College-Athleten dürfen künftig für Geld werben

Sportlerinnen und Sportler an US-Universitäten dürfen seit 1. Juli Geld mit Werbung verdienen. Die National Collegiate Athletic Association (NCAA) entschied am Mittwoch (Ortszeit) in einem seit Monaten erwarteten Schritt, alle entsprechenden Verbote auszusetzen. Bisher waren Sportler an den Colleges zwingend Amateure und durften ihre Bekanntheit nicht dazu nutzen, eigenes Geld zu verdienen. Dieses Verbot stand seit langem in der Kritik.

Direkt bezahlt werden von ihren Mannschaften dürfen Footballer, Basketballer und Co. aber auch zukünftig nicht. Die Entscheidung der NCAA wird Schätzungen zufolge etwa eine halbe Million Studierende. College-Sport ist in den USA ein riesiger Markt, bei dem schon an einzelnen Universitäten mit Merchandising oder über den Verkauf von Medienrechten Millionen umgesetzt werden. Die Athletinnen und Athleten, die für diesen Umsatz verantwortlich sind, konnten bisher aber überhaupt nicht davon profitieren.

Am meisten Geld wird mit Football umgesetzt. Der Dachverband NCAA ist gewissermaßen der Unterbau der US-Liga NFL und bildet für diese die Spieler aus. Auch aus Österreich studieren derzeit einige junge Footballer an amerikanischen Universitäten, wie Bernhard Raimann (Central Michigan University), Christoph Henle (Baylor) oder Thomas Aronokhale (Ohio University).