Chelsea Spieler Mason Mount in Aaction.
AP/Adam Davy
Fußball

FA-Cup-Finale läutet Chelsea-Wochen ein

Für den FC Chelsea beginnt am Samstag der Auftakt in zwei sehr intensive Wochen. Im Wembley-Stadion treffen die „Blues“ im FA-Cup-Finale auf Leicester City und können sich den neunten Titel in diesem Bewerb in der Clubgeschichte holen. Danach geht es in der Liga im Kampf um einen Platz in der Champions League weiter, ehe am 29. Mai das Endspiel in der Königsklasse in Porto gegen Manchester City auf dem Programm steht.

Zunächst gilt der Fokus der Londoner aber ganz dem Finale im FA-Cup, in dem sie vor drei Jahren ihren letzten Titel geholt hatten. „Ich bin da nicht anders als jeder Spieler und Mitarbeiter hier: Wir sind Chelsea, und uns geht es ums Gewinnen“, sagte Coach Thomas Tuchel. „Wir wollen so viele Titel wie möglich holen.“

Erstmals in dieser Saison werden die Teams dabei vor Publikum spielen. 21.000 Zuschauer sind im Wembley-Stadion erlaubt. „Das wird ein Schock morgen, wenn wir auf den Platz gehen und den Lärm hören. Aber das wird so schön. Ich freue mich darauf“, sagte der deutsche Trainer, der Chelsea nach der Übernahme im Jänner wieder zurück in die Erfolgsspur führte.

Chelsea Cheftrainer Thomas Tuchel.
APA/AFP/Shaun Botterill
Thomas Tuchel steht als erster deutsche Trainer im Finale des FA-Cups

Leicester peilt ersten FA-Cup-Titel an

In der Tabelle der Premier League sind Leicester City und Chelsea als Dritter und Vierter Nachbarn. Der Überraschungsmeister von 2016 hatte sich im Halbfinale gegen das Team von Coach Ralph Hasenhüttl Southampton mit 1:0 durchgesetzt. Leicester steht nach 1949, 1963 und 1969 zum dritten Mal in der Clubgeschichte im Finale. Gewinnen konnten die „Foxes“ den Titel allerdings noch nie.

Einen klaren Favoriten gibt es im Finale nicht. Beide Teams spielten in den letzten Wochen stark, leisteten sich aber gelegentlich überraschende Aussetzer, so wie Leicester zuletzt beim 2:4 gegen Newcastle United. Auch Chelsea patzte zuletzt mit der 0:1-Niederlage in der Liga bei Arsenal und brachte sich damit im Kampf um die CL-Plätze wieder in Schwierigkeiten. Am Dienstag treffen dabei die beiden Teams an der Stamford Bridge in der Liga erneut aufeinander.

Mittelfeldmotor Kante wieder fit

Gegen die „Gunners“ hatte Tuchel einige Stammspieler geschont. Neben seinen Landsmännern Antonio Rüdiger und Timo Werner war auch der leicht angeschlagene Mittelfeldmotor N’Golo Kante vorsichtshalber nicht dabei. Der französische Weltmeister, der im CL-Semifinale gegen Real Madrid hervorragend gespielt hatte, ist aber fit für das FA-Cup-Finale. „Er hat ohne Probleme trainiert und wird hoffentlich das ganze Match bestreiten können“, sagte Tuchel.

Mit dem genesenen Mateo Kovacevic hat der Deutsche eine weitere Alternative zur Verfügung. „Das ist großartig. Er hat alles, was wir im Mittelfeld brauchen. Erfahrung, Kraft und physische Präsenz“, sagte Tuchel. Im Tor setzt der Coach erneut auf Kepa. Der Spanier, der 2018 für die Rekordsumme von 80 Millionen Euro von Athletic Bilbao gekommen war, ist in der Liga und in der Champions League nur die Nummer zwei hinter Edouard Mendy, ist im FA-Cup gesetzt.