schnellsten war, 0,139 Sekunden dahinter Zweiter und verdrängte Charles Leclerc im Ferrari auf Rang drei.

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel verpasste die Top Ten knapp und reihte sich im Aston Martin als Elfter ein. Fast am Ende des Feldes der 20 Piloten kam Mick Schumacher im unterlegenen Haas-Rennwagen auf Platz 19.

Mercedes gibt in Barcelona Tempo vor

Die beiden Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas haben am Freitag zum Auftakt für den Grand Prix von Spanien in beiden Trainings die Plätze eins und zwei belegt.

„Unser bester Freitag“

„Es war gut, in diesem Jahr unser bester Freitag“, resümierte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Auch Hamilton selbst freute sich über einen „guten Start“ ins Wochenende. Mit einem Selbstläufer rechnete er am Samstag im Qualifying und Sonntag im Rennen aber nicht. „Es sieht eng aus“, so der WM-Titelverteidiger.

Toto Wolff (Mercedes)
GEPA/XPB Images/Batchelor
Trotz des bisher „besten Freitags“ in diesem Jahr bleibt Mercedes um Teamchef Toto Wolff auf dem Boden

Hamilton gewann zum Auftakt in Bahrain und zuletzt in Portugal, Verstappen sicherte sich den Sieg in Imola und liegt in der Gesamtwertung acht Punkte hinter dem Dauersieger. In Spanien gilt Hamilton ebenfalls als Favorit, auch weil er zuletzt viermal in Serie auf dieser Strecke gewann. Ein weiterer Triumph am Sonntag (15.00 Uhr, live in ORF1) und der 36-Jährige würde mit Michael Schumacher gleichziehen, der das Rennen als einziger Fahrer sechsmal gewann.

Auch Verstappen hat beste Erinnerungen an den Circuit de Catalunya. Vor fünf Jahren wurde er mit nur 18 Jahren und 228 Tagen zum jüngsten Grand-Prix-Sieger der Formel 1 und landete gleich in seinem ersten Rennen im Red Bull sensationell ganz vorn. Beim vierten Lauf der Saison steigt Verstappen zudem bereits zum 100. Mal in den Red Bull und würde dieses Jubiläum gerne krönen.

Red Bull muss „Kleinigkeiten aussortieren“

Bei den ersten Ausfahrten lief es aber nicht ganz nach Plan. Bei seiner geplanten schnellen Runde verhinderte Verstappen nur mit viel Geschick einen Abflug von der Strecke. Repräsentativ war seine Zeit im Vergleich zur Konkurrenz deswegen nur bedingt. Aber auch Sergio Perez im zweiten Red Bull wurde lediglich Zehnter.

„Wir schauen wesentlich schlechter aus als wir sind. Im Prinzip sind wir, glaube ich, nochmals auf Augenhöhe. Aber wir müssen noch ein paar Kleinigkeiten aussortieren“, so Motorsportberater Helmut Marko.

Grand Prix von Spanien in Barcelona

Zweites Freitag-Training:
1. Lewis Hamilton GBR Mercedes 1:18,170
2. Valtteri Bottas FIN Mercedes + 0,139
3. Charles Leclerc MON Ferrari 0,165
4. Esteban Ocon FRA Alpine 0,296
5. Fernando Alonso ESP Alpine 0,348
6. Pierre Gasly FRA Alpha Tauri 0,423
7. Yuki Tsunoda JPN Alpha Tauri 0,449
8. Carlos Sainz ESP Ferrari 0,504
9. Max Verstappen NED Red Bull 0,615
10. Sergio Perez MEX Red Bull 0,748
11. Sebastian Vettel GER Aston Martin 0,777
12. Lando Norris GBR McLaren 0,922
13. Antonio Giovinazzi ITA Alfa Romeo 0,952
14. Lance Stroll CAN Aston Martin 0,964
15. Daniel Ricciardo AUS McLaren 1,025
16. Kimi Räikkönen FIN Alfa Romeo 1,043
17. George Russell GBR Williams 1,787
18. Nicolas Latifi CAN Williams 1,876
19. Mick Schumacher GER Haas 2,156
20. Nikita Mazepin RUS Haas 2,583
Erstes Freitag-Training:
1. Valtteri Bottas FIN Mercedes 1:18,504
2. Max Verstappen NED Red Bull + 0,033
3. Lewis Hamilton GBR Mercedes 0,123
4. Lando Norris GBR McLaren 0,440
5. Charles Leclerc MON Ferrari 0,492
6. Carlos Sainz ESP Ferrari 0,516
7. Pierre Gasly FRA Alpha Tauri 0,558
8. Sebastian Vettel GER Aston Martin 0,730
9. Sergio Perez MEX Red Bull 0,845
10. Lance Stroll CAN Aston Martin 0,925
11. Yuki Tsunoda JPN Alpha Tauri 1,165
12. Esteban Ocon FRA Alpine 1,177
13. Antonio Giovinazzi ITA Alfa Romeo 1,190
14. Daniel Ricciardo AUS McLaren 1,228
15. Fernando Alonso ESP Alpine 1,446
16. Nicolas Latifi CAN Williams 1,766
17. Roy Nissany ISR Williams 2,196
18. Mick Schumacher GER Haas 2,262
19. Robert Kubica POL Alfa Romeo 3,383
20. Nikita Mazepin RUS Haas 3,472