Lukas Weisshaidinger
GEPA/Michael Meindl
Leichtathletik

Weißhaidinger von sich selbst überrascht

Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger bewegt sich bei seinen Vorbereitungswettkämpfen weiter auf hohem Niveau. Am Donnerstag kam der 29-Jährige beim Liese-Prokop-Memorial in St. Pölten auf die Siegesweite von 67,76 m, am 18. Mai waren es in Eisenstadt 68,40 m gewesen. Ein finaler Wurf mit Risiko flog auf 69,43 m, die österreichische Rekordmarke vereitelte aber ein knapper Übertritt.

Sowohl der 29-Jährige wie auch Coach Gregor Högler waren von den Weiten überrascht. „Ich wollte es lockerer angehen als zuletzt in Linz, mich langsam an größere Weiten herantasten“, sagte Weißhaidinger.

„Dass ich dann gleich im ersten Versuch 67,37 m werfe, hätte ich nicht für möglich gehalten. Da war ich kurz sprachlos.“ Coach Gregor Högler ging sogar so weit, vom besten Wettkampf im Leben seines Schützlings zu sprechen. „Wir hatten ein bisschen Gegenwind. Die Bedingungen waren gut, aber auch nicht wirklich besonders. Dass Lukas trotzdem so weit wirft, hat mich überrascht.“

Während in St. Pölten bei Weißhaidinger die Technik mehr im Fokus stand, folgt für den WM-Dritten am Montag in Turku ein Aufeinandertreffen mit anderen Athleten der Weltelite. Ebenfalls am Start sind Topstars wie der schwedische Weltmeister Daniel Stahl und der litauische Ex-Weltmeister Andrius Gudzius.

Schrott mit Schritt Richtung Olympia

Stark präsentierte sich auch Beate Schrott. Die Hürdensprinterin bewältigte die 100 m im Vorlauf in 13,14 und im Finale in 13,05 Sek. Damit gelang ihr ein wichtiger Schritt in Richtung Olympiaqualifikation. Schrott lief ihre Saisonbestleistung bei ihrem letzten Antreten beim Heimmeeting im Sog der in 12,87 Sek. (+0,6) siegreichen Jamaikanerin Megan Tapper. Die Niederösterreicherin wurde ob ihres sportlichen Abschieds von St. Pölten emotional. „Nach dem Wettkampf durften ein paar Tränen fließen“, sagte die 33-Jährige. „Es war eine wunderschöne Zeit, ich bin meinem Verein sehr dankbar für dieses sehr schöne Meeting und die vielen Jahre, in denen er mich immer unterstützt hat.“

Ihren Saisoneinstieg absolvierte Mehrkämpferin Ivona Dadic, die Oberösterreicherin war mit ihren 13,34 m im Kugelstoßen nicht zufrieden. Sie will nun über weitere Wettkämpfe besser zur Form finden. Ihre Siebenkampf-Kollegin Sarah Lagger kam auf 13,75 m. Im Sprint kamen Ina Huemer und Magdalena Lindner beim Sieg der Belarussin Krystsina Tsimanuskaja (11,22) auf persönliche Bestleistungen von 11,41 bzw. 11,45 Sek. Bei den Männern kam Markus Fuchs auf 10,48 Sek.