Ilay Elmkies (Admira) und Raffael Behounek (Wattens)
GEPA/Patrick Steiner
Bundesliga

Admira holt Punkt bei Herzog-Debüt

Das Debüt als Cheftrainer im Clubfußball brachte Andreas Herzog dank eines Last-Minute-Treffers zumindest einen Auswärtspunkt. Die von ihm trainierte Admira erkämpfte sich am Samstag zum Start in die neue Saison der Admiral Bundesliga bei WSG Tirol ein 1:1 (0:0). Erstmals seit fünf Jahren mussten sich die Niederösterreicher damit zum Auftakt nicht geschlagen geben.

Vor nur 1.200 Zuschauern auf dem Innsbrucker Tivoli brachte Maxime Awoudja (60.) die Heimischen in Führung. Als alles schon mit einem Wattener Sieg rechnete, bewahrte Wilhelm Vorsager in der 94. Minute die Admira vor einem Fehlstart.

Herzog ließ die verjüngte Admira in einem auf dem Papier offensiven 3-4-3 agieren, doch die vom herausragenden Raffael Behounek organisierte WSG-Abwehr konnte sie kaum knacken. Ein Starkl-Schuss ans Außennetz (15.) und ein Kopfball von Marlon Mustapha an die Stange (20.) waren in der ersten Halbzeit die einzig nennenswerten Offensivaktionen.

Admira holt Punkt bei Herzog-Debüt

Ein Treffer in der Nachspielzeit bei WSG Tirol bescherte Andreas Herzog bei seinem Trainerdebüt bei der Admira einen ersten Punktgewinn.

Vorsager lässt Herzog jubeln

Doch auch die Tiroler taten sich ohne Juventus-Leihgabe Giacomo Vrioni, der wegen einer leichten Muskelverletzung im Oberschenkel fehlte, lange schwer, Strafraumszenen herauszuspielen. Gefährlich war Tobias Anselm, der zweimal knapp verzog (12., 32.), im zweiten Versuch ganz alleine vor Torhüter Andreas Leitner.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte waren zunächst die von Herzog lautstark dirigierten Gäste die bessere Mannschaft, doch in Führung gingen die Tiroler. Einen Stanglpass von Leon Klassen knallte Awoudja aus kurzer Distanz unter die Latte (60.). Die WSG gewann damit Sicherheit und schien auf bestem Weg zu drei Punkten, doch die Admira durfte nach einem Getümmel im Anschluss an einen Eckball doch noch jubeln.

Stimmen zum Spiel:

Thomas Silberberger (Tirol-Trainer): „Es ist sehr, sehr ärgerlich, wenn du mit der letzten Aktion aus einem Standard, wo immer was passieren kann, so einen dummen Ausgleich bekommst. Aber es ist falsch, Trübsal zu blasen. Ich habe vorher schon gesagt, wir brauchen noch zwei, drei Wochen, das hat man heute gesehen. Wir haben nicht schlecht gespielt, sind aber doch noch extrem ausbaufähig. Es war ein guter, solider Start.“

Andreas Herzog (Admira-Trainer): „Wir haben in der Offensive weniger Aktionen gehabt, wie ich erhofft hatte. Es ist eine junge Mannschaft, wir hatten drei Spieler, die heute zum ersten Mal im Profifußball gespielt haben, da musst du über das eine oder andere hinwegsehen. Aber wir werden von Monat zu Monat stärker, wenn die Burschen reifen werden, dann haben wir eine ganz gute Truppe. Heute war es zum Schluss ein glücklicher Punkt. Vom Defensiverhalten war es okay, teilweise haben wir den Gegner zu einfach zu Chancen kommen lassen, da müssen wir noch arbeiten.“

Admiral Bundesliga, erste Runde

Samstag:

WSG Tirol – Admira 1:1 (0:0)

Innsbruck, Tivoli Stadion, 1.200, SR Muckenhammer

Torfolge:
1:0 (60.) Awoudja
1:1 (94.) Vorsager

WSG: Oswald – Koch, Behounek, Awoudja (68./Bacher), Klassen – Rogelj, Petsos, Naschberger (84./Smith), Sabitzer (61./Ranacher) – Wallner, Anselm (84./Kerber)

Admira: Leitner – Aiwu, Vorsager, Bauer – Zwierschitz (79./Hausjell), Elmkies (79./Malicsek), Kerschbaum, Lukacevic – Starkl, Mustapha (60./Kronberger), Ristanic (67./Ganda)

Gelbe Karten: Awoudja, Petsos, Anselm bzw. Elmkies, Bauer

Die Besten: Behounek, Awoudja, Petsos bzw. Aiwu